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Studien zur Logik des Verstandes in Hegels Phänomenologie des Geistes
Valentin Cyrill Schwab
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Michael Wladika
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13197.95242.359189-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht den logischen Status des Verstandesdenkens in Hegels 'Phänomenologie des Geistes'. Dafür wird die Relation von 'Phänomenologie' und 'Wissenschaft der Logik' analysiert. Das Verstandesdenken wird in seiner ganzen Breite aufgenommen: Vorkantische Metaphysik, Empirismus, mechanistisches Denken, Transzendentalphilosophie (wobei letztere einen Sonderfall darstellt). Diese vorderhand heterogenen Positionen eint ihre logisch-kategoriale Verfasstheit: Es wird gezeigt, dass der Schlüssel zur Entwicklung des Verstandes in der 'Phänomenologie' die äußere Reflexion ist. Das geschieht wie folgt: (a) Die Momente der Reflexion iterieren sich in der ganzen Wesenslogik und sind auf jeder Stufe präsent. (b) In der 'Phänomenologie' können darum verschiedene Wesenskategorien in anderer Reihenfolge auftreten als in der 'Logik' (bspw. wird das Gesetz vor dem Widerspruch thematisiert), denn entscheidend ist der Status der Reflexion, der sich in der jeweiligen Wesenskategorie darstellt, nicht primär die Kategorie selbst (so stellt bspw. das Festhalten des Gesetzes gegen die Phänomene das Verbleiben des Bewusstseins in äußerer Reflexion dar). (c) Durch das Gegenständlichwerden der Kraft, die in ihrer Unendlichkeit für den Verstand einen Widerspruch darstellt, wird die äußere Reflexion als Prinzip des Bewusstseins aufgehoben und die Reflexion vollendet, d.h. die Äußerlichkeit von Sein und Wesen selbst aufgehoben, wodurch der Begriff an sich bzw. für uns erreicht ist, und das bedeutet phänomenologisch das Erreichen das Selbstbewusstseins.
Abstract
(Englisch)
This thesis offers studies in the logical status of the understanding in Hegel's "Phenomenology of Spirit." For that purpose, the relation between the "Phenomenology" and the "Science of Logic" is analysed. Understanding is taken up in its full array: pre-Kantian metaphysics, empirism, mechanistic thought, transcendental philosophy (the latter being a special case). These prima facie heterogenous positions share common ground: External reflection is interpreted as the key to the development of the understanding in the "Phenomenology." I try to show that (a) the moments of reflection iterate themselves on all other stages of the logic of essence, therefore (b) it is possible to have logical categories appear in a different order in the "Phenomenology" (e.g. the law appears before contradiction), because what is crucial is the status of reflection that is expressed in the specific category, not the category in the first place (e.g. the law as opposed to the phaenomena expresses the remaining of consciousness in external reflection). It follows that (c) the thematisation of the infinity of force (which is contradictory to the understanding) compels consciousness to overcome external reflection in toto, that is, on every stage of the logic of essence. Reflection is completed by overcoming the externality of being and essence, therefore reaching the concept, i.e., phenomenologically speaking, self-consciousness.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
logic phenomenology German Idealism transcendental philosophy reflection understanding dialectic consciousness Hegel Kant
Schlagwörter
(Deutsch)
Logik Phänomenologie Deutscher Idealismus Transzendentalphilosophie Reflexion Verstand Dialektik Bewusstsein Hegel Kant
Autor*innen
Valentin Cyrill Schwab
Haupttitel (Deutsch)
Studien zur Logik des Verstandes in Hegels Phänomenologie des Geistes
Paralleltitel (Englisch)
Studies in the logic of the understanding in Hegel's phenomenology of spirit
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
137 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Wladika
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.24 Neue westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik, Ontologie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
08 Philosophie > 08.33 Logik ,
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.02 Philosophie und Theorie der Naturwissenschaften ,
33 Physik > 33.11 Mechanik
AC Nummer
AC16136158
Utheses ID
57139
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1