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"Derzeit haben wir in unserem Lager 130 Ostarbeiter"
das überwiegend weibliche Gollinger Zwangsarbeitslager der Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft zwischen 1942 und 1945
Tobias Schmitzberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Bertrand Perz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.63166
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16296.42868.718970-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit behandelt den Einsatz von ZwangsarbeiterInnen in der HITIAG (Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft) und die Geschichte des Zwangsarbeitslagers Neuda in der niederösterreichischen Gemeinde Golling an der Erlauf zwischen 1942 und 1945. Die Hauptfrage ist, inwieweit es sich hier um ein „typisches“ Lager innerhalb des Zwangsarbeitssystems des Deutschen Reichs handelte. Als Quellen standen Personalkarteien und Karteikarten ehemaliger HITIAG-ZwangsarbeiterInnen sowie Meldeunterlagen der Gemeinde Golling zur Verfügung. Daten aus diesen Dokumenten wurden in eine Excel-Datenbank eingespeist und mithilfe von Methoden der deskriptiven Statistik analysiert. Die Ergebnisse werden hier dargestellt und ebenso wie verschiedene weitere Informationen aus Briefen, Plänen sowie anderen HITIAG-Unterlagen unter Berücksichtigung der historisch-kritischen Methode interpretiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich beim Zwangsarbeitslager Neuda in vielen Aspekten tatsächlich um eine „typische“ Institution handelte. Ab 1942 waren hier primär junge ukrainische und polnische Frauen untergebracht, die schwere Einschränkungen in ihrer Lebensführung erdulden mussten. Besonderheiten im Lager waren das Bestehen einer „Entbindungsbaracke“ und eines Kinderheims für ca. 18–25 Neugeborene sowie eine große Gruppe ziviler litauischer Arbeitskräfte, die ab Herbst 1944 eintraf und verhältnismäßig privilegiert behandelt wurde. Diese Masterarbeit arbeitet erstmals die Geschichte dieses Zwangsarbeitslagers auf und gibt Einblicke in die Lebensumstände der ZwangsarbeiterInnen, die sich auch hier je nach Nationalität stark unterschieden.
Abstract
(Englisch)
This Master Thesis contains the history of the labour camp “Neuda” and the deployment of forced workers within the textile company HITIAG (Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft) in the Lower Austrian village Golling an der Erlauf from 1942 to 1945. The main question is to what extent the camp Neuda can be seen as “typical” for the forced labour system within Nazi Germany. I had access to various sources, including personal files and index cards of former forced workers as well as associated registration documents by the municipality of Golling an der Erlauf. Based on these sources, an Excel database was created, and methods of descriptive statistics were used to evaluate the data. The results and various information from letters, plans and other HITIAG documents were interpreted considering the methods of Historical criticism. The results show that the forced labour camp Neuda can be considered as a “typical” institution in many aspects. From 1942, primarily young Ukrainian and Polish women lived there. Worth mention-ing is the existence of an “Entbindungsbaracke” (a delivery ward within a barrack), a children’s home for about 18 to 25 newborns and a high number of Lithuanian persons which arrived in autumn 1944. These Lithuanians were comparatively privileged. Not only the history of the forced labour camp Neuda was first elaborated but also the data – personal files, index cards and registration documents – were first analysed and interpreted in this paper. These insights into the living conditions of its forced workers, which differed in their nationalities, were able to be presented for the first time.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Forced labor forced laborers Lower Austria women children textile industry Second World War Eastern Europe Lithuania Lithuanian Poland Polish Soviet Soviet Union workers birth quantitative analysis qualitative analysis camp baby
Schlagwörter
(Deutsch)
Zwangsarbeitslager Zwangsarbeit Ostarbeiter Ostarbeiterinnen Geburten Entbindungsbaracke HITIAG Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft Golling an der Erlauf Zwangsarbeiterlager Ostmark Alpen- und Donaureichsgaue 1942 1943 1944 1945 Reichsgau Niederdonau Niederösterreich Industrie Litauische Zwangsarbeiterinnen Litauische Zwangsarbeiter Litauer Litauerinnen
Autor*innen
Tobias Schmitzberger
Haupttitel (Deutsch)
"Derzeit haben wir in unserem Lager 130 Ostarbeiter"
Hauptuntertitel (Deutsch)
das überwiegend weibliche Gollinger Zwangsarbeitslager der Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft zwischen 1942 und 1945
Paralleltitel (Englisch)
"Currently, there are 130 Ostarbeiter in our camp"
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
153 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bertrand Perz
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.37 Europäische Geschichte 1914-1945 ,
15 Geschichte > 15.43 Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
15 Geschichte > 15.71 Osteuropa ,
15 Geschichte > 15.72 Polen ,
15 Geschichte > 15.73 Baltische Republiken ,
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges
AC Nummer
AC15687953
Utheses ID
56033
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
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