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Übersetzung (ent)faltet
dekonstruktive Lektüre von "Die Aufgaben des Übersetzers" Walter Benjamins mit den Faltenfiguren des Textes
Rhea Anna Dieberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Anna Babka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64177
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29582.30473.379164-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt Die Aufgabe des Übersetzers von Walter Benjamin mit Blick auf die sprachlichen Figuren der Fältelungen, die darin vorkommen und die Beziehung von Original und Übersetzung beschreiben. Die Falte ist figuraler Ausdruck des nicht überbrückbaren Abstands dieser ‚Textversionen‘, aber auch von Signifikat und Signifikant. Dieser Abstand ist und findet statt als verbindender und zugleich trennender Leerraum in solchen binären Oppositionen. Benjamins Texte und im Speziellen der Übersetzeraufsatz ist dafür bekannt, im herkömmlichen Sinn unverständlich zu sein: Er hebt seine eigene Schriftlichkeit durch Brüche in der textuellen Bedeutungserzeugung hervor und widersetzt sich einem linearen Lesen und Verstehen. Damit weist er auf seine sprachliche Konstruiertheit hin, die Leerstellen zuallererst benötigt, um ungleiche Paare wie Original und Übersetzung erzeugen zu können. Dieser Schreibmodus zeigt grundlegende Eigenschaften der Übersetzung auf: Beim Übersetzen wird auseinandergenommen, was scheinbar natürlich aus zwei Teilen – Inhalt und Form – eine homogene Einheit macht und es wieder neu zusammengesetzt. Bei diesem Vorgang öffnet sich ein Blick auf die Leerstellen, die Übersetzen, Schreiben und Sprechen (un)möglich machen. Mit einer dekonstruktiven Vorgehensweise und dem von Jacques Derrida geprägten Begriff der Falte le (re)pli wird ein dekonstruktiver Faltenbegriff entwickelt und Die Aufgabe des Übersetzers mit seiner eigenen Sprachfigur wi(e)dergelesen. Das Ziel ist es, auf (un)kontrollierbare, (nicht) intendierte Falten zwischen Inhalt und Form, in Inhalt und Form zu zeigen. Sie sind ein Modus der Erfahrung und des Schreibens unübersetzbarer Unterschiede, wie sie sowohl in als auch zwischen Texten und Sprachen herrschen. Sie lassen sich nicht abschließend definieren oder zählen, sondern bleiben leere Verbindungen/Brüche in oder zwischen den Sprachen, die bei jedem Definitionsversuch stets schon verschwunden sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Translation fold pli repli Walter Benjamin Jacques Derrida Dissemination Deconstruction The Task of the Translator
Schlagwörter
(Deutsch)
Übersetzung Falte pli repli Walter Benjamin Jacques Derrida Dissemination Dekonstruktion Die Aufgabe des Übersetzers
Autor*innen
Rhea Anna Dieberger
Haupttitel (Deutsch)
Übersetzung (ent)faltet
Hauptuntertitel (Deutsch)
dekonstruktive Lektüre von "Die Aufgaben des Übersetzers" Walter Benjamins mit den Faltenfiguren des Textes
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
77 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Babka
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.34 Sprachphilosophie ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.02 Philosophie und Theorie der Geisteswissenschaften ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.03 Theorie und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaft ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur
AC Nummer
AC15766237
Utheses ID
56938
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1