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Anti-Sufismus im Spiegel von YouTube
Tamara Abu-Hamdeh
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Orientalistik, Fachbereich: Islamwissenschaft)
Betreuer*in
Rüdiger Lohlker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.62821
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16298.50557.615268-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zahlreiche sunnitische Gelehrte brachten über Jahrhunderte hinweg unterschiedliche Argumente hervor, um den Sufismus als Phänomen dazustellen, das seine Ursprünge nicht im Islam hat. Laut ihnen sei die mystische Interpretation des Islam durch sufische Gelehrte sowie verschiedene rituelle Praktiken Schuld an der Irreführung zahlreicher Muslime und an einer Diffamierung des Islam. Der Sufismus, so die Kritiker, würde somit den Islam von innen und von außen zerstören. Um den Ruf des Sufismus zu wahren, setzten sich vor allem sufische Gelehrte für eine Reform innerhalb des Sufismus ein. Doch trotz ihren Bemühungen schienen die kritischen Stimmen nie wirklich zu verstummen. Bis heute wird der Sufismus von vielen Kritikern als eine irregeleitete Sekte bezeichnet und seine Anhänger verfolgt. Durch den technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte und dem Erscheinen neuer Medien erlebt die Sufismus-Debatte jedoch einen Wandel hinsichtlich der Akteure, denn die Kritik wird nicht mehr nur durch islamische Gelehrte, sondern auch durch verschiedene Akteure im World Wide Web geäußert. Zur Darstellung der anti-sufischen Kritik im Internet wurden elf YouTube-Videos ausgewählt und analysiert. Sie sollen die neue Ausdrucksform der Kritik durch Internetnutzer demonstrieren und die Debatte um den Sufismus im 21. Jahrhundert veranschaulichen.
Abstract
(Englisch)
Over the centuries, various Sunni scholars have produced different arguments to present Sufism as a phenomenon that does not have its origins in Islam. According to them, the mystical interpretation of Islam and various ritual practices are to blame for the misleading of numerous Muslims and for a defamation of Islam. Sufism, according to those critics, would thus destroy Islam from within and from without. In order to preserve the reputation of Sufism, Sufi scholars in particular advocated reform within Sufism. However, despite their efforts, the critical voices never seemed to fall silent. To this day, its severest critics label Sufism as a misguided sect whose followers should be persecuted ruthlessly. Due to the technical progress of the last decades and the appearance of new media, a change can be observed in the debate on Sufism with regard to its opponents. Criticism is no longer expressed only by Islamic scholars, but also by various opponents of Sufism in the World Wide Web. Therefore, eleven YouTube videos were selected to analyse the anti-Sufi critique on the Internet in order to demonstrate the new form of expression of criticism by Internet users and to illustrate the debate about Sufism in the 21st century.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Sufism Anti-Sufism Religion and Media
Schlagwörter
(Deutsch)
Sufismus Anti-Sufismus Religion und Medien
Autor*innen
Tamara Abu-Hamdeh
Haupttitel (Deutsch)
Anti-Sufismus im Spiegel von YouTube
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
323 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Herbert Eisenstein ,
Zora Hesová
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC15698658
Utheses ID
55528
Studienkennzahl
UA | 792 | 397 | 252 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1