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Wenn blinde Theorie auf taube Ohren trifft
zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Entwicklungszusammenarbeit
Theresa Wögerbauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
DOI
10.25365/thesis.6325
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30246.44168.234459-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
10% der Weltbevölkerung sind behindert . Das sind über 650 Millionen Menschen weltweit. Durch die starke bidirektionale Verbindung von Behinderung und Armut leben 80% der Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern - das ist jeder fünfte Mensch, der nach Klassifizierung der Weltbank in absoluter Armut lebt. Für die Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele stellen Menschen mit Behinderungen daher einen beachtlichen Teil der Zielgruppe dar und rücken somit erstmals in das Bewusstsein der internationalen Entwicklungspolitik. Artikel 32 des neuen UN-Übereinkommens zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert als erstes rechtsverbindliches Menschenrechtsinstrument eine inklusive Entwicklungspolitik. In dieser Arbeit wird nun der Frage nachgegangen, wie Menschen mit Behinderungen in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit inkludiert werden können. Hierfür dient das UN-Übereinkommen als rechtlicher und das ebenfalls von den Vereinten Nationen skizzenhaft angedeutete „Disability Mainstreaming“-Konzept als theoretischer Rahmen. Zwar wird in der Konvention die Diversität von Menschen mit Behinderungen explizit erwähnt [CRPD, Präambel (i)], in der Praxis scheint sie jedoch zumeist am Argument der knappen ökonomischen Realität und der fehlenden themenrelevanten Sensibilisierung zu scheitern. Aus diesem Grund setzt sich diese Diplomarbeit zum Ziel darauf aufmerksam zu machen, dass Differenzierungen zwischen Behinderungsursachen unbedingt notwendig sind, wenn die Zugeständnisse der internationalen Gebergemeinschaft zur Schaffung einer inklusiven Entwicklungszusammenarbeit über rhetorische Worthülsen hinausreichen sollen. Die Notwendigkeit der Differenzierung wird durch die Verifizierung der Hypothese, dass es für die adäquate Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Entwicklungszusammenarbeit sogar der Differenzierung innerhalb der als Beeinträchtigungen klassifizierten Behinderungsursachen bedarf, untermauert. Hierfür wird die das Phänomen „Hörschädigung“ exemplarisch herausgegriffen.
Abstract
(Englisch)
10% of the world`s population is disabled. That means more than 650 million people worldwide. Due to the strong bidirectional connection between disability and poverty 80% live in developing countries. According to the classification of the World Bank every fifth person lives in absolute poverty . For this reason people with disabilities form a relevant part of the target group for reaching the Millennium Development Goals and therefore, for the first time, get into the consciousness of international development policy. Article 32 of the new UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities (CRPD), as a first binding Human Rights instrument, adopts an “Inclusive Development Policy”.
This paper explores the question of how people with disabilities can be included in the praxis of development cooperation. Therefore the UN Convention serves as statutory, and the concept of “Disability Mainstreaming” likewise outlined from the United Nations as theoretical framework. Although the diversity of persons with disabilities is explicitly mentioned in the Convention [CRPD, preamble (i)], it seems to fail in praxis due to the argument of scarce economic
reality and the absence of topic relevant awareness raising. This thesis aims to raise awareness of the imperative differentiation between disabilities if acknowledgements of
international donor community for creating inclusive development cooperation should be more than empty phrases. The basic necessity for differentiation is supported by the verification of the hypothesis that for adequate inclusion of people with disabilities in development cooperation, even differentiation within a classified disability group is needed. Therefore “hearing impairment” is taken as an example.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
inclusive development cooperation disability mainstreaming hearing impairment/deafness convention on the rights of persons with disabilities
Schlagwörter
(Deutsch)
Inklusive Entwicklungszusammenarbeit Disability Mainstreaming Hörschädigung/Gehörlosigkeit Übereinkommen zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen
Autor*innen
Theresa Wögerbauer
Haupttitel (Deutsch)
Wenn blinde Theorie auf taube Ohren trifft
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Entwicklungszusammenarbeit
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
141 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Schicho
AC Nummer
AC07795137
Utheses ID
5692
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
