Detailansicht
Diagnose, Demenz
Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch kranker Menschen
Anna Artych
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Germain Weber
DOI
10.25365/thesis.6301
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30204.86515.327769-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Studie untersuchte die Reaktionen der Bevölkerung gegenüber Personen mit der Diagnose Alzheimer. Bereiche der Diskriminierung (z.B. soziale Distanz, Attribution, Emotionen) wurden mittels zwei Fragebogenversionen einer Vignette (mit / ohne Nennung der Diagnose Alzheimer) untersucht. Des Weiteren wurde der Effekt des Wissens über Alzheimer auf die Diskriminierung untersucht.
Die gesamte Stichprobe von 131 Personen unterteilt in viel, durchschnittliches und wenig Wissen wurde auf den Grad der Diskriminierung gegenüber der Person in der Vignette untersucht.
Die Effekte in Bereichen wie Emotionen, soziale Distanz, persönlich Rechte, Attribution und Gefährlichkeit ausgehend von den Fragebogenversionen und dem Zusammenhang mit dem Grad des Wissens wurden auf Signifikanz überprüft.
Der Grad des Wissens hatte meist keinen Einfluss auf den Grad der Diskriminierung. Hoch signifikante Unterschiede ergaben sich in den Rechten, Attribution und Gefährlichkeit. Der Person ohne Nennung der Diagnose Alzheimer wurden signifikant mehr Rechte, eine positivere Attribution und eine geringere Gefährlichkeit zugesprochen. Weitere Unterschiede konnten in Bezug auf das Geschlecht festgestellt werden. Frauen zeigten eine stärkere prosoziale Haltung gegenüber den Rechten der Person in der Vignette.
Vermehrtes Wissen über die Alzheimer- Erkrankung hat keinen Effekt Reduzierung der Diskriminierung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Stigmatisierung älterer Menschen unabhängig von der Diagnose Alzheimer- Demenz ist. Programme zur Verbesserung der Situation müssten an der generellen Einstellung der Bevölkerung zu älteren Menschen ansetzten.
Abstract
(Englisch)
This study examines the reactions of the public towards people
Diagnosed with Alzheimer´s disease. Determinants of discrimination (e.g. social
distance, attribution, emotional reactions) were measured using two different vignettes
(with /without naming Alzheimer) and the correlates to knowledge about the disease.
A total sample of 131 persons of high, middle and low knowledge about
AD were tested for the degree of discrimination towards the people in the vignette.
The effects of emotional reaction, social distance, acknowledgment of
rights, attribution and dangerousness of the person in the vignette (diagnosis AD vs.
no diagnosis AD) examined for a correlation with the degree of knowledge.
The participants´ knowledge about AD had almost no effect on the
Determination of discrimination. High effect between the two vignettes could be found
in personal rights,attribution and perceived dangerousness. People in the vignette
without a diagnosis were conceded more personal rights, a more positive attribution
and less dangeraousness.Further differences could be found between men and
women. Women showed more pro social behavior in personal rights towards the
people diagnosed with AD.
Increasing the knowledge about AD is not as important as improving the attitude towards older people in general. Results show that discrimination against older people is independent from the diagnosis AD. Campaigns should focus on attitudes towards older people and improve them.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
stigmatization discrimination Alzheimer´s disease
Schlagwörter
(Deutsch)
Stigmatisierung Diskriminierung Alzheimer- Demenz
Autor*innen
Anna Artych
Haupttitel (Deutsch)
Diagnose, Demenz
Hauptuntertitel (Deutsch)
Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch kranker Menschen
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
117 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germain Weber
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC07846185
Utheses ID
5668
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
