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Inequality and social mobility
a laboratory experiment
Hernan Guillermo Villamizar Maldonado
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Volkswirtschaftslehre
Betreuer*in
Jean-Robert Tyran
Mitbetreuer*in
Axel Sonntag
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64294
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29368.19989.175660-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Um die Auswirkungen von Ungleichheit und Umverteilung auf die soziale Intragenerationenmobilität besser zu erfassen, ist es wichtig zu verstehen, wie sich diese auf das individuelle Verhalten in einem Wettbewerbsumfeld auswirken, das der Erhöhung des Einkommens dient. Beispiele hierfür sind Investitionen in Bildung oder einen beruflichen Aufstieg. In der vorliegenden Masterarbeit verwende ich einen rent-seeking Wettbewerb, um diese Situationen zu modellieren. Berücksichtigt werden dabei zwei wichtige Merkmale der sozialen Mobilität: Zum einen kann soziale Mobilität als eine Aneinanderreihung von rent-seeking Wettbewerben verstanden werden, welche wahrscheinlich so miteinander verknüpft sind, dass GewinnerInnen früherer Wettbewerbe begünstigt werden. Zum anderen ist die Ungleichheit innerhalb jedes Wettbewerbs zumindest teilweise auf einen Leistungsunterschied zurückzuführen, und nicht völlig zufällig. Anhand dieses Modells entwarf und führte ich ein Laborexperiment durch, bei dem die TeilnehmerInnen entscheiden, wie viel sie arbeiten und welchen Teil ihres Verdienstes sie in einen rent-seeking Wettbewerb investieren wollen, um ihre Chancen auf ein überdurchschnittliches Einkommen in der nächsten Periode zu erhöhen. Darüber hinaus führe ich ein Besteuerungs- und Umverteilungsschema für eine der untersuchten Gruppen ein, um den Einfluss eines Programms zum Reduzieren von Ungleichheit bezüglich finanzieller Ausstattung zu analysieren. In Übereinstimmung mit früheren Untersuchungen konnte ich feststellen, dass MitspielerInnen zu viel investieren, wenn sie an einem rent-seeking Wettbewerb teilnehmen, wenngleich dies mit jeder Wiederholung abnimmt. Die Subjekte in den besteuerten Gruppen investierten relativ und nominell mehr. Die Hauptursache für diesen Effekt scheint eine Kombination aus dem Einkommenseffekt, der durch das gleichmäßiger verteilte Einkommen entsteht, und einer Investitionsheuristik eines festen Anteils des verfügbaren Einkommens zu sein. In beiden Treatments stieg mit jeder weiteren Runde die Anzahl der Teilnehmenden mit sehr kleiner oder sehr großer Gewinnwahrscheinlichkeit. Dennoch fand ich wenig Evidenz dafür, dass dieses Ereignis auf die Begünstigung früherer GewinnerInnen zurückzuführen ist. Vielmehr war es auf eine Polarisierung der getätigten Investitionen zurückzuführen, indem mehr Teilnehmende sehr kleine Investitionen tätigten, während andere sogar noch größere machten. Die erzielten Ergebnisse deuten darauf hin, dass wiederholte rent-seeking Wettbewerbe nicht notwendigerweise zu einer langfristigen Beibehaltung des Siegerstatus führen, solange die TeilnehmerInnen stets in der Lage sind, ihr optimales Gebot zu investieren. Darüber hinaus deuten sie darauf hin, dass Maßnahmen, die darauf abzielen das verfügbare Einkommen für Investitionen in Humankapital, zum Beispiel Studiendarlehen, direkt zu erhöhen, die Ineffizienz steigern und die Kosten der Bildung über ihren tatsächlichen wirtschaftlichen Wert hinaus in die Höhe treiben könnten.
Abstract
(Englisch)
To better comprehend the impact that inequality and redistribution have on intragenerational social mobility it is important to understand how they affect individual behaviour in competitive settings conducive to the increase of income. For instance, investments in education or a job promotion. In the present thesis I use a rent-seeking contest to model those situations while accounting for two important characteristics of social mobility. Firstly, social mobility can be seen as a series of rent-seeking contests that are likely to be chained in a way that benefits the winner of previous contests. Secondly, inequality in the probabilities of winning within each contest is partly due to a difference in performance and is not entirely random. Using that model, I designed and conducted a laboratory experiment in which participants decide how much to work and how much of their earnings they want to invest in a rent-seeking contest in order to increase their chances of obtaining an income above average in the next period. Furthermore, to analyze the impact of a scheme designed to reduce inequality in endowments, I introduced a taxation and redistribution scheme for one of the studied groups. I found that, consistent with previous research, people over-invest when participating in a rent-seeking contest, although decreasingly so with each repetition. Subjects in the taxed groups invested relatively and nominally more. The main driver for this effect appears to be a combination of the income effect created through the more evenly distributed income and an investment heuristic based on a fixed share of available income. In both treatments (the control group and the taxation and redistribution scenario), the number of participants with either very high or very low probabilities of winning increased with each round. Nevertheless, I found little evidence that this event is due to the advantage of previous winners. Instead, it was more likely due to a polarisation of the investments made with more participants making very small investments while others made even larger ones. The obtained results suggest that repeated rent-seeking contests do not necessarily lead to a perpetuation of the winning status, as long as participants are always able to invest their optimal bid. Furthermore, the results from this study suggest that policies aimed at directly increasing available income for investment in human capital, such as student loans, might increase inefficiency and drive up the cost of education above its actual economic value.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Social Mobility Laboratory Experiment Behavioral Economics Tullock Contest
Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Mobilität Laborexperiment Verhaltensökonomie Tullock Wettbewerb
Autor*innen
Hernan Guillermo Villamizar Maldonado
Haupttitel (Englisch)
Inequality and social mobility
Hauptuntertitel (Englisch)
a laboratory experiment
Paralleltitel (Deutsch)
Ungleichheit und soziale Mobilität : ein Laborexperiment
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
78 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jean-Robert Tyran
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.00 Volkswirtschaft: Allgemeines ,
83 Volkswirtschaft > 83.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
83 Volkswirtschaft > 83.05 Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftspsychologie ,
83 Volkswirtschaft > 83.14 Einkommen, Beschäftigung, Arbeitsmarkt ,
83 Volkswirtschaft > 83.32 Wettbewerb ,
83 Volkswirtschaft > 83.99 Volkswirtschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC16075775
Utheses ID
57044
Studienkennzahl
UA | 066 | 913 | |
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