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„Wir kommen nicht, um uns zu ergeben […]“
eine Kritische Diskursanalyse der medialen Berichterstattung über den türkisch-kurdischen Friedensprozess 2009–2015 in Anlehnung an Teun A. van Dijk
Kutsal Kutlu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Cengiz Günay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31390.25861.255687-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der türkisch-kurdische Friedensprozess, der im Jahr 2007 mit Geheimgesprächen zwischen dem türkischen Geheimdienst, der AKP-Regierung und der PKK in Oslo begann, zielte darauf ab, die Kurdenfrage mit friedlichen Mitteln zu lösen. In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch gemacht, die jeweiligen diskursiven Rahmungen und Kodierungen dieses Friedensprozesses in den türkischen Printmedien anhand eines Analysemodells der Kritischen Diskursanalyse nach dem niederländischen Linguisten Teun A. van Dijk zu erschließen und in einem breiteren Kontext zu diskutieren. Für die Analyse werden die Zeitungen BirGün, Hürriyet, Günlük/Özgür Gündem, Sabah und Sözcü herangezogen, die unterschiedliche ideologische Tendenzen aufweisen. Gegenstand sind drei Ereignisse bzw. die am nächsten Tag folgende Berichterstattungen, die aufgrund ihrer großen Bedeutung als Bruchstellen und Fortschritte im Friedensprozess ausgewählt wurden: das sogenannte „Habur-Ereignis“ 2009, das Newroz-Fest von Diyarbakır im Jahr 2013 sowie die Verkündung der 10-Punkte-Vereinbarung zwischen Regierungsvertretern und einer HDP-Delegation im Dolmabahçe-Palast 2015. Die Analyse zeigt einerseits die eminente Bedeutung der die Kurdenfrage betreffenden Verortungspraxis der großen Zeitungen im kemalistischen Staatsdiskurs auf, andererseits zeichnet sich in einigen Fällen eine diskursive Transformation ab, die jedoch immer auch ein Risiko des „Rückfalls“ birgt. Es gelingt den Zeitungen somit kaum, signifikante Fortschritte in der Erzeugung einer „Friedensdiskurses“ zu generieren. Als Paradigmen in der Erschließung und Interpratation der Zeitungstexte dienen v.a. Begriffe wie Ethnozentrismus, Sicherheit, Identität, Integrität und Territorialität.
Abstract
(Englisch)
The Turkish-Kurdish peace process, which began in 2007 with the secret talks between the Turkish intelligence, the AKP government and the PKK in Oslo, aimed to resolve the Kurdish issue by peaceful means. In the preceding work, an attemps is made to open up the respective discursive frameworks and endcodings of this peace process in the Turkish print media on the basis of an analytical model of Critical Discourse Analysis according to the Dutch linguist Teun A. van Dijk and to discuss them in a broader context. For the analysis, the newspapaers BirGün, Hürriyet, Günlük/Özgür Gündem, Sabah and Sözcü are chosen, which have different ideological orientations. The focus is on three events resp. the next day’s coverages, which were selelcted for their great importance as breaking points and progress in the peace process: the so-called “Habur event” in 2009, the Newroz Festival of Diyarbakır in 2013 and the announcement of the 10 point agreement between government representatives and a HDP delegation in the Dolmabahçe-Palace in 2015. On the one hand, the analysis shows the eminent importance of the locating practice of the major newspapers in the Kemalist state discourse concerning the Kurdish question, on the other hand, a discursive transformation is emerging in some cases, which, however, always carries a risk of “relapse”. Thus, the newspapers hardly succeed in generating significant progress in the creation of a “peace discourse”. Terms such as ethnocentrism, security, identity, integrity and territoriality serve as pradigms in the indexing and interpretation of newspaper texts.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
discourse Critical Discourse Analysis van Dijk Turkey Kurdish Question peace process PKK AKP Abdullah Öcalan ethnocentrism nationalism security identity territoriality Newroz-Fest Habur Dolmabahce BirGün Sabah Günlük Özgür Gündem Hürriyet Sözcü
Schlagwörter
(Deutsch)
Diskurs Kritische Diskursanalyse van Dijk Türkei Kurdenfrage Friedensprozess PKK AKP Abdullah Öcalan Ethnozentrismus Nationalismus Sicherheit Identität Territorialität Newroz-Fest Habur Dolmabahce BirGün Sabah Günlük/Özgür Gündem Hürriyet Sözcü
Autor*innen
Kutsal Kutlu
Haupttitel (Deutsch)
„Wir kommen nicht, um uns zu ergeben […]“
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Kritische Diskursanalyse der medialen Berichterstattung über den türkisch-kurdischen Friedensprozess 2009–2015 in Anlehnung an Teun A. van Dijk
Paralleltitel (Englisch)
"We do not come to surrender [...]"
Paralleluntertitel (Englisch)
a Critical Discourse Analysis of media coverage of the Turkish-Kurdish peace process 2009-2015 based on Teun A. van Dijk
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
219 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Cengiz Günay
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.00 Politologie: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.22 Nationalismus
AC Nummer
AC16322923
Utheses ID
55773
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1