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Geschlechtsspezifische Umgangsweisen mit kriegerischer Gewalt in Selbstzeugnissen katholischer Geistlicher während des Dreißigjährigen Krieges
Sabine Duru-Pomper
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Dorothea Nolde
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.63476
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18835.80633.704170-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit Selbstzeugnissen katholischer Geistlicher, die während des Dreißigjährigen Krieges verfasst wurden. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Umgangsweisen mit kriegerischer Gewalt und deren Folgen gegeben hatte. Durch die Analyse von vier Selbstzeugnissen, von denen zwei von weiblichen Geistlichen und zwei von männlichen Geistlichen geschrieben wurden, soll diese Frage beantwortet werden. Gewalt, Angst und Leid wurde für die Menschen während des Krieges zu etwas Alltäglichem und auch die Geistlichen waren daher damit konfrontiert. Häufig wurden Soldaten in Klöstern einquartiert, die dort versorgt werden wollten und sich ihre Forderungen nicht selten mit Gewalt holten. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen von Gewalt, die als legitim geltende potestas und die als illegitim geltende violentia, wobei eine strikte Trennung nicht möglich ist und die Grenzen von violentia und potestas miteinander verschwimmen. In den Selbstzeugnissen der Geistlichen sind sowohl Formen von violentia als auch von potestas zu finden. Ausdrücklich hervorgehoben wird die Furcht vor der Gewalt, dem Krieg und der Vergewaltigung, da diese das Leben der Geistlichen in einem hohen Maß geprägt hatten. Zu Gewalterfahrungen kam es insbesondere bei den Einquartierungen der Soldaten in den Klöstern sowie bei Plünderungen und Verwüstungen. Bedingt durch den Krieg mussten die Geistlichen häufig fliehen oder Geflüchtete bei sich aufnehmen, dadurch und auf Grund anderer Kriegswirren, litt der religiöse Alltag stark. Sowohl der Umgang mit der Flucht als auch der Umgang mit dem veränderten religiösen Alltag, weisen geschlechtsspezifische Unterschiede auf und wurden diesbezüglich genau analysiert.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Violence
Schlagwörter
(Deutsch)
Gewalt
Autor*innen
Sabine Duru-Pomper
Haupttitel (Deutsch)
Geschlechtsspezifische Umgangsweisen mit kriegerischer Gewalt in Selbstzeugnissen katholischer Geistlicher während des Dreißigjährigen Krieges
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
93 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dorothea Nolde
Klassifikationen
06 Information und Dokumentation > 06.18 Schrift, Schreiben ,
11 Theologie > 11.54 Katholizismus ,
11 Theologie > 11.73 Kirchenorganisation ,
11 Theologie > 11.76 Geistliches Amt ,
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.30 Europäische Geschichte in Mittelalter und Neuzeit: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.34 Europäische Geschichte 1492-1789 ,
15 Geschichte > 15.42 Deutsche Geschichte 1500-1800 ,
71 Soziologie > 71.11 Gesellschaft ,
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten ,
71 Soziologie > 71.32 Mann ,
71 Soziologie > 71.33 Frau ,
74 Geographie > 74.19 Europa ,
89 Politologie > 89.80 Militärwesen: Allgemeines
AC Nummer
AC15722694
Utheses ID
56306
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1