Detailansicht

Meditative und spirituelle Erfahrungen im islamischen Religionsunterricht
Suzan Hergünsen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Islamische Religionspädagogik
Betreuer*in
Ednan Aslan
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24398.53736.287654-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die starke Formalisierung des Islam durch die übertrieben detaillierte dogmatische Theorie, theologische und juristische Spekulationen stellt insbesondere für die muslimischen Jugendlichen ein Problem dar. Durch die Wandlung des Religiositätsverständnisses ändern sich nicht nur die Alltagsvorstellungen, sondern auch die Motivationsgründe des Weiterlebens. Die Religion auf die äußere formelle Dimension zu reduzieren führt zur Vernachlässigung ihrer spirituellen Seite, sodass der moderne Mensch sein Heil und Glück nur mehr in einem materiellen Wohlstand sieht. In den Zeiten des Materialismus und der Rationalität wächst der Bedarf nach Spiritualität stetig. Auch der Koran macht darauf aufmerksam, dass die innere Ruhe und die Glückseligkeit ohne Spiritualität nicht erreicht werden kann. Die spirituelle Entwicklung ist für die ganzheitliche Entfaltung junger Menschen sehr entscheidend. Für die gesunde ganzheitliche Entwicklung der SuS muss das nötige körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden auch in der Schule gefördert werden. Die vorliegende Arbeit behandelt die Forschungsfrage, welche Erziehungs- und Meditationsmethoden der Sūfīs bildungsrelevant sind. Das Ziel dieser Forschung ist es zu bestimmen, wie es dem islamischen Religionsunterricht an den AHS gelingen kann, die Spiritualität der muslimischen Jugendlichen zu fördern, um zwischen Körper und Geist, zwischen Äußerem und Innerem eine harmonische Balance herzustellen. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine systematische Literaturrecherche, welche die geschichtlichen, religiösen sowie die philosophischen Untersuchungen umfasst, angewendet. Hierzu wurde anhand des hermeneutischen Verfahrens versucht, aus vorhandenen Texten und Daten neue Schlussfolgerungen und Konsequenzen zu ziehen, inwiefern die meditativen Elemente der sūfischen Tradition als pädagogischer Ansatz im islamischen Religionsunterricht eine Möglichkeit darstellen, sich umzuformen bzw. einzusetzen. Die Untersuchungen der Erziehungs- bzw. Meditationsmethoden der Sūfīs haben gezeigt, dass die bildungsrelevanten Gedanken der Sūfīs im Lichte der heutigen Religionspädagogik neu interpretiert und bei der spirituellen Entwicklung der SuS umgesetzt werden können. Hier konnte aufgezeigt werden, wie die SuS durch die göttliche Kraft in ihnen, zum ganzheitlichen Dasein, zu dem Erkenntnis des eigenen Selbst sowie Gottes und zur Erfahrung der ewigen Werte eingeführt werden können. In diesem Sinne bietet diese Arbeit durch die Hinführung zur Meditation für die Zukunft eine Möglichkeit, jungen Menschen zu helfen, sie bei der Suche nach der spirituellen Dimension der Religion zu unterstützen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Religion Religiosität Spiritualität Sufismus SchülerInnen Islamischer Religionsunterricht Meditation Sūfische Erziehungs- und Meditationsmethoden
Autor*innen
Suzan Hergünsen
Haupttitel (Deutsch)
Meditative und spirituelle Erfahrungen im islamischen Religionsunterricht
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
V, 218 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ednan Aslan
Klassifikation
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.77 Religionspädagogik
AC Nummer
AC16115427
Utheses ID
57310
Studienkennzahl
UA | 066 | 874 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1