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Der Einfluss der Europäischen Union auf die Demokratisierung in Zentralasien
Reinhold Rader
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Paul Luif
DOI
10.25365/thesis.63332
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16289.35003.218468-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit mit dem Titel „Der Einfluss der Europäischen Union auf die Demokratisierung in Zentralasien“ zielt darauf ab, die Instrumente der Europäischen Union zur Demokratieförderung zu analysieren und deren Auswirkungen zu beurteilen. Dazu wurden folgende Forschungsfragen formuliert: Welche Instrumente setzt die Europäische Union ein, um die Demokratie in Zentralasien zu fördern? Wie sind die Maßnahmen der EU zur Demokratieförderung einzuordnen und welche Wirkung entfalten sie? Warum konnten die Maßnahmen der EU nicht die erhofften Ergebnisse hervorbringen? Die These zu dieser Frage lautet: Aufgrund der autoritären Natur der zentralasiatischen Staaten sowie anderer Faktoren, schaffen es die Instrumente der EU kaum, die autoritären Eliten dazu zu bewegen, demokratische Reformen einzuleiten. Um diese Fragen zu beantworten wurden hauptsächlich Primär- und Sekundärquellen analysiert und diese anhand verschiedener vorgestellter Theorien ausgewertet. Dies ermöglichte es, die von der EU gesetzten Maßnahmen in davor definierte Kategorien einzuteilen, wobei die Instrumente anhand ihres Charakters in unterstützend oder fordernd sowie durch Zuweisung an ein Linkage, Leverage und Governance-Modell .Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu beurteilen wurde hauptsächlich auf die zwei Indizes Freedom House und Bertelsmann Transformationsindex zurückgegriffen, welche eine detaillierte Aufschlüsselung über die Demokratiequalität in den betroffenen Staaten bieten.
Die Auswertung der Instrumente brachte das Ergebnis, dass bei diesen ein unterstützender Charakter überwiegt, wobei dies bei Instrumenten und Zielstaaten teils stark variiert. Die Meisten Instrumente umfassen Elemente von zwei oder drei der verwendeten Modelle, wobei es auch hier Ausnahmen gibt. Die Analyse der Auswirkungen ergibt, dass der Großteil der Instrumente keinen oder kaum Einfluss auf Demokratie und Menschenrechte hat, und wenn ein Einfluss vorhanden ist, dieser leicht negativ ist. Drei der Instrumente üben jedoch einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft aus, was unter Bezugnahme auf die Modernisierungstheorie zu positiven Effekten auf die Demokratisierung führen kann.
Im Anschluss wurden Faktoren betrachtet, welche den Demokratisierungsbemühungen der EU entgegen laufen, darunter der Einfluss von Drittstaaten und das präsowjetische und sowjetische Erbe. Unter den Drittstaaten stechen Russland und China hervor, welche durch unterschiedliche Mechanismen eine Demokratisierung behindern. Das präsowjetische Erbe bezieht sich auf den Islam, dessen Rolle für die Demokratisierung jedoch nicht klar festgemacht werden kann. Das sowjetische Erbe umfasst eine Anzahl an Faktoren, welche sich gesellschaftlich und politisch in der Region verfestigten, und bis heute der Etablierung liberaler Demokratien im Wege stehen.
Abstract
(Englisch)
The master's thesis, entitled "The Influence of the European Union on Democratization in Central Asia", aims to analyze the instruments of the European Union for democracy promotion and to assess their effects. The following research questions were formulated for this purpose: What instruments does the European Union use to promote democracy in Central Asia? How can the EU's democracy promotion measures be classified and what are their effects? Why have the EU measures not produced the hoped-for results? The thesis on this question is: Due to the authoritarian nature of the Central Asian states and other factors, the instruments of the EU hardly manage to persuade the authoritarian elites to introduce democratic reforms. In order to answer these questions, primary and secondary sources were mainly analysed and evaluated using various theories presented. This made it possible to classify the measures taken by the EU into previously defined categories, whereby the instruments were classified according to their character into supporting or demanding and by assigning them to a linkage, leverage and governance model. In order to assess the effectiveness of the measures, the two indices Freedom House and Bertelsmann Transformation Index were mainly used, which provide a detailed breakdown of the quality of democracy in the states concerned.
The evaluation of the instruments showed that they were predominantly supportive in character, although this varies greatly between instruments and target states. Most of the instruments include elements of two or three of the models used, although there are exceptions. The analysis of the impacts shows that the majority of the instruments have little or no influence on democracy and human rights, and where there is an influence, it is slightly negative. However, three of the instruments exert a positive influence on the economy, which, with reference to modernisation theory, can lead to positive effects on democratisation.
Afterwards, factors that run counter to the EU's democratisation efforts were considered, including the influence of third countries and the pre-Soviet and Soviet heritage. Among the third countries, Russia and China stand out as obstacles to democratisation through different mechanisms. The pre-Soviet legacy relates to Islam, but its role in democratisation cannot be clearly defined. The Soviet legacy includes a number of factors which became socially and politically entrenched in the region and which still stand in the way of the establishment of liberal democracies.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Democracy promotion European Union Central Asia
Schlagwörter
(Deutsch)
Demokratieförderung Europäische Union Zentralasien
Autor*innen
Reinhold Rader
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss der Europäischen Union auf die Demokratisierung in Zentralasien
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
153 Seiten : Diagramme, Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Paul Luif
AC Nummer
AC15673300
Utheses ID
56169
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
