Detailansicht

The INF treaty: comparison of the debates 1979-1987 and 2014-2019
Anastasia Solodilova
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Heinz Gärtner
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.63629
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14729.87540.684362-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der INF-Vertrag, der durch die USA und die UdSSR im Jahr 1987 unterzeichnet war, wurde zum Eckstein der europäischen Sicherheit und hat den Wendepunkt in Beziehungen zwischen zwei Supermächten abgegrenzt. Die Beendigung des Vertrags (2019), der durch die angebliche kontinuierliche Verletzung des Abkommens von der russischen Seite provoziert wurde, hat ernste Sorgen in der internationalen Gemeinschaft über die Zukunft der Rüstungskontrolle ausgedrückt und hat bewiesen, dass sich die Natur der nuklearen Abschreckung mit der Zeit geändert hat. In dieser Masterarbeit habe ich die INF-Debatten in den Jahren 1979-1987 und 2014-2019 vergleicht, um ihre Ähnlichkeiten, Unterschiede und spezifische Eigenschaften zu bestimmen, die das Ergebnis von jeder der Debatten und das Verhalten von Akteuren beeinflusst haben. Außerdem wird in der These die sich ändernde Natur der nuklearen Abschreckung und die Folgen des post-INF Zeitalters sowie der Möglichkeiten und der Voraussetzungen für einen neuen INF-Vertrag diskutiert. Die Forschung basiert sich auf einem kombinierten theoretischen Ansatz - Strukturalismus (Neorealismus), Abschreckung und Rüstungskontrolle. Die Daten für die Analyse wurden von primären und sekundären Quellen und den Experten-Interviews erhalten. Der Vergleich hat drei Dimensionen – räumlich (die UdSSR - die USA), zeitlich (1979-2019) und Kontext - (nukleare Abschreckung) eingeschlossen. Die Ergebnisse der Forschung haben bewiesen, dass die Machtverteilung im internationalen System eine wichtige Rolle in Bezug auf die militärische/nukleare Abschreckung spielt und Einfluss auf das Ergebnis und die Zukunft von Rüstungskontrollverträgen hat. Die Natur der nuklearen Abschreckung hat sich mit der Zeit auch geändert – von einem der wirksamsten Mittel des Abschreckens zu einem Mittel des politischen Zwangs. Die technologische Entwicklung hat konventionelle Waffen viel effizienter in Bezug auf die Abschreckung Strategie gemacht. Die Beendigung des INF-Vertrags wurde durch viele Faktoren prädestiniert - der Vertrag ist überholt geworden, er hatte viele Nachteile und kein Verfallsdatum, deswegen wurde er auch nicht verbessert und an neue Herausforderungen in der internationalen Sicherheit nicht angepasst. Sowohl die USA als auch Russland hatten ihre formellen und informellen Gründe für den Abzug aus dem INF. Diese Gründe haben das Benehmen und Entscheidungstreffen von Akteuren beeinflusst. Die Zukunft der Rüstungskontrolle bleibt obskur für eine ungewisse Zeit. Das Ende des INF-Vertrags beweist den Widerwillen und das Desinteresse von zwei Hauptatomstaaten, um den Pfad der Zusammenarbeit in der Rüstungskontrolle fortzusetzen. Die meisten Experten sagen das Ende der anderen Rüstungskontrollverträgen und eines möglichen Atomwaffenrennens voraus.
Abstract
(Englisch)
The INF treaty, which was signed by the USA and the USSR in 1987, became a cornerstone of the European security and demarcated the turning point in relations between two nuclear superpowers. The termination of the treaty in 2019 that was allegedly provoked by the constant incompliance with the treaty from the Russian side, raised serious concerns in the international community about the future of nuclear arms control and proved that the nature of nuclear deterrence has changed over time. In this master thesis, I conduct research comparing the INF treaty debates of 1979-1987 and 2014-2019 in order to determine their similarities, differences and specific features, which influenced the outcome of each of the debates and reasoned the behavior of decision-making actors. It further discusses the changing nature of nuclear deterrence and the consequences of the post-INF era as well as possibilities and requirements for a new INF treaty. The research is based on a complex theoretical approach combining literature on structuralism (neorealism), deterrence and arms control. The data for analysis was obtained from primary and secondary sources and expert interviews. The comparison included three dimensions – spatial (the USSR- USA), temporal (1979-2019) and contextual (nuclear deterrence). The findings of the research proved that the power distribution in the international system plays a crucial role in terms of military/nuclear deterrence and has an impact on the outcome and the future of arms control treaties. The nature of nuclear deterrence has changed over time from being the most effective but at the same time, dangerous means of retaliation, to a support mechanism in a state deterrence and a tool of political coercion. The technological development made conventional weapons as efficient as nuclear weapons in terms of deterrence, especially considering the ethical principles condemning the usage of nuclear arms. The termination of the INF was predestined by many factors - the treaty became outdated, it had many shortcomings, it had no expiration date, thus, was not improved since it was signed and was not adapted to new challenges in the international security, regarding the emergence of new threats and rising of other nuclear powers, which were not parties of the treaty. Both the USA and Russia had their formal and informal reasons for withdrawal from the INF, which influenced their posture to the treaty and the decision-making process. The future of arms control seems to be in jeopardy for an unidentified period. The end of the INF proves the reluctance and disinterest of two main nuclear states to continue the path of cooperation in nuclear arms control. Most of the experts predict the termination of other treaties in this regard and a possible nuclear arms race between nuclear powers.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
political neorealism international relations nuclear deterrence arms control INF treaty debate 1979-1987 vs 2014-2019 USSR/Russia USA
Schlagwörter
(Deutsch)
politischer Neorealismus internationale Beziehungen nukleare Abschreckung Rüstungskontrolle INF Vertragsdebatte 1979-1987 vs 2014-2019 UdSSR/Russland USA
Autor*innen
Anastasia Solodilova
Haupttitel (Englisch)
The INF treaty: comparison of the debates 1979-1987 and 2014-2019
Paralleltitel (Deutsch)
Der INF-Vertrag: Vergleich der Debatte 1979-1987 und 2014-2019
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
105 Seiten : Illustration
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Heinz Gärtner
Klassifikationen
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.87 Waffen, Kampfmittel ,
89 Politologie > 89.90 Außenpolitik, Internationale Politik
AC Nummer
AC15704499
Utheses ID
56444
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1