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Sprachentwicklung und Sprachfähigkeiten bei Kindern mit Kleinhirnläsionen
Sonja Lackner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Ansorge
Mitbetreuer*in
Lisa Bartha-Doering
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.63792
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24396.62876.992570-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Lange Zeit wurde das Kleinhirn nur in seiner motorischen Funktion wahrgenommen. Gegenwärtig erfährt das Kleinhirn immer mehr Aufmerksamkeit, und neuere Studien belegen seine Rolle auch im Bereich höherer kognitiver Funktionen. Untersuchungen verweisen auf Defizite hinsichtlich der Sprachfähigkeiten bei Vorliegen einer kongenitalen oder erworbenen Kleinhirnläsion. Da diese Studien vorwiegend an Erwachsenen und im Rahmen allumfassender Entwicklungstests durchgeführt worden sind, zielte diese Studie darauf ab, die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern mit Kleinhirnläsionen anhand neuropsychologischer Testverfahren spezifischer zu untersuchen. Dadurch sollte die Rolle des Kleinhirns bei linguistischen Fähigkeiten untersucht werden. Die Stichprobe dieser Querschnittsstudie umfasste zehn ProbandInnen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Die PatientInnengruppe bestand aus drei Kindern mit der Diagnose Status post akute Cerebellitis, einem Kind mit Dandy-Walker Malformation und einem mit Vermishypogenesie. Die Kontrollgruppe wurde aus fünf gesunden TeilnehmerInnen gebildet. Die Gruppenauswertung zeigte einen signifikanten Unterschied in der semantisch- kategoriellen Wortflüssigkeit zwischen der PatientInnengruppe und der Kontrollgruppe. In allen weiteren linguistischen Fähigkeiten unterschieden sich die Gruppen nicht signifikant voneinander. In den individuellen Analysen wiesen die Patienten jedoch in nahezu allen Sprachaufgaben unterdurchschnittliche Ergebnisse in der expressiven und rezeptiven Sprache im Vergleich zu normativen Testwerten auf. Besonders häufig wurden Defizite in der Wortschatzleistung, der Wortfindung und der semantisch-kategoriellen Flüssigkeit beobachtet. Auch das verbale Kurz- und Langzeitgedächtnis war häufig beeinträchtigt. Die diskutierten Fallstudien lassen sich somit in die bereits bestehende Literatur einordnen und unterstreichen die Beteiligung des Kleinhirns an linguistischen Fähigkeiten.
Abstract
(Englisch)
For a long time, the cerebellum was perceived only in its motor function. Nowadays, the cerebellum is receiving more and more attention, and recent studies have shown its role in higher cognitive functions, such as language skills. Studies point to deficits in language skills in the presence of a congenital or acquired cerebellar lesion. Since these studies have been conducted primarily in adults and as part of all- inclusive developmental testing, this study aimed to examine more specifically the linguistic abilities of children with cerebellar lesions using neuropsychological testing procedures. The aim was to investigate the role of the cerebellum in linguistic abilities. The sample of this cross-sectional study included ten subjects aged between six and ten years. The patient group consisted of three children with the diagnosis status-post acute cerebellitis, one child with Dandy-Walker malformation and one with vermis hypogenesis. The control group was formed by five healthy participants. The group evaluation showed a significant difference in semantic-categorical word fluency between the patient group and the control group. In all other linguistic abilities the groups did not differ significantly from each other. In the individual analyses, however, the patients showed below-average results in expressive and receptive language compared to normative test values in almost all language tasks. Deficits in vocabulary performance, word finding, and semantic-categorical fluency were observed particularly frequently. Verbal short and long-term memory was also frequently impaired. Thus, the case studies discussed in this thesis support the current assumption that the cerebellum is involved in linguistic abilities.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Cerebellum Language Speech Linguistic functions Linguistic abilities Dandy-Walker malformation Acute Cerebellitis Hypogenesis of cerebellar Vermis
Schlagwörter
(Deutsch)
Kleinhirn Kleinhirnläsionen Kleinhirnmalformationen Sprache Sprachfähigkeiten Dandy-Walker Malformation Akute Cerebellitis Vermishypogenesie
Autor*innen
Sonja Lackner
Haupttitel (Deutsch)
Sprachentwicklung und Sprachfähigkeiten bei Kindern mit Kleinhirnläsionen
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
79 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Ansorge
Klassifikation
77 Psychologie > 77.49 Allgemeine Psychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC16108724
Utheses ID
56593
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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