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Aufarbeitung und Erinnerung der nationalsozialistischen Vergangenheit im städtischen Kontext am Beispiel Ingolstadt/Donau
Nina Judith Wedgbury
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.65177
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21637.28990.880869-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Forschungsfrage, wie die nationalsozialistische Vergangenheit Ingolstadts im städtischen Kontext aufgearbeitet wurde und wie an sie erinnert wird zu beantworten. Der städtische Kontext bezieht sich dabei auf alle im Stadtbild sichtbaren Objekte sowie auf begleitende Diskurse. Dadurch soll die bestehende Forschungslücke geschlossen werden, da sich bisherige Untersuchungen auf juristische Aufarbeitung beschränken. Zu diesem Zwecke wurde ein mit dem Jahr 1967 beginnender Untersuchungszeitraum in vier Phasen eingeteilt und die darin errichteten Objekte einer auf den theoretischen Überlegungen Aleida Assmanns zu zentralen Erinnerungsnarrativen und -strategien basierenden kritischen Analyse und Interpretation unterzogen. Ferner wurde die jeweilige zeithistorische Berichterstattung mittels einer Diskursanalyse untersucht. Die Ergebnisse bestätigen zum einen die Vorstellung von Erinnerung als nicht statisches Konstrukt und zeigen die kontinuierliche Veränderung der städtischen Erinnerung. Der erste Untersuchungszeitraum weist dabei ein limitiertes, zahlreiche Opfergruppen ignorierendes Gedenken auf, welches mit Beginn der 1990er Jahre durch neue Objekte aufgebrochen wird. In den folgenden Jahren konnten zahlreiche innerstädtische Diskussionen identifiziert werden, welche in die Errichtung eines zentralen Mahnmals mündeten. In dessen finaler Umsetzung zeigen sich die mannigfaltigen Ansichten aller beteiligten Akteur*innen, weswegen dieses Gedenken und die darin verknüpfte Aufarbeitung nicht kongruent ist. Dennoch lassen sich hier und in den darauffolgenden Jahren deutliche Veränderungen und Sensibilisierungen im städtischen Umgang mit dem Nationalsozialismus erkennen. Die vergangenen zwanzig Jahre waren sodann geprägt von umfassenden Diskussionen um das Mahnmal, ebenso wie der Errichtung neuer Objekte. Auf dieser Grundlage lassen sich weitere Untersuchungen anschließen, etwa hinsichtlich des generationellen Aspektes von Vergangenheitsaufarbeitung im städtischen Kontext.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aufarbeitung Vergangenheitsaufarbeitung Erinnerung Erinnerungskultur Nationalsozialismus Ingolstadt Ingolstadt/Donau Denkmal Mahnmal Denkmale Mahnmale Kritische Diskursanalyse Donaukurier
Autor*innen
Nina Judith Wedgbury
Haupttitel (Deutsch)
Aufarbeitung und Erinnerung der nationalsozialistischen Vergangenheit im städtischen Kontext am Beispiel Ingolstadt/Donau
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
152 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.40 Deutsche Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.56 Bayern
AC Nummer
AC16122561
Utheses ID
57743
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
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