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"Cette île est une arène"
ambiguïté, division et hiérachie sociale dans 'La grande Béké' de Marie-Reine de Jaham
Tanja Schachinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Romanistik
Betreuer*in
Jörg Türschmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64419
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16110.89069.883496-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Roman mit dem aufsehenerregenden Titel La grande Béké (1989) von Marie-Reine de Jaham wird deutlich, dass sich hinter dem ersten Eindruck der Insel Martinique als karibisches Inselparadies eine zutiefst gespaltene, stark von der Geschichte der Sklaverei geprägte und belastete Gesellschaft versteckt. Bis heute scheint dort eine Hierarchie nach Hautfarben zu existieren an deren Spitze sich die sogenannten « Békés » befinden, Nachfahren der ersten Siedler und Kolonialherren, die immer noch fast gänzlich endogam leben. Interessant ist, dass der Roman sowohl als rassistisch, als auch als Vorläufer der Créolité Literatur interpretiert wurde. Unsere Arbeit geht der Ambiguität dieses Werks auf den Grund. Dazu analysieren wir wie die Zweiteilung der Gesellschaft in « békés » und « nèg’ » konstruiert und dargestellt wird. Wir arbeiten vor Allem mit historischen, soziologischen und kulturwissenschaftlichen Quellen und Theorien, die wir am Roman vergleichend anwenden. Zunächst untersuchen wir die historische und soziale Entwicklung dieser Dichotomie und gehen auf Fragen der Identität und Identitätsbildung ein. Oft wird Identität durch Abgrenzung vom Anderen, sogenanntes « othering » konstruiert. Diese Tatsache, sowie Strategien der Konstruktion von Alterität weisen wir auch in unserem Roman nach. Interessant ist, dass die Figuren in La grande Béké alle gewisse gesellschaftlichen Schichten, in Form von « Békés », « Mulâtres » und « Noirs » symbolisieren und dadurch große soziale Konflikte und Widersprüche im kleinen Rahmen deutlich werden lassen. Schließlich analysieren und vergleichen wir ambivalente Konstellationen und Konflikte der Figuren mit Hilfe literaturwissenschaftlicher Methoden durch die Reduktion ihrer Charakteristika auf Klasseme.
Abstract
(Englisch)
Marie-Reine de Jaham’s first novel with its polemic title, La grande Béké (1989), clearly shows that behind Martinique’s facade of a Caribbean island paradise, we find a deeply divided society, profoundly shaped and still haunted by its century-long history of slavery. To this day, there seems to exist a hierarchy of skin colors, dominated by the so-called “Béké”. The latter are descendants of the first European settlers and colonial rulers on the island, still living mainly endogamous amongst themselves. Interestingly enough, the novel has been interpreted as racist, as well as a forerunner of the Créolité literary movement. Therefore, this analysis aims to investigate the manifest ambiguity of the work. It sets out to understand how this separation of society into two groups, “békés” and “nèg’”, is constructed and represented in the novel. We will work primarily with cultural studies, historical and sociological sources and theories, which we will apply comparatively on the novel in question. First of all, we want to examine the historical and social development of the dichotomy. Thereby, we need to address topics like identity and its construction, which will lead us further to its counterpart, alterity. Subsequently, we will try to investigate whether strategies of „othering“ can be found in our novel. La grande Béké’s characters seem to symbolize “Békés”, “Mulâtres” and “Noirs”, the island’s stereotypical social classes, and thus illustrate bigger social conflicts and contradictions on a smaller scale. Eventually, we will analyze and compare the character’s ambivalent constellations and conflicts by means of literary studies methods and by reducing their features to classemes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Martinique Caribbean literature identity alterity hierarchy stereotypes racism postcolonial Créolité
Schlagwörter
(Deutsch)
Martinique Karibik Literatur Identität Alterität Hierarchie Stereotype Rassismus postkolonial Créolité
Autor*innen
Tanja Schachinger
Haupttitel (Französisch)
"Cette île est une arène"
Hauptuntertitel (Französisch)
ambiguïté, division et hiérachie sociale dans 'La grande Béké' de Marie-Reine de Jaham
Paralleltitel (Deutsch)
"Cette île est une arène" -:Ambiguität, Trennung und soziale Hierarchie in Marie-Reine de Jahams Roman La grande Béké
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
94 Seiten
Sprache
Französisch
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.91 Literatursoziologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.23 Französische Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.24 Französische Literatur außerhalb Europas
AC Nummer
AC16067877
Utheses ID
57159
Studienkennzahl
UA | 066 | 149 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1