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Wie können Stereotype über Pressefotografien reproduziert werden?
eine Bildanalyse von Pressefotos im Standard anhand der Repräsentation von AfrikanerInnen
Katharina Elisabeth Schleicher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Petra Herczeg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.6175
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30262.51118.293666-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nach wie vor sind AfrikanerInnen von rassistischen Diskriminierungen und Stereotypisierungen betroffen. Medien tragen dazu bei, dass Stereotype in der Öffentlichkeit reproduziert werden. Über die Jahrhunderte hinweg, von der Kolonialzeit bis heute, hat sich das Bild Afrikas und seiner Bevölkerung geändert, aber eine Konstante scheint zu bleiben: Sie sind „anders“ bzw. werden als anders dargestellt. Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, die visuelle Repräsentation von AfrikanerInnen in den Medien zu untersuchen. Dabei werden die Pressefotos nach den auf den Theorien Theo van Leeuwens basierenden visuellen Repräsentationsstrategien des „Anderen“ analysiert: die Distanzierung des Bildbetrachters durch die soziale Distanz, die Entmachtung des Bildteilnehmers durch die soziale Relation, die Vergegenständlichung durch die soziale Interaktion, die soziale Exklusion, die Darstellung als Ausführende von negativ bewerteter Handlungen, die Verallgemeinerung, die kulturelle Konnotation und die „rassische“ Stereotypisierung. Als Untersuchungsmedium dient die Qualitätszeitung Der Standard, die laut inhaltsanalytischer Studien in ihrer Afrikaberichterstattung als ausgewogen gilt. Es wird überprüft, ob auch hier stereotype Elemente durch sich wiederholende visuelle Darstellungsformen oder Auswahl von Themenbereichen reproduziert werden. Es wird angenommen, dass, wie Studien zu afrikabezogenen Texten zeigen, auch in den Pressefotos Repräsentationstrategien des „Anderen“ angewendet werden. Als Instrumentarium für die Bildanalyse dient die Bildgrammatik von Gunther Kress und Theo van Leeuwen, die sich an „westliche“ Wahrnehmungsgewohnheiten orientiert. Um den Strategien der Differenzierung nachgehen zu können, werden Theorien zu Stereotypenbildung, Rassismus, Exotismus und Whiteness beleuchtet. Ebenso werden die bisherigen Darstellungsformen von AfrikanerInnen, von der Kolonialzeit angefangen bis zum aktuellen medial verbreiteten Bild, aufbereitet, um sie mit den Analyseergebnissen der Pressefotos des Standard in Beziehung setzen zu können. Die Untersuchung zeigt, dass nicht verallgemeinert gesagt werden kann, AfrikanerInnen bzw. Schwarze werden anders dargestellt als Weiße. Es werden auch nicht alle bestehenden afrikanischen Stereotype im gleichen Maße transportiert. Auffallend ist, dass Konfliktthemen in bebilderten Artikeln von großer Bedeutung sind. Damit zeigt sich der in inhaltsanalytischen Studien zur Afrikaberichterstattung beobachtete Negativismus sowie Sensationalismus auch in Bildern.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
visuelle Kommunikation Bildanalyse Stereotype Rassismus Afrika AfrikanerInnen Pressefotos
Autor*innen
Katharina Elisabeth Schleicher
Haupttitel (Deutsch)
Wie können Stereotype über Pressefotografien reproduziert werden?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Bildanalyse von Pressefotos im Standard anhand der Repräsentation von AfrikanerInnen
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
II, 421 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Herczeg
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.56 Semantik ,
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung
AC Nummer
AC07775700
Utheses ID
5550
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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