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Peter Roseggers "Waldheimat" und Stefan Zweigs "Die Welt von Gestern"
autobiografische "Erinnerungen" im Vergleich
Diana Trtílková
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Daniela Strigl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.63344
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18866.36511.651858-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Masterarbeit werden Peter Roseggers „Waldheimat“ und Stefan Zweigs „Die Welt von Gestern“ – zwei Bestseller prominenter österreichischer Autoren – unter Verknüpfung sozialgeschichtlich akzentuierter und gattungsspezifischer Gesichtspunkte vergleichend untersucht. Ziel ist es, Parallelen und Unterschiede aufzuzeigen. Den roten Faden bildet dabei folgende These: Beide Werke stellen Formen des atypischen autobiografischen Erzählens dar und repräsentieren als Ausdruck der Selbstentfremdung bzw. einer Lebenskrise ihrer Verfasser ein – jeweils spezifisches – Wunschbild der ‚Heimat‘. Andererseits zeigen sich aber vor allem aufgrund der völlig gegensätzlichen sozialen Herkunft der beiden Autoren auch deutliche Unterschiede. Diese These lässt sich im Licht der Ergebnisse verifizieren: Gattungsmäßig weist „Waldheimat“ zum Teil eine starke Nähe zur Autofiktion auf, während „Die Welt von Gestern“ eine Mischform zwischen Autobiografie und Memoiren darstellt, die als ‚jüdisches Zeugnis‘ gelesen werden kann. In Bezug auf die Widerspiegelung von bzw. Positionierung zu bedeutenden ideologischen / politischen Strömungen und historischen Prozessen des 19. und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ist trotz einiger Parallelen zu bedenken, dass zwischen der in den beiden Werken erzählten Zeit ein Abstand von zwei Generationen liegt. Der markanteste Unterschied liegt jedoch in der Rolle, die der Religion und Spiritualität in den untersuchten ‚Erinnerungs‘-Texten zukommt. Zweigs Ich-Erzähler sieht Religionen bzw. Konfessionen vor allem als soziale oder politische Größen, Spiritualität ist ihm fremd. Die „Waldheimat“-Geschichten hingegen sind ein faszinierendes Spiegelbild der komplexen Religiosität und Spiritualität ihres Autors. Die ‚erinnerte Heimat‘ wiederum ist in beiden Fällen ein literarisches Konstrukt, das mit einer (Existenz-)Krise zusammenhängt – der gesellschaftliche Aufsteiger Rosegger hadert mit seiner Selbstentfremdung, der sozial privilegierte Zweig hat alles verloren und steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebens.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Österreichische Literatur Rosegger Zweig Waldheimat Die Welt von Gestern
Autor*innen
Diana Trtílková
Haupttitel (Deutsch)
Peter Roseggers "Waldheimat" und Stefan Zweigs "Die Welt von Gestern"
Hauptuntertitel (Deutsch)
autobiografische "Erinnerungen" im Vergleich
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
105 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniela Strigl
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.10 Deutsche Literatur
AC Nummer
AC15722668
Utheses ID
56181
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1