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Der Einsatz von Gesten als unterstützender Faktor in der logopädischen Therapie von Patient*innen mit aphasischen Störungen infolge linkshemisphärischer Schädigungen
Valerie Lehner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Allgemeine Linguistik: Grammatiktheorie und kognitive Sprachwissenschaft
Betreuer*in
Chris Schaner-Wolles
DOI
10.25365/thesis.63674
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26863.32999.781869-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Patient*innen mit Aphasie infolge hirnorganischer linkshemisphärischer Schädigung können mithilfe von Gesten ihre kommunikative Effizienz verbessern. Hierdurch wird nicht nur die soziale Teilhabe gefördert, sondern in weiterer Folge auch die Lebensqualität der Betroffenen verbessert.
In der vorliegenden Arbeit wurde der Einsatz von Gesten in der Akutphase, der Postakutphase und der chronischen Phase bei verschiedenen Symptomen und Syndromen untersucht. Dies wurde mithilfe einer Literaturrecherche und einer qualitativ-quantitativen Studie mittels fragebogengestütztem Interview bewerkstelligt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Gesten in allen Phasen der Aphasie, bei allen Symptomen und Syndromen – einmal mehr, einmal weniger – eingesetzt werden. Hierbei folgen die Logopädinnen zumeist keinen standardisierten Verfahren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einbindung von Angehörigen, ohne die eine Etablierung von Gestik als kommunikative Strategie im Alltag kaum möglich ist.
Insgesamt kann gesagt werden, dass sich die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit nahtlos in den aktuellen Forschungsstand einfügen. Im Rahmen der Internationalen Klassifikation von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) kann die zusätzliche Arbeit mit Gesten in der logopädischen Therapie als sinnvolle Ergänzung zu klassischen Therapiemethoden angesehen werden.
Abstract
(Englisch)
Patients with aphasia as a consequence of a damage in speech-relevant areas in the left hemisphere of the brain can use gestures to enhance their communicative efficiency. This is not only important to promote social participation but also to increase their quality of life.
The use of gestures in the acute, postacute and chronic phase of aphasia and in different symptoms and syndroms was investigated in the present study. The methods were a literature based study in combination with a mixed qualitative-quantitative study where a questionnaire-driven interview was used.
The results show that gestures are used in all phases of aphasia and are employed in combination with all symptoms and syndroms. Overall, the speech-language-therapists did not follow standardized therapy methods. Further, the integration of relatives in the therapyprocess is a very important point. Without them, an adequate implementation of gestures as communicative strategy in the everyday-life of the aphasic patients is not possible.
Summing up, we can say that the results of the present study fit in the actual scientific research perfectly. Regarding the International Classification of Function, Disability and Health (ICF), gestures can be seen as useful addition to classic therapy concepts in speech-language therapy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
gestures aphasia speech-language-therapy
Schlagwörter
(Deutsch)
Gesten gestengestützt Aphasietherapie Aphasie Logopädie
Autor*innen
Valerie Lehner
Haupttitel (Deutsch)
Der Einsatz von Gesten als unterstützender Faktor in der logopädischen Therapie von Patient*innen mit aphasischen Störungen infolge linkshemisphärischer Schädigungen
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
143 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Chris Schaner-Wolles
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.35 Neurolinguistik
AC Nummer
AC16152816
Utheses ID
56489
Studienkennzahl
UA | 066 | 867 | |
