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Are fundamental rights the answer to the deficiencies of EU copyright law, discussed in a European context?
Maria-Christina Michailidou
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht
Betreuer*in
Siegfried Fina
DOI
10.25365/thesis.62850
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16288.91374.915167-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Untersuchung der Rolle der Grundrechte innerhalb des urheberrechtlichen Systems der EU ab. Angesichts der Tatsache, dass der geltende umfassende Rechtstext der letzten Jahre für das EU Urheberrecht die Richtlinie 2001/29/EG zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft („InfoSoc Richtlinie“) war, beginnt die Analyse mit den Besonderheiten der Grundrechteordnung, die auf der Richtlinie beruhen. Das wesentliche Problem der InfoSoc Richtlinie ist die Reihe von Ausnahmen und Beschränkungen, die zu einem fragmentierten und strengen internen System führte, das als effektives Instrument zum Gleichgewicht der widerstrebenden Interessen zwischen den Rechtsinhabern und Nutzern nicht funktionieren konnte. Daher wurde wegen der mangelnden Flexibilität des Systems von dem EuGH und dem EGMR eine neue Tendenz entwickelt: beide Gerichte haben immer öfter auf die Grundrechte zurückgegriffen, um entweder das problematische interne System der Ausnahmen und Beschränkungen zu interpretieren oder die entgegenstehenden Rechte der Copyright-Inhaber und Dritter auszugleichen. Die Einführung des Systems der Grundrechte als externe Grenze zum Umfang des Urheberrechts hat Fragen über die exakte Rolle dieser Ordnung im EU-Urheberrecht aufgeworfen. Verschiedene Meinungen sind dazu ausgedrückt worden. Während dieser lebendigen Diskussion wenige Monate bevor der EuGH die Antwort auf ein relevantes Vorabentscheidungsersuchen gab, das das Grundrechtsregime keine externe begrenzende Rolle im Urheberrecht in der EU einnimmt und dass seine Rolle nur interpretativ ist, wurde die neue Copyright-Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt verabschiedet. Die neue Richtlinie verändert die bisherige Struktur indem sie versucht, neue Lösungen zu den bisherigen Mängeln der alten zu finden. Dennoch erhält die neue Richtlinie trotz ihrer erfreulichen neue Bestimmungen Ähnlichkeiten mit der InfoSoc Richtlinie. Die Schlussfolgerung ist undeutlich, wird das neue System in der Lage sein, den Herausforderungen, die der digitale Binnenmarkt stellt, zu entsprechen oder soll die Rolle der Grundrechte überdacht werden? Was jetzt zu tun ist, ist die Interpretation der neuen Bestimmungen des EuGH und ihre Durchführung von den Mitgliedsstaaten.
Abstract
(Englisch)
The present thesis aims at examining the role of fundamental rights regime in the EU copyright law system. Given that the past years the applicable comprehensive legal text on EU copyright law was the InfoSoc Directive, the analysis starts with the particularities of the regime based on the respective Directive. The main flaw of the regulation under the InfoSoc Directive was the optional list of exceptions and limitations and the application of the three-step-test, which led to a fragmented and strict internal system. Resultantly, the system could not function as a sufficient tool for the balance of the competing interests between the right holders and the users. Consequently, a new tendency has been developed by the ECtHR and the ECJ: both courts resorted even more often to the fundamental rights regime in order to either interpret the problematic internal system of exceptions and limitations or to balance the conflicting rights of the copyright owners and the users. The advent of the fundamental rights regime as an external limit to the copyright protection scope has raised questions on the exact role of the regime in the EU copyright system. A few months before the ECJ’s answer to the relevant preliminary questions on whether is no externally limiting role of fundamental rights regime in the EU copyright system, the new Copyright Directive in the Digital Single Market was adopted. The Directive changed the preceding landscape and attempted to give solutions to its flaws as well as structure a solid internal balancing system and reinforce users’ rights. However, the DSM Directive despite of its welcome new provisions maintains connections to the preceding system of the InfoSoc Directive. The conclusion is blurred. Will the new system be able to correspond to the challenges that the digital single market places or should the role of fundamental rights regime be reconsidered? What is left to be observed is the interpretation of the new provisions by the ECJ and their implementation by the Member States.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
EU copyright law fundamental rights ECJ ECtHR
Schlagwörter
(Deutsch)
EU-Urheberrecht Grundrechte EuGH EGMR
Autor*innen
Maria-Christina Michailidou
Haupttitel (Englisch)
Are fundamental rights the answer to the deficiencies of EU copyright law, discussed in a European context?
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
iii, 82 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.90 Europarecht: Sonstiges
AC Nummer
AC16123606
Utheses ID
55553
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
