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Vitamin- und Omega-3-Fettsäurenaufnahme bei Schwangeren mit und ohne Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
unter Berücksichtigung soziodemografischer Faktoren
Ursula Anna Firnhammer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Petra Rust
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.65173
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21638.30227.973959-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Bedarf an energieliefernden Makronährstoffen und an bestimmten Mikronährstoffen steigt während der Schwangerschaft. Somit ist eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung sowie ausreichend Bewegung in der Schwangerschaft für die Vorbeugung von Schwangerschaftskomplikationen und Erkrankungen von Mutter und Fetus notwendig. Zudem wird die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft immer beliebter und der Markt an Nahrungsergänzungsmitteln, speziell für Schwangere, stetig größer. Im Zuge der österreichischen Ernährungsstudie von 2016 bis 2018 wurden Schwangere bezüglich ihres Ernährungs- und Supplementierungsverhaltens befragt, um einen Überblick über die Nährstoffaufnahme von österreichischen Schwangeren zu erhalten. Ziel der vorliegenden Arbeit war es den Einfluss von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Nährstoffaufnahme in der Schwangerschaft zu evaluieren und mögliche Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Faktoren und der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu untersuchen. Um die Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittelaufnahme der schwangeren Frauen zu erheben, wurden zwei 24h-Recalls mittels der Ernährungserhebungssoftware GloboDiet erhoben. Zusätzlich wurden mithilfe eines Online-Fragebogens die soziodemografischen und -ökonomischen Informationen der Teilnehmerinnen erfragt. 180 Datenprotokolle konnten für die Analyse herangezogen werden. Die Einteilung der Schwangeren erfolgte in zwei Gruppen – Schwangere mit Einnahme von Vitamin- und Omega-3-Fettsäuresupplementierung (n = 148) und Schwangere ohne Einnahme von Vitamin- und Omega-3-Fettsäurensupplementierung (n = 32). Die Makro- und Mikronährstoffaufnahmen wurden mit den entsprechenden D-A-CH-Referenzwerten verglichen. Zudem erfolgte zur Analyse der Bedarfsdeckung mit einzelnen Vitaminen oder DHA eine Einteilung in folgende Gruppen: „NEM mit Vitamin bzw. DHA“, „NEM ohne Vitamin bzw. DHA“ und „Keine NEM“. Es nahmen 82,2 % der Schwangeren Vitaminsupplemente ein und dies größtenteils aufgrund der Empfehlung eines/r Arztes/Ärztin. Am häufigsten konsumierten Schwangere Kombinationspräparate aus Vitaminen und Mineralstoffen und dies an vier bis sieben Tagen in der Woche. Kein Zusammenhang konnte zwischen soziodemografischen Faktoren und dem Supplementierungsverhalten von Schwangeren gezeigt werden. Bei der Energie- und Makronährstoffzufuhr bestanden keine Unterschiede zwischen den Vitamin-NEM-Gruppen. Insgesamt nahmen schwangere Frauen zu wenig Energie, Ballaststoffe und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie zu viel gesättigte Fettsäuren auf. Schwangere mit Supplementation von DHA und Schwangere, die Fisch konsumierten, erreichten die empfohlene Zufuhr von 200 mg DHA pro Tag. Insgesamt verbesserte die Einnahme von Vitaminsupplementen die Aufnahme an fett- und wasserlöslichen Vitaminen, mit Ausnahme von Vitamin K. Bis auf Vitamin D und Folat wurden von schwangeren Frauen ausreichend Vitamine über die Nahrung zugeführt. Die Referenzwerte für Vitamin D und Folat-Äquivalenten wurden im Mittel durch Supplementierung erreicht. Bei Niacin waren Schwangere über die Nahrung ausreichend versorgt. Eine Supplementierung von über 16 mg Nicotinamid für schwangere Frauen ist nicht empfehlenswert, dennoch wurden ca. 19 mg NÄ über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt. Auch bei Vitamin E wurde alleine durch die Einnahme von Supplementen das Vierfache der empfohlenen Zufuhr erreicht. Bei Vitamin A überschritten 21,2 % der schwangeren Frauen mit Einnahme von Vitamin A-Supplementen die tolerierbare Gesamtzufuhr von 3 mg pro Tag. Eine Supplementierung der anderen Vitamine ist nicht notwendig, aber es bestehen auch keine nachteiligen Effekte. Es bedarf weiterer Studien und biochemischer Analysen, besonders bei den kritischen Vitaminen, wie Vitamin D und Folsäure, um die Ergebnisse der Nährstoffaufnahme zu bestätigen. Ebenso ist eine Analyse der am Markt befindlichen Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere notwendig, um eine optimale Zusammensetzung der Nährstoffe zu erreichen und Überdosierungen zu vermeiden.
Abstract
(Englisch)
The need for energy-providing macronutrients and certain micronutrients increases during pregnancy. A balanced and nutrient-rich diet as well as adequate physical activity during pregnancy are therefore necessary to prevent pregnancy complications and diseases of the mother and fetus. Moreover, the use of dietary supplements during pregnancy is becoming more and more popular and the market for such dietary supplements, especially for pregnant women, is increasing steadily. In the course of the Austrian Nutrition Survey from 2016 till 2018, pregnant women were asked about their nutritional and supplementation behavior in order to get an overview of the nutrient intake of pregnant women in Austrian. The aim of the present work was to evaluate the influence of dietary supplements on nutrient uptake during pregnancy and to investigate possible associations between sociodemographic factors and the consumption of food supplements. In order to record the food and dietary supplement intake of pregnant woman, two 24-hour recalls were made using the software GloboDiet. In addition, the sociodemographic and socioeconomic information of the participants was examined using an online questionnaire. 180 data protocols could be evaluated for this study. Pregnant women were divided into two groups - pregnant women who took vitamin and omega-3 fatty acid supplements (n = 148) and pregnant women who did not take vitamin and omega-3 fatty acid supplements (n = 32). The macro- and micronutrient intake were compared with the corresponding D-A-CH reference values for nutrient intake. Additionally, for analysis of intake of fat- and water-soluble vitamins and DHA three groups were examined: "Supplement with vitamin or DHA", "Supplement without vitamin or DHA" and "No Supplement". 82.2% of the participants took vitamin supplements, mainly on the recommendation of a doctor. Pregnant women most frequently consumed combined preparations with vitamins and minerals, four to seven days a week. No correlation could be shown between sociodemographic factors and the supplementation behavior of pregnant women. There is no association between the vitamin supplementation groups in terms of energy and macronutrient intake. Overall, pregnant women consumed too little energy, fiber and polyunsaturated fatty acids, as well as too much saturated fatty acids. Pregnant women with DHA supplementation and pregnant women who consumed fish, achieved the recommended intake of 200 mg DHA per day. Overall, taking vitamin supplements improves the intake of fat- and water-soluble vitamins, with the exception of vitamin K. Expect for vitamin D and folate pregnant women consume sufficient amounts of vitamins through their diet. The reference values of vitamin D and folate equivalents were achieved on average by supplementation. In the case of niacin, pregnant women are adequately supplied by food. Supplementation of more than 16 mg nicotinamide is not recommended for pregnant women, however approximately 19 mg niacin equivalents were provided by dietary supplements. Likewise, the recommended intake of vitamin E was exceeded by a factor of four alone by supplements. In the case of vitamin A, 21.2% of pregnant women taking vitamin A supplements exceeded the tolerable upper level of 3 mg per day. Supplementation of other vitamins is not necessary, but has also no adverse effects. Further studies and biochemical analysis, especially for critical vitamins such as vitamin D and folic acid, are needed to confirm the results. An analysis of the dietary supplements for pregnant women is also necessary, in order to achieve an adequate of nutrient intake and avoid overdosage.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Food supplements pregnant women nutrient intake vitamin intake omega-3 fatty acid intake sociodemographic factors
Schlagwörter
(Deutsch)
Nahrungsergänzungsmittel Schwangere Nährstoffzufuhr Vitaminaufnahme Omega-3-Fettsäurenaufnahme soziodemografische Faktoren
Autor*innen
Ursula Anna Firnhammer
Haupttitel (Deutsch)
Vitamin- und Omega-3-Fettsäurenaufnahme bei Schwangeren mit und ohne Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
Hauptuntertitel (Deutsch)
unter Berücksichtigung soziodemografischer Faktoren
Paralleltitel (Englisch)
Vitamin and omega-3 fatty acid intake in pregnant women with and without intake of food supplements - in consideration of socio-demographic factors
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
XI, 125 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Rust
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16201567
Utheses ID
57739
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1