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Fotografie im Spanischen Bürgerkrieg
Heinrich Mayer Kaibitsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
DOI
10.25365/thesis.6235
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30060.41095.876065-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der spanische Bürgerkrieg war ein Medienkrieg. Beide Kriegsparteien spielten auf der medialen Klaviatur. Fotografien wurden dabei als Fußnoten für eine Geschichte, die sie nur belegen, aber nicht schreiben können, verwendet. Leben erlangen sie durch einen Rahmen, durch an sie gestellte Fragen, durch ihre Integration in eine Narration, die sie aktiviert, anspricht, ihnen Inhalte entlockt bzw. einschreibt.
Eine italienische Delegation von Kameramännern, Fotoreportern, Journalisten und Radiosprechern sollte in Spanien und Italien den Kriegsverlauf entlang der Linien der faschistischen Propaganda schildern, um in Italien das bereits entworfene Selbstbild zu verstärken und es im Ausland auf- bzw. auszubauen. Fotografien als Zeugen ohne Meinung waren dabei sehr nützlich. Luftfotografie zeigt die Kontextabhängigkeit von Fotografie beispielhaft für alle Bilder aus dem spanischen Bürgerkrieg.Von der Erstellung bis zur Publikation war sie das Produkt einer gesteuerten Propagndaoffensive.
Das Beispiel spanischer Bürgerkrieg sollte als Beispiel für die Manipulierbarkeit von Fotografien und als Beweis für ihr komplexes Verhältnis von Abgebildetem und Abbildendem dienen. Fotografie ist ein Text im semiotischen Sinn und sollte immer gelesen werden, nie nur betrachtet. Nur als Text kann sie Teil von Medien sein, ansonsten ist ihr Nachrichtenwert der einer Verzierung.
Abstract
(Englisch)
The Spanish civil war was a media war that used photographies to stand as a proof for facts created by the propaganda effort. Photography can be used very well for such purpose as in its nature she lacks a clear meaning and is depended upon the context to inscribe it.
An Italian delegation of journalists and photographers was send to Spain to report the ongoing war following the lines predetermined by fascist propaganda to strenghten the regimes image in Italy and in the rest of the western world.Photography as sort of witness without opinion was very useful for that purpose. Air photography stands as a prime example how context dependent pictures from the Spanish civil war are. Air pictures were completely a product of planned fascist propaganda.
Photography has a complex relationship between what is shown on the photography and who is its real meaning. Pictures are always a text in a semiotic point of view and must therefore always be read not just looked at. Only as a text on its own can pictures be part of mass media, otherwise they are a mere adornment.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
photography theory of photography air photography Spanish Civil War faschism propaganda war journalism
Schlagwörter
(Deutsch)
Fotografie Fotografietheorie Luftbilder Spanischer Bürgerkrieg Faschismus Propaganda Kriegsjournalismus
Autor*innen
Heinrich Mayer Kaibitsch
Haupttitel (Deutsch)
Fotografie im Spanischen Bürgerkrieg
Paralleltitel (Englisch)
Photography in the Spanish Civil War
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
95 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.01 Geschichte der Kommunikationswissenschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.40 Nachrichtenwesen
AC Nummer
AC08068379
Utheses ID
5605
Studienkennzahl
UA | 301 | | |
