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Normalisierung des rechtspopulistischen Migrationsdiskurses?
eine vergleichende qualitative Analyse der Wahlkämpfe der neuen Volkspartei und der FPÖ zur österreichischen Nationalratswahl 2019
Milena Pieper
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Sieglinde Rosenberger
DOI
10.25365/thesis.64889
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10311.04073.137366-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Diskurs um Migration in Österreich ist seit den 1980er Jahren extrem politisiert. Maßgeblich dazu beigetragen hat die rechtspopulistische FPÖ. Doch auch Parteien des politischen Mainstreams nehmen eine entscheidende Rolle ein und der Diskurs verschiebt sich zunehmend nach rechts. Die ÖVP-FPÖ-Koalition in Folge der Nationalratswahl 2017 markiert einen Rechtsruck. Nach dem plötzlichen Ende der Regierung durch den „Ibiza-Skandal“ ist anzunehmen, dass die Konkurrenz zwischen ÖVP und FPÖ stark ausgeprägt ist. Gegenstand dieser Masterarbeit ist der Wahlkampfdiskurs zum Thema Migration zur folgenden Nationalratswahl 2019. Der These der Normalisierung folgend werden Inhalte, Argumentationsstrategien und sprachliche Mittel von ÖVP und FPÖ vergleichend erhoben, um zu diskutieren, ob und wie rechtspopulistische Elemente Einzug in den politischen Mainstream nehmen. Der Diskurshistorische Ansatz dient als Grundlage der Analyse. Rechtspopulismustheorien und eine Beschreibung der Entwicklung des Migrationsdiskurses ermöglichen, die Ergebnisse zu interpretieren und in den Kontext einzubetten. Es zeigt sich, dass sich die Thematisierung von Migration beider Parteien ähnelt. Eine Normalisierung des rechtspopulistischen Diskurses ist zu erkennen. ÖVP und FPÖ verknüpfen Migration mit den Themen Identität, Sicherheit, Grenzen, Sozialstaat und Bildung. Zentral ist die Konstruktion dichotomer Gruppen („Österreicher“ vs. „Migranten“) und Feindbilder. Insgesamt ist die Thematisierung von Migration durch die ÖVP ambivalenter. Strategien wie Dramatisierung und Schuldzuweisungen sind bei der FPÖ deutlicher zu erkennen.
Abstract
(Englisch)
The discourse on migration in Austria has been extremely politicized since the 1980s. The right-wing populist FPÖ significantly contributed to this. But mainstream political parties also play a decisive role. Discourse is increasingly shifting to the right, reinforced through the ÖVP-FPÖ-coalition government, which was appointed after the national election in 2017. After the sudden end of the government due to the “Ibiza scandal”, it can be assumed that ÖVP and FPÖ are strongly competing. The subject of this master's thesis is the discourse on migration around the following national election in 2019. Following the thesis of normalization, content, argumentation strategies and linguistic means, applied by ÖVP and FPÖ are compared in order to discuss whether and how right-wing populist elements are entering the political mainstream. The historical discourse approach serves as the basis for the analysis. Right-wing populism theories and a description of the development of the migration discourse enable to interpret the results and to embed them in the context. It turns out that the two parties' discussion of migration is similar. The analysis shows a normalization of the right-wing populist discourse. ÖVP and FPÖ link migration with the issues of identity, security, borders, welfare state and education. Central is the construction of dichotomous groups (“Austrians” vs. “migrants”) and enemy images. Overall, the ÖVP's discussion of migration is more ambivalent. Strategies such as dramatization and blaming can be seen more clearly in the FPÖ’s election manifesto.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
migration right-wing populism discourse normalization ÖVP FPÖ Austria national election 2019
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Rechtspopulismus Diskurs Normalisierung ÖVP FPÖ Österreich Nationalratswahl 2019
Autor*innen
Milena Pieper
Haupttitel (Deutsch)
Normalisierung des rechtspopulistischen Migrationsdiskurses?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende qualitative Analyse der Wahlkämpfe der neuen Volkspartei und der FPÖ zur österreichischen Nationalratswahl 2019
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
173 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sieglinde Rosenberger
Klassifikationen
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation ,
89 Politologie > 89.61 Politische Parteien
AC Nummer
AC16108472
Utheses ID
57576
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
