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Sorge am Krankenbett
Praktiken und Normen in einem philippinischen Krankenhaus
Julia Malik
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Tatjana Thelen
DOI
10.25365/thesis.69425
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31386.57556.189434-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Praktiken und Normen der Sorge im Kontext eines öffentlichen Krankenhauses in den Philippinen. Anhand der Betrachtung von Sorgepraktiken von KrankenpflegerInnen sowie von Angehörigen der PatientInnen, von Sorgebeziehungen und von Diskursen zu Sorge beleuchte ich, wie vor Ort ,gute‘ Sorge produziert und ausgehandelt wird und wie sich AkteurInnen als ,gute‘ Sorgende positionieren. In Zusammenhang mit allgemeineren Normen zu verwandtschaftlichen Sorgeverpflichtungen spielt Sorge von Verwandten eine zentrale Rolle in den Sorgekonfigurationen rund um PatientInnen. Aushandlungen von Verantwortlichkeiten zwischen Pflegepersonal und Verwandten illustrieren, wie und wo Grenzen zwischen ,medizinisch-öffentlich‘ und ,verwandtschaftlich- privat‘ gezogen werden. PatientInnen ohne sorgende Verwandte im Krankenhaus sowie als ,anstrengend‘ empfundene Angehörige legen die mit verwandtschaftlicher Sorge einhergehenden Ambivalenzen offen. Bei den Beziehungen zwischen KrankenpflegerInnen und PatientInnen bzw. Angehörigen handelt es sich um edukative und hierarchische Sorgebeziehungen, im Rahmen derer Letztere zu Eigenverantwortlichkeit, ,besserer‘ Verwandtschaft und ,besseren‘ Sorgenden ,erzogen‘ werden sollen. Neben der Erfüllung dieses edukativen Auftrags beinhaltet die Sorge von PflegerInnen auch bürokratische Schreibpraktiken. Verwandtschaftliche Sorge, edukative Interaktionen und bürokratisches Schreiben zeichnen sich als wesentliche Elemente dessen ab, wie im Krankenhaus ,gute‘ Sorge hergestellt wird.
Abstract
(Englisch)
This master thesis discusses practices and norms of care in the context of a public hospital in the Philippines. I examine care practices of nurses and patients’ relatives, care relations, and discourses about care. This exploration reveals how ‘good’ care is produced and negotiated at the hospital as well as how actors position and present themselves as ‘good’ caregivers. Embedded within wider norms about kin care obligations, care by relatives plays a central role in configurations of care for patients. Negotiations of responsibilities between nursing staff and kin illustrate how boundaries between the ‘medical/public’ and ‘kinship/private’ are drawn. Patients who lack kin care at the hospital as well as kin who are perceived as ‘annoying’ by staff elucidate the ambivalences accompanying kin care. Relations between nurses and patients or relatives are educative and hierarchical care relations with the goal of ‘teaching’ patients and relatives responsibility, ‘better’ kinship, and ‘better’ care. In addition to fulfilling their pedagogical mission, care on the part of nurses also encompasses bureaucratic writing practices. Thus, kin care, educative interactions, and bureaucratic writing emerge as central elements of how ‘good’ care is produced at the hospital.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sorge Krankenhaus Pflege Verwandtschaft Philippinen
Autor*innen
Julia Malik
Haupttitel (Deutsch)
Sorge am Krankenbett
Hauptuntertitel (Deutsch)
Praktiken und Normen in einem philippinischen Krankenhaus
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Tatjana Thelen
AC Nummer
AC16308821
Utheses ID
55735
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
