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Aspekte der Gender-und Identitätskonstruktionen in der salafistischen Bewegung
Almasa Kenjar
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Arabische Welt: Sprache u. Gesellschaft
Betreuer*in
Rüdiger Lohlker
DOI
10.25365/thesis.65089
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21638.08867.125467-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Untersuchung über salafistische Bewegung hat gezeigt, dass diese heterogen und komplex ist. Außerdem kann sie spezifische Ausformungen in ihrer jeweiligen Umgebung annehmen. Der Begriff des Salafismus ist in der breiten Öffentlichkeit negativ konnotiert und wird sehr schnell in den Kontext von Gewalt, Extremismus und Terrorismus verschoben. Eine Gruppierung, die Gewalt als ein zentrales Element ihrer Identität versteht, ist die der Dschihadisten. Sie ist sehr schrill jedoch bildet sie zahlenmäßig eine sehr kleine Minderheit innerhalb der salafistischen Bewegung. Die theologischen Betrachtungsweisen der Salafisten sind unverkennbar mit einer eigens dafür konstruierten Methode -manhaǧ-, modifiziert. Dieser manhaǧ wird als die einzige Form der Hermeneutik der islamischen Textquellen präsentiert. Die Umsetzung der „wahren“ Glaubenslehre in der Praxis und im Alltag stellt eine große Herausforderung für die Akteure der salafistischen Bewegung dar, da sie mit den jeweiligen politischen und sozialen Realitäten verflochten sind. Für junge Menschen, unabhängig ihrer Abstammung, die im Alltag oftmals Diskriminierungen und Ausgrenzungserfahrungen erleben, wird der Salafismus dadurch attraktiv, weil dieser eine neue gestärkte Identität anbietet, das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl festigt und eine Sinnstiftung bietet.
Abstract
(Englisch)
The study of the Salafi movement has shown that it is heterogeneous, complex and can take on specific forms in its environment. The concept of Salafism has negative connotations in the general public and is very quickly shifted into the context of violence, extremism, and terrorism. One group that sees violence as a central element of its identity is that of the jihadists. It is very shrill nevertheless it is a very small minority within the Salafi movement. The theological approaches of the Salafists are unmistakably modified with a method -manhaǧ-, which was specially constructed for this purpose. This manhaǧ is presented as the only form of hermeneutics of the Islamic text sources. The implementation of the "true" doctrine in practice and in everyday life is a great challenge for the actors of the Salafist movement, as it is interwoven with the respective political and social realities. For young people, regardless of their origins, who often experience discrimination and exclusion in everyday life, Salafism becomes attractive because it offers a new strengthened identity, consolidates the sense of community and belonging and provides a sense of meaning.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Method (manhaǧ) Salafism Identity Construct Exclusion Sense of Community Sense of Belonging
Schlagwörter
(Deutsch)
Methode (manhaǧ) Salafismus Identität Konstruktionen Ausgrenzung Sinnstiftung Gemeinschaft Zugehörigkeit
Autor*innen
Almasa Kenjar
Haupttitel (Deutsch)
Aspekte der Gender-und Identitätskonstruktionen in der salafistischen Bewegung
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
130 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rüdiger Lohlker
AC Nummer
AC16143636
Utheses ID
55960
Studienkennzahl
UA | 066 | 676 | |
