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Väter im leeren Nest
Korrelate subjektiven Wohlbefindens nach dem Auszug eines Kindes
Martina Wenigwieser-Neuteufel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64171
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27767.14237.694153-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Übergang zur postparentalen Phase entspricht einem normativen Ereignis innerhalb des familiären Lebenszyklus und bringt nicht nur für die unabhängig gewordenen jungen Er-wachsenen eine bewegte Zeit mit neuen Rollen und Ansprüchen mit sich. Eltern sehen heut-zutage aufgrund steigender Lebenserwartung grundsätzlich einer längeren noch verbleiben-den Lebenszeit nach dem Auszug ihrer Kinder entgegen. Als Forschungsgegenstand der Entwicklungspsychologie blieb die postparentale Phase dennoch lange Zeit weitgehend un-berücksichtigt, darüber hinaus konzentrierte sich die frühere Forschung überwiegend auf das mütterliche Auszugserleben. Trotz des gesellschaftlichen Wandels in Richtung neuer, invol-vierter Väter wurde der väterlichen Bewältigung des Auszugs eines Kindes wenig Beachtung geschenkt. Studien zum väterlichen Wohlbefinden in der postparentalen Phase untersuchten meist das psychologische Wohlbefinden, emotionale bzw. affektive Komponenten blieben auf der Strecke. Im Rahmen der vorliegenden quantitativen Studie wurden verschiedene Va-riablen auf einen möglichen Zusammenhang mit dem väterlichen subjektiven Wohlbefinden untersucht. Insgesamt nahmen 138 Väter, deren erwachsenes Kind innerhalb der letzten zwei Jahre ausgezogen war, teil. Dazu wurden die Relationship Assessment Scale (Hendrick, 1988), die Satisfaction With Life Scale (Diener et al., 1985), die Scale of Positive and Nega-tive Emotions (Rahm et al., 2017) sowie selbst konstruierte Fragen vorgegeben. Väter, die eine bessere Qualität der Beziehung zur Partnerin sowie jener zum ausgezogenen Kind be-richteten, zeigten insgesamt eine signifikant höhere Lebenszufriedenheit. Das retrospektiv bewertete väterliche Involvement während der Erziehungsjahre scheint den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit zufolge besonderen Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden in der postparentalen Phase auszuüben: Hierzu zeigten sich signifikante, positive Zusammenhänge sowohl auf kognitiver als auch auf affektiver Ebene. Weitere (Langzeit-) Studien wären wünschenswert, um das väterliche Auszugserleben und die damit verbundenen Veränderun-gen in familiären Beziehungsmustern längerfristig erfassen zu können.
Abstract
(Englisch)
The transition to the post-parental phase is a normative development within the family lifecycle. With new roles and requirements not only for the young adults who are recently independent, it is a significant event. Due to increasing life expectancy, parents nowadays face a prolonged period of life after their offspring leave home. As an object of research, the post-parental phase has been largely disregarded. Furthermore, earlier studies focused to a greater extent on the mothers’ experiences with regards to their children leaving the family home. In spite of demographic change toward new, involved fatherhood, little attention has been paid to paternal coping strategies. Research that did focus on paternal wellbeing at the post-parental stage, often investigated psychological wellbeing at the expense of the emo-tional and affective components. In this quantitative study, possible associations between various variables and the subjective wellbeing of fathers have been investigated. In total 138 fathers, whose adult children left home within the last two years, participated. The Relati-onship Assessment Scale (RAS; Hendrick, 1998), the Satisfaction With Life Scale (SWLS; Diener et al., 1985), the Scale of Positive and Negative Emotions (SPANE; Rahm et al., 2017) as well as self constructed items have been used. Fathers who reported a better rela-tionship with their partners as well as with their children who left home showed a signifi-cantly higher life satisfaction overall. Retrospectively assessed paternal involvement during the educational years seems to have particular influence on subjective wellbeing in the post-parental phase: in this context, findings show substantial interconnections on the cognitive as well as the affective level. Further studies, particularly long-term, are recommended to further the understanding of paternal experiences when children leave home, as well as the subsequent transformation of familial relationships and ties.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Postparentale Phase Empty Nest Vaterschaft
Autor*innen
Martina Wenigwieser-Neuteufel
Haupttitel (Deutsch)
Väter im leeren Nest
Hauptuntertitel (Deutsch)
Korrelate subjektiven Wohlbefindens nach dem Auszug eines Kindes
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
54 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikation
77 Psychologie > 77.57 Erwachsenenpsychologie
AC Nummer
AC16107599
Utheses ID
56933
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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