Detailansicht
Cycling interventions in the treatment and research of Parkinson’s disease
Titta Marianne Tiihonen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Joint Degree Programme MEi :CogSci Cognitive Science
Betreuer*in
Sarang Dalal
DOI
10.25365/thesis.64815
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10313.52838.682553-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Parkinson-Krankheit (PK) ist eine progressive, neurodegenerative Störung, die zur Verschlechterung der motorischen Funktionen führt und dabei den Gang und die Körperhaltung beeinflusst. Tremor, Steifheit und allgemeine Verlangsamung der Bewegungsabläufe ist ebenso üblich wie kognitive und emotionale Defizite. Um ihre Symptome zu lindern, wird PK-Patienten empfohlen, körperliche Übungen zu praktizieren. Radfahren hat sich hierbei als eine besonders gut geeignete Form von körperlicher Übung für die Patienten erwiesen, da viele Patienten trotz erheblicher motorischer Beschwerden die Fähigkeit Radzufahren behalten. Es sind jedoch mehr Informationen nötigt, um genaue Übungsparameter bestimmen sowie nützliche Ergebnisse erzielen zu können
Zusätzlich hat sich Radfahren, im Vergleich zum Gehen, als ein faszinierender Ausgangspunkt in den Neurowissenschaften erwiesen, um mehr über das beeinflusste motorische Netzwerk durch die Anwendung von elektro-physiologischen Methoden durch Vergleich von kortikaler und subkortikaler motorischer Kontrolle während des Radfahrens und Gehens zu erfahren
Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Vorteile des Radfahrens für PK-Patienten aus der Perspektive der klinischen Mitarbeiter/innen, Forscher/innen und Patient/innen zu diskutieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden ein Meta-Analyse und ein Review durchgeführt. Es wurde gefragt, in welchem Ausmaß und wie beständig die PK-Patienten von Fahrradübungen profitieren, und welche Symptome durch diese Intervention sich im Besonderen verbesserten. Studien, die die erhaltene Fähigkeit des Radfahrens erforschen, werden im Rahme des komplexen und vielfältigen Symptombilds sowie der defekten Motorkontrolle diskutiert. Zusätzlich wird kurz die erhaltene Fähigkeit des Radfahrens trotz erheblicher motorischer Schwierigkeiten aus der Perspektive des Embodiments und der Soziologie erläutert. Es wird darauf hingewiesen, dass das Gestaltung der Umgebung, welches unterschiedliche motorische und kognitive Fähigkeiten berücksichtig, das Symptombild von PK-Patienten entweder unterstützen oder verschlimmern kann.
Der meta-analytische review beinhaltet 22 Studien mit 395 PK-Patienten. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass es sich die motorischen Fähigkeiten signifikant verbesserten im Vergleich zu den kognitiven Fähigkeiten. Vor allem wurde gezeigt, dass das Gleichgewicht, die Gehgeschwindigkeit und die Gehkapazität sowie die allgemeine Lebensqualität sich durch Radfahren und Radfahrübungen verbesserten. Die Übungsprogramme variierten in ihrer Dauer, Intensität und in der Zielkadenz. Zusätzliche Studien sowie systematich erhobene Daten sind notwendig, um genauer Aussagen über die Rolle der Intensität und Kadenz machen zu können. Der Einfluss vom Radfahren auf die am meisten beeinträchtigenden Symptome wie Erstarren, Stürzen und die Angst vor Stürzen muss hierzu gemessen werden.
Es wird geschlossen, dass Radfahren vor allem die funktionelle Leistung unterstützt und kritische Funktionen beim Gang verbessert. Zusätzlich wird durch Radfahren die allgemeine Lebensqualität der PK-Patienten verbessert.
Abstract
(Englisch)
Parkinson’s disease (PD) is a progressive neurodegenerative disorder leading to compro-mised motor performance with impairments in gait and posture, tremor, stiffness, and slowness of movement. In addition, cognitive and affective deficits are common. To alle-viate their symptoms, PD patients are encouraged to engage in physical exercise. Cycling has been reported to be a particularly suitable form of physical activity for PD patients, yet further information on the exact exercise parameters, and beneficial outcomes is needed. Furthermore, based on the observation that many PD patients are able to ride a bicycle with notable ease when contrasted with walking, cycling has proven to be an in-triguing object of inquiry for neuroscientists to investigate the impacted motor network in PD by applying electrophysiological methods to compare cortical and sub-cortical mo-tor control in PD while walking and cycling.
The goal of this thesis is to outline the benefits of cycling for PD patients from the per-spective of clinicians, researchers, and the patients themselves. To this end, a meta-analysis and a review was conducted to find out how much and how consistently PD pa-tients benefit from cycling and which PD related symptoms cycling improved. Studies in-vestigating the preserved cycling ability are presented and discussed in reference to the complexity of the PD symptoms and defect motor control. Furthermore, the preserved ability to ride a bicycle while being possibly severely impaired physically, is briefly dis-cussed from the perspective of embodiment and the sociology of cycling. It is pointed out that environmental design which considers individuals with varying motor and cognitive capacities can either worsen the consequences of the PD -related symptoms, or alleviate them by promoting the feeling of inclusion and belongingness to the society.
The meta-analytical review on 22 studies with 395 PD patients demonstrated that motor outcomes benefitted from cycling significantly more than cognitive measures. In particu-lar, it was shown that balance, walking pace and capacity, and the overall life-quality of the patients improved as a result of cycling. The exercise interventions varied in their durations, intensities, and target cadences. Further research and systematic reporting is needed on the exercise parameters of intensity and cadence in particular. Also, the most disabling symptoms of freezing and falling, or the fear of falling should be measured in response to cycling exercise.
It is concluded that cycling is particularly beneficial for the functional performance of PD patients, improving crucial features of gait. Moreover, the findings suggest that cycling improves the overall quality of life of PD patients.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Parkinson´s disease cycling meta-analysis review embodiment
Schlagwörter
(Deutsch)
Fahrradinterventionen Parkinson-Krankheit Meta-analyse Review
Autor*innen
Titta Marianne Tiihonen
Haupttitel (Englisch)
Cycling interventions in the treatment and research of Parkinson’s disease
Paralleltitel (Deutsch)
Fahrradinterventionen bei der Behandlung und Erforschung der Parkinson-Krankheit
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
81 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sarang Dalal
AC Nummer
AC16129001
Utheses ID
57508
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
