Detailansicht

Quantifying resin acids in Norway spruce balm by gas chromatography – contributions to method optimization
Georg Fridolin Aichner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Sabine Glasl-Tazreiter
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64200
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27763.94097.817464-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Fichtenfaulpech ist eine harzartige Ausscheidung von Picea abies (L.) H. KARST. Aufgrund seiner antimikrobiellen und wundheilungsfördernden Wirkung hat es einen hohen Stellenwert in der traditionellen Medizin Österreichs, Südtirols und Skandinaviens. Der antimikrobielle Effekt wurde an bestimmten Bakterienkulturen wie Methycillin resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) oder Vancomycin resistenten Enterococcus (VRE) bereits gezeigt, aber besonders der Wirkmechanismus, welcher die Wundheilung beschleunigt, wurde noch nicht aufgeklärt. In Zeiten von wachsenden Antibiotikaresistenzen könnte es sich bei diesem, in der Volksmedizin bewährtem Pflanzenmaterial, um ein hilfreiches Werkzeug handeln, um den Einsatz von topisch angewendeten Antibiotika zu verringern. Dies wiederum könnte dazu beitragen das vermehrte Auftreten von nosokomialen Keimen zu verringern. Um die Wirkung dieses Pflanzenmaterials genauer zu verstehen ist es notwendig, dessen qualitative und quantitative Zusammensetzung. Letzteres war das Hauptaufgabengebiet dieser Diplomarbeit. Es sollte eine gaschromatographische Methode erarbeitet werden, welche es erlaubt Vertreter der Stoffgruppe der Harzsäuren wie Abietinsäure, 48 Dehydroabietinsäure oder Pimarsäure in verschiedensten Fichtenfaulpechproben möglichst genau zu quantifizieren. Bei Harzsäuren handelt es sich um sauerstoffhaltige Diterpene, somit war es notwendig diese schwer flüchtigen Moleküle mit Methyl8-Reagenz zu derivatisieren, um diese für die Methode der Gaschromatographie flüchtig genug zu machen. Die einzelnen Säuren dieser Molekülklasse sind einander sehr ähnlich, was die chromatographische Trennung erschwerte und nach einem speziellen Temperaturprogramm verlangte. Außerdem stellte sich heraus, dass zusätzliche Ausheizvorgänge des Säulenofens zwischen den einzelnen Messungen notwendig waren, um zu verhindern, dass sich Fichtenfaulpechbestandteile im Gaschromatographen anreicherten. Nachdem die Vorgangsweise der Derivatisierung und das Temperaturprogramm feststanden, konnte eine Eichgeraden zur Quantifizierung der Harzsäure Dehydroabietinsäure erarbeitet werden. Als interner Standard wurde Palmitinsäuremethylesther ausgewählt. Die größte Hürde im Laufe dieser Diplomarbeit waren die Akkumulation von Harzsäuren im Gaschromatographen und die dadurch verfälschten Ergebnisse. Der genaue Ort und der Grund dieser Anreicherung konnten noch nicht genau definiert werden, allein ein verlängerter Ausheizschritt des Säulenofens konnte Abhilfe schaffen. Vielleicht kann in Zukunft eine zeitund energie-sparendere Methode gefunden werden, welche eine Verfälschung durch Probenrückstände verhindert. Die Eichgeraden zu den restlichen Harzsäuren und weiterführende Untersuchungen werden als Teil von zukünftigen Diplomarbeiten ausgearbeitet.
Abstract
(Englisch)
Norway spruce balm is a resinous excretion of Picea abies (L.) H. KARST. Due to its antimicrobial and wound healing effect, preparations from Norway spruce balm play an important role in the traditional medicine of Austria, of South Tyrol and Scandinavia. The antimicrobial effect has already been demonstrated for Methicillin resistant Staphylococcus aureus (MRSA) or Vancomycin resistant Enterococcus (VRE). However, the potential mechanism of action of the wound healing effect has not yet been elucidated. Nevertheless, this plant exudate could be helpful in times of increasing antibiotic resistances. As an alternative to conventional topical antibiotics, Norway spruce balm could maybe play a role in the prevention of wound infections, antibiotic resistances and the treatment of chronic injuries. To understand the properties of this plant material more precisely, it is necessary to know its qualitative and quantitative composition. For the latter objective this diploma thesis was initiated. The goal was to develop a gas chromatographic method, which allows the 47 quantification of the group of diterpene resin acids such as abietic acid, dehydroabietic acid or pimaric acid in different Norway spruce balm batches. Resin acids have apolar backbones and contain a carboxylic acid function, which requires derivatization to transfer them into volatile substances. Whereas silylation failed, the derivatization with methyl8-reagent was successful to enable the analysis via gas chromatography. The different diterpene resin acids of the abietic- and pimaric-type are very similar to each other (see Figure 2, p. 4), which made the chromatographic separation difficult and required an optimal methodology. It was necessary to carry out additional column purge programs between all the measurements in order to prevent the spruce balm constituents from accumulating in the gas chromatograph. However, this carry over effect is assessed as limitation of this method and has to be taken carefully into consideration regarding future quantification development. As a final step, a calibration curve for the quantification of dehydroabietic acid was generated. Methyl palmitate served as an internal standard.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Norway spruce balm
Schlagwörter
(Deutsch)
Fichtenfaulpech
Autor*innen
Georg Fridolin Aichner
Haupttitel (Englisch)
Quantifying resin acids in Norway spruce balm by gas chromatography – contributions to method optimization
Paralleltitel (Deutsch)
Quantifizierung von Harzsäuren in Fichtenfaulpech mit Gaschromatographie
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
IV, 52 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sabine Glasl-Tazreiter
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC16172040
Utheses ID
56961
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1