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Metaphern und Mitgefühl
eine dekonstruktive Analyse über Otheringprozesse in "Der Kuss des Kjer" und "Lucian" aus der Jugendliteratur
Nadja Steiner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Anna Babka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64565
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29037.31895.191582-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit versucht mithilfe eines hermeneutischen Zirkels eine interdisziplinäre und intersektionale Verbindung zu schaffen, der anhand von zwei Werken aus der Jugendliteratur aus dem Bereich der Phantastik (‚Der Kuss des Kjer‘ und ‚Lucian‘) verschiedene theoretische und praktische Konzepte anwendet. Die zentralen Fragestellungen dieser Arbeit sind: Erstens, inwiefern ähneln sich die Grundmuster der beiden behandelten Bücher und ihre simultanen Differenzierung? Zweitens, wie werden die Othering Prozesse anhand intersektionaler Kategorien dargestellt und welchen Mehrwert können die Resultate der Leseforschung im Hinblick auf die Otheringprozesse in den beiden Werken bieten? Der Aufbau folgt einer Triangulation. Dazu gehört zum ersten eine kurze Analyse der Grundmuster hinsichtlich ihrer Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit, die danach mittels der intersektionalen Mehrebenenanalyse nach Winker und Degele hinsichtlich ihrer intersektionalen Kategorien aufgespalten wird. Den zweiten großen Schritt formt die Verbindung der Metaphern aus den Büchern mit den Ergebnissen aus der Lesewirkungsforschung. Diese ist insofern wichtig, als um erklären zu können, welche empathischen Prozesse wirksam werden. Danach folgt die Verbindung mit der Kompetenz Mitgefühl. In einem letzten Schritt werden theoretische postkoloniale Theorien wie das Othering und das Konzept der Cyborg und Alteritäten mit den Konstruktionen des Fremden aus den Büchern verwoben. Daraus ergeben sich drei Hypothesen: Die erste besagt, dass ähnliche Grundmuster nicht zu gleichen Inhalten und auch nicht zu struktureller Gleichheit führen. Sie führen allerdings dazu, dass sie aus literarischer Hinsicht trotz dessen vergleichbar bleiben. Die zweite meint, dass Otheringprozesse und die Konstruktion der neuen Räume, die in den phantastischen Büchern auftauchen, (Sub-) Alteritäten die Möglichkeit geben, zu sprechen. Die letzte postuliert: da phantastische Elemente als Metaphern für das Fremde gelesen werden können, kann dies bei den Lesenden zu einer Steigerung des Mitgefühls führen. Der dekonstruktive Charakter ist dabei   immens, da durch die neuen Räume Otheringprozesse des fremden in der realen Welt des Lesenden aufgelöst werden können, da die Erfahrung im Buch darauf zurückwirken kann. Diese muss dabei nicht immer an einen positiven Ausgang gekoppelt sein.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Dekonstruktivismus Leseforschung Empathie Mitgefühl Lesewirkungsforschung Metapher
Autor*innen
Nadja Steiner
Haupttitel (Deutsch)
Metaphern und Mitgefühl
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine dekonstruktive Analyse über Otheringprozesse in "Der Kuss des Kjer" und "Lucian" aus der Jugendliteratur
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
95 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Babka
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC16137678
Utheses ID
57289
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1