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Probleme der organisatorischen Gestaltung der Bundestheater
Untersuchung auf Grundlage des Finanzskandals am Burgtheater in den Jahren 2013/14
Sebastian Brehm
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Richard Potz
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29583.58952.635459-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Unter den österreichischen „Bundestheatern“ versteht man drei der renommiertesten Theater Österreichs: Die Wiener Staatsoper, die Wiener Volksoper und das Burgtheater. Seit 1998 stehen diese nicht mehr unter unmittelbarer staatlicher Verwaltung, sondern sind in Form privatrechtlicher GmbHs organisiert. Dazu wurden spezifische Rechtsvorschriften erlassen, welche die besondere Organisation der Bundestheater mit ihrer speziellen gemeinnützigen Ausrichtung regeln, allem voran das Bundestheaterorganisationsgesetz (BThOG). Unglückliche organisatorische Regelungen sorgten seither häufig für Kritik und waren mitursächlich für die finanziellen Probleme am Burgtheater in den Jahren 2008 bis 2013. Ein grundlegendes Problem wurde seit jeher in der unzureichenden finanziellen Ausstattung der Theater gesehen. So werden sie aufgrund ihres strengen kulturpolitischen Auftrags in ihren Möglichkeiten beschränkt, erwerbswirtschaftlich tätig zu werden oder geeignete Sponsoren zu finden. Zusätzlich wurden vor allem während des Skandals am Burgtheater Unzulänglichkeiten in den Kontrollmöglichkeiten festgestellt, wie die vorhandenen Mittel verwendet werden. Als Beispiele hierfür sind etwa Einschränkungen wesentlicher Kontrollmechanismen (zB durch das Dirimierungsrecht des künstlerischen Geschäftsführers) sowie Asymmetrien in Bezug auf Einflussnahme und Verantwortlichkeit zu nennen. Mit der letzten Novelle des BThOG (BGBl I 2015/100) wurde versucht, die Organisation der Bundestheater vor allem durch Erhöhung der finanziellen Zuwendungen und durch Verbesserung der internen Kontrolle der Gesellschaften zu optimieren. Auch wenn dieser Versuch zahlreiche bisherige Kritikpunkte unberücksichtigt ließ, ist durch ihn jedenfalls eine Verbesserung der Situation zu erwarten. Finanziellen Krisen, wie am Burgtheater, sollte durch die darin angelegten Maßnahmen erfolgreich entgegengewirkt werden können.
Abstract
(Englisch)
The ‘Bundestheater’ are three of Austria's most renowned theaters: the Vienna State Opera, the Vienna Volksoper and the Burgtheater. Since 1998 these have no longer been under direct state administration, but have been organized in the form of private limited companies. For this purpose, specific legal provisions have been issued that regulate the special organization of the federal theaters with their special non-profit orientation, especially the Federal Theaters Organization Act (BThOG). Unfortunate organizational regulations have caused frequent criticism and were one of the causes of the financial problems at the Burgtheater from 2008 to 2013. A fundamental problem has always been seen in the insufficient funding of the theaters. Because of their strict cultural mandate, they are limited in their opportunities to pursue free economic activity or to find suitable sponsors. In addition, especially during the scandal at the Burgtheater, shortcomings were found in the control options as to how the available funds were being used. Examples of this include restrictions on essential control mechanisms (e.g. through the decisive vote of the artistic director) as well as asymmetries with regard to influence and responsibility. With the last amendment to BThOG (BGBl I 2015/100), an attempt was made to optimize the organization of the Bundestheater, above all by increasing financial contributions and by improving the internal control of the companies. Even if this attempt ignored numerous previous points of criticism, an improvement in the situation can be expected. Financial crises, such as those at the Burgtheater, should be able to be successfully countered by the measures set out therein.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bundestheater Kunst Kultur Finanzierung Organisation kulturpolitischer Auftrag Kontrolle Verantwortlichkeit
Autor*innen
Sebastian Brehm
Haupttitel (Deutsch)
Probleme der organisatorischen Gestaltung der Bundestheater
Hauptuntertitel (Deutsch)
Untersuchung auf Grundlage des Finanzskandals am Burgtheater in den Jahren 2013/14
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
iv, 218 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Wolfgang Wieshaider ,
Susanne Kalss
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
86 Recht > 86.99 Recht: Sonstiges
AC Nummer
AC16154340
Utheses ID
57018
Studienkennzahl
UA | 783 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1