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Die hürdenreiche katholische Erneuerung in der Gegenreformation (1555-1620) im Land ob der Enns
Johann Hofinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Religionswissenschaft
Betreuer*in
Thomas Prügl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.64665
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13197.69157.226261-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Land ob der Enns war im 16. Jhd. Stark von der Lehre Luthers geprägt. Nach dem Religionsfrieden von Augsburg 1555 und den Beschlüssen des Konzils von Trient (1545- 1563) sollen die Rekatholisierungsschritte dargestellt werden. Der Reformprozess begann im Prälatenstand. Mit dem Erlass einer Generalordnung für Stifte und Klöster vom 22. Dezember 1567 und der Errichtung des Klosterrates am 5. Jänner 1568 wurde mit der Umsetzung der katholischen Erneuerung begonnen. Ungeeignete Äbte und Prälaten wurden abgesetzt und durch geistlich gefestigte Personen ersetzt. Die Prälaten trieben nicht nur die Katholisierung in ihren Klöstern und Pfarreien voran, sondern handelten jetzt nicht mehr im Interesse ihres Landes, sondern im Interesse des Landesherrn. Damit war eine Spaltung innerhalb der obderennsischen Stände erfolgt. Die weltlichen Stände wurden durch die Religionskonzession von 1568 von Kaiser Maximilian II. gespalten, da diese nur dem Adelsstand und Ritterstand, nicht jedoch den Städten gewährt wurde. Im sogenannten Horner Bundbrief vom 3. Oktober 1608 schwächten sich die Stände nochmals selbst, da sie nur die Religionsfreiheit für die evangelische Religion AB forderten und die Calvinisten ausschlossen. Die geistliche Erneuerung wurde aufgrund des Dekrets von Kaiser Rudolf II. vom 27. August 1597 durch eine politische Expedition unterstützt. Erst das gemeinsame Vorgehen des Landesherrn, der Bischöfe von Passau und Wien mit dem Landeshauptmann Löbl führte nach anfänglichen Misserfolgen zu einer allmählichen Rekatholisierung der Bevölkerung. Am Beispiel von den drei Stiften Kremsmünster, Lambach und Mondsee, wird ein Bild mit unterschiedlichen Schwerpunkten der katholischen Erneuerung gegeben. Dabei soll auch die Entwicklung der Identifikation der Bevölkerung mit der reformierten katholischen Glaubenslehre durch Auftreten und Bekennen des Glaubens in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Neue Kirchenarchitektur, Tauf- und Ehebücher, neue Namensgebungen für die Kinder als Ausdruck der Heiligenverehrung, die Wiederbelebung der Wallfahrten und Prozessionen sowie die Gründung und Organisation von Bruderschaften legten Zeugnis vom neuen, verinnerlichten und in der Öffentlichkeit gezeigten Glauben ab.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Katholische Erneuerung im Land ob der Enns (1555-1620) Entwicklung der Stände Die geistige und geistliche Wende des Prälatenstandes Die Spaltungstendenzen zwischen den Ständen Die Trennung zwischen dem Prälatenstand und den weltlichen Ständen Die Spaltungen innerhalb der weltlichen Stände Die gemeinsame politische und katholische Erneuerung durch den Landesherrn
Autor*innen
Johann Hofinger
Haupttitel (Deutsch)
Die hürdenreiche katholische Erneuerung in der Gegenreformation (1555-1620) im Land ob der Enns
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
146 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Prügl
Klassifikationen
11 Theologie > 11.00 Theologie, Religionswissenschaft: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.34 Europäische Geschichte 1492-1789 ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC16144776
Utheses ID
57377
Studienkennzahl
UA | 066 | 800 | |
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