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"Mais combien sont restés en route..."/ Doch wie viele sind auf der Strecke geblieben ..."
österreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller im französischen Exil (1933 - 1945), rezipiert in der Zeitschrift "Austriaca"
Katharina Maria Stephanie Semlitsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Murray G. Hall
DOI
10.25365/thesis.6193
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29623.24368.893165-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Flucht tausender Österreicherinnen und Österreicher nach Frankreich im Jahr 1938 aufgrund des Einmarsches der hitlerdeutschen Truppen, geschah etwa zeitgleich mit dem Zusammenbruch der Volksfrontregierung. Die Stimmung, die den Emigranten entgegenschlug, war geprägt von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Trotzdem hatten die meisten unter ihnen zunächst Vertrauen in das traditionelle Exilland Frankreich, das schon so vielen Menschen zuvor Schutz vor Verfolgung gewährt hatte. Zahlreiche behördliche Schikanen und ein stets unsicherer Status machten ihnen das Leben schwer. Mit dem Einmarsch Hitlers in Frankreich im Herbst 1939 und der Errichtung von Pétains Regime von Vichy verschlimmerte sich die Situation für die Flüchtlinge zusehends. Internierung und Auslieferung an die Deutschen waren bloß Etappen auf dem Weg zu Deportation in die Vernichtungslager, der ca. 1700 Österreicher zum Opfer fielen. In der kurzen Zeit zwischen März 1938 und September 1939 gründeten die Emigranten Organisationen und Publikationsorgane wie die Liga für das geistige Österreich und die Österreichische Post, die der Aufrechterhaltung der österreichischen Kultur dienen sollten.
Insgesamt 16 Artikel zum österreichischen literarischen Exil in Frankreich konnten in der 1975 vom österreichischen Emigranten Felix Kreissler gegründeten Zeitschrift Austriaca ausfindig gemacht, übersetzt und gekürzt dargestellt werden. Bio-bibliographische Angaben zu den 45 erwähnten österreichischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern im französischen Exil wurden hinzugefügt. Kreissler, der seit 1937 in Frankreich lebte, überstand Internierung und KZ und kehrte nach einem mehrjährigen Aufenthalt im Österreich der Nachkriegszeit nach Frankreich zurück, wo er eine akademische Karriere startete und das germanistische Institut der Universität von Rouen mitaufbaute.
Als Folge einer Dynamisierung der Exilforschung in den späten siebziger und achtziger Jahren sowohl in Österreich als auch in Frankreich, kann der Umstand gewertet werden, dass die meisten in der Austriaca gefundenen Artikel in diesem Zeitraum erschienen sind.
Obwohl gerade der Anteil an österreichischen Autorinnen, die ins Exil gingen, ungewöhnlich hoch ist, ist nur ein geringer Prozentsatz der erwähnten Schriftstellerinnen und Schriftsteller weiblich, was vor dem Hintergrund einer sich an einem männlichen Kanon orientierenden Exilforschung nicht wirklich verwundert.
Joseph Roth wird von allen Schriftstellern am öftesten erwähnt: Er pflegte seit 1925 eine langjährige Liebe zu Frankreich, seine Werke waren in Frankreich schon lange vor 1933 bekannt und übersetzt, und er stand mit sämtlichen existenten Emigrantengruppen in Kontakt.
Da sich kaum jemand unter den österreichischen Autorinnen und Autoren befindet, der sich nicht literarisch mit der Exilzeit in Frankreich auseinandergesetzt hätte, wurde der Einfluss des Landes auf ihr Werk oftmals in den Artikeln rezipiert.
Schließlich wird das Leben im Exil in den Artikeln oftmals euphemistisch dargestellt, einige Fakten bleiben unerwähnt und Begebenheiten werden manchmal als schicksalhaft präsentiert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreichische Schriftsteller Exil Frankreich 1933-1945 Austriaca
Autor*innen
Katharina Maria Stephanie Semlitsch
Haupttitel (Deutsch)
"Mais combien sont restés en route..."/ Doch wie viele sind auf der Strecke geblieben ..."
Hauptuntertitel (Deutsch)
österreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller im französischen Exil (1933 - 1945), rezipiert in der Zeitschrift "Austriaca"
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Murray G. Hall
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption
AC Nummer
AC07774291
Utheses ID
5564
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
