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"Übergeben und nimmer leben?"
Handlungsräume und deren dahinterstehenden Logiken im bäuerlichen Ausgedinge : eine Analyse von Übergabsverträgen der Herrschaften Ottenstein und Aspang 1780-18
Michael Otterer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Margareth Lanzinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64239
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29582.33515.150952-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ausgedinge entwickelte sich im ländlichen Mitteleuropa als eine besondere Form der bäuerlichen Alterssicherung. Der Altbauer und/oder die Altbäuerin übergaben ihren Hof und bekamen als Kompensation eine Grundversorgung zugesprochen. Das Ausgedinge umfasste meist das Wohnrecht und den Unterhalt, in manchen Regionen auch die Nutzung von Feldern, Tieren oder anderen Gerätschaften am übergebenen Hof. Die Masterarbeit geht von der Fragestellung aus, inwieweit das bäuerliche Ausgedinge als Alterssicherung angesehen werden kann. Dazu werden gewohnheitspraktische und sozioökonomische Strukturen mit individuellen Logiken, die das Zustandekommen eines Ausgedinges begünstigten, aber auch dessen Form beeinflussten, in Beziehung gesetzt. Eine weitere zentrale Frage richtet sich auf die (Aus-)Handlungsmöglichkeiten der sich ins Ausgedinge zurückziehenden Altbauern und/oder Altbäuerinnen. Die Untersuchung ist in den Herrschaften Ottenstein und Aspang im Erzherzogtum Österreich und Enns, dem heutigen Niederösterreich, situiert und in einer vergleichenden Perspektive, die sich an historisch-anthropologischen Zugänge orientiert, angelegt. Der Zeitraum reicht von 1780 bis 1849, so dass auch Veränderungen der Ausgedinge-Regelungen deutlich werden. Die Quellengrundlage liefern Übergabsverträge aus beiden Herrschaften, die quantitativ und qualitativ ausgewertet und mit Forschungsliteratur breiter kontextualisiert werden. Zugleich wurden personenbezogene Daten aus den Kirchenbüchern herangezogen, um Fallbeispiele zu rekonstruieren. Die Masterarbeit zeigt, dass Ausgedinge-Arrangements das Ergebnis von unterschiedlichsten Logiken waren, die von individuellen Faktoren – wie dem Familienstand des Übergebers und/oder der Übergeberin – aber auch der ökonomischen Basis der Bauernhöfe abhängig waren. Zudem dokumentieren die analysierten Übergabsverträge, dass Altbauern und Altbäuerinnen im Ausgedinge umfangreiche Handlungsräume beibehielten. Diese boten Möglichkeiten, weiterhin ein selbstbestimmtes Leben zu führen und gleichzeitig in den Genuss einer angemessenen Alterssicherung zu kommen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Altenteil Ausgedinge bäuerliche Alterssicherung Alter Niederösterreich
Autor*innen
Michael Otterer
Haupttitel (Deutsch)
"Übergeben und nimmer leben?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Handlungsräume und deren dahinterstehenden Logiken im bäuerlichen Ausgedinge : eine Analyse von Übergabsverträgen der Herrschaften Ottenstein und Aspang 1780-18
Paralleltitel (Englisch)
"Übergeben und nimmer leben?" : spaces of agency and their underlying logics in the rural "Ausgedinge" : an analysis of handover contracts between the lordships of Ottenstein and Aspang 1780-1849
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
163 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Margareth Lanzinger
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte
AC Nummer
AC15766164
Utheses ID
56995
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
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