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Evidentiary process in international commercial arbitration
current issues and ways of their resolution on the example of comparison between common law and civil law traditions
Ekaterina Branguleeva
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches u. Intern. Wirtschaftsrecht
Betreuer*in
Peter Fischer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.63482
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16299.11428.141158-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bei der Durchführung von Schiedsverfahren gibt es zwei widersprüchliche Rechtskulturen, nämlich das Gewohnheitsrecht und das Zivilrecht, die dem kontradiktorischen bzw. dem inquisitorischen Ansatz folgen. Ersteres beruht auf der Autonomie der Parteien, während Letzteres den Schiedsrichtern mehr Ermittlungsbefugnisse einräumt und ihnen die Befugnis überlässt, praktisch jeden Aspekt des Schiedsverfahrens zu kontrollieren. Bei der Erörterung von Beweisfragen in der Schiedsgerichtsbarkeit ist zu beachten, dass der kontroverse Ansatz aufgrund der recht breiten Anwendung der IBA-Regeln zur Beweisaufnahme in internationalen Schiedsverfahren in der Fassung von 2010 Vorrang hat. Einmal als eines der wichtigsten Instrumente des Soft Law in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit anerkannt, wurden die nach den IBA-Regeln durchgeführten Verfahren komplexer, langwieriger und kostspieliger. Viele aus Kontinentaleuropa stammende Experten argumentierten daher, dass das Monopol der IBA-Regeln es nicht erlaube, die Ineffizienz der Schiedsverfahren zu überwinden, die durch die Techniken des Common Law, wie die umfassende Erstellung, Prüfung und Vernehmung von Zeugen, hervorgerufen werden. Als Reaktion auf die oben genannten Bedenken wurde am 14.12.2018 in Prag das neue Regelwerk auf der Grundlage des inquisitorischen Ansatzes verabschiedet - die Regeln für die effiziente Durchführung von internationalen Schiedsverfahren oder so "Prager Regeln". Die Entscheidung für die Prager Regeln bedeutet eine grundlegende Entscheidung zugunsten eines begrenzten Umfangs der Dokumentenerstellung, einer Beilegung des Streits nur auf Dokumentbasis, einer begrenzten Länge und eines begrenzten Umfangs schriftlicher Einreichungen und schriftlicher Zeugenaussagen.
Abstract
(Englisch)
There are two conflicting legal cultures in the conduct of arbitral proceedings, namely common law and the civil law. The former is primarily based on the autonomy of the parties, while the latter confines more investigative powers on the arbitrators, leaving to the them the authority to control virtually every aspect of the arbitral proceedings. The adversarial approach prevails due to quite broad application of the IBA Rules on the Taking of Evidence, as amended in 2010. Once recognized as one of the primary soft law tool in international arbitration, the proceedings conducted under the IBA Rules have become more complex, lengthy and costly. In response to the aforementioned concerns, the new set of rules based on the inquisitorial approach was adopted on 14.12.2018 in Prague - the Rules on the Efficient Conduct of Proceedings in International Arbitration or, the Prague Rules. As announced by the Working Group, the Prague Rules is an alternative set of rules on the taking of evidence, but not a rival, to the IBA Rules. The leitmotif of the Prague Rules lies in the proactive role of the tribunal during the proceedings which is aimed at increasing efficiency and reducing costs and length of the dispute resolution. Opting for the Prague Rules means a fundamental decision in favour of limited scope of document production, resolution of the dispute on a document-only basis, limited length and scope of written submissions and written witness evidence.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Arbitration evidence IBA Rules on the Taking of Evidence Prague Rules
Schlagwörter
(Deutsch)
Schiedsverfahren Beweise IBA Rules on the Taking of Evidence Prague Rules
Autor*innen
Ekaterina Branguleeva
Haupttitel (Englisch)
Evidentiary process in international commercial arbitration
Hauptuntertitel (Englisch)
current issues and ways of their resolution on the example of comparison between common law and civil law traditions
Paralleltitel (Deutsch)
Beweisverfahren in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit: aktuelle Fragen und Wege ihrer Lösung am Beispiel eines Vergleichs zwischen Common Law und Civil Law Traditionen
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
63 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Peter Fischer
Klassifikation
86 Recht > 86.17 Freiwillige Gerichtsbarkeit, Schiedsgerichtsbarkeit
AC Nummer
AC16143317
Utheses ID
56312
Studienkennzahl
UA | 992 | 548 | |
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