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Ehrlos oder heldenhaft?
wie DEFA-Produktionen die Figur der Trümmerfrau inszenierten : Anhand filmischer Beispiele von 1946-1978
Melanie Gerges
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Stefan Zahlmann
DOI
10.25365/thesis.65209
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21637.76784.538279-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der Trümmerfrau in DEFA-Filmen und widmet sich der Frage, wie diese Figur zur Inszenierung des DDR-Gründungsmythos instrumentalisiert wurde. Dabei steht nicht nur die Darstellung im Film im Fokus der Untersuchung, sondern auch die Frage, inwiefern die spezifische Darstellung mit politischen Agenden und von der SED propagierten Idealen in Verbindung gebracht werden kann. Dafür werden zunächst die Situation der Trümmerfrauen in Ostdeutschland und der späteren DDR nach Ende des Zweiten Weltkrieges nachgezeichnet sowie die arbeits- und frauenpolitischen Entwicklungen der DDR erklärt. Auch die Bedeutung des Filmstudios DEFA sowie dessen Kontrolle durch die SED wird beschrieben.
Anschließend werden die drei Spielfilme Die Mörder sind unter uns (1946), Unser täglich Brot (1949) und Steinzeitballade (1960) sowie die Dokumentation Martha (1978) mithilfe der kontextualisierten Medieninhaltsanalyse nach Sascha Trültzsch untersucht. Dabei werden auch die jeweiligen politischen Hintergründe des Entstehungszeitpunktes in Betracht gezogen. Nach der Analyse und dem Vergleich der einzelnen Forschungsergebnisse wird deutlich, dass der Typus Trümmerfrau in den DEFA-Filmen unterschiedlich inszeniert wurde und in einer engen Verbindung mit den Narrativen des Gründungsmythos gestellt wird. Dabei wird die Trümmerfrau – vor allem in den späteren Produktionen – als Vorreiterin des Sozialismus und aufopferndes Vorbild für andere Frauen präsentiert.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis deals with the depiction of the Trümmerfrau (rubble woman) in DEFA films and is dedicated to the question of how this figure was instrumentalized to stage the GDR founding myth. The investigation focuses not only on the depiction in the film, but also on the question to what extent the specific depiction can be linked to political agendas and ideals propagated by the SED. To achieve this, the situation of Trümmerfrauen in East Germany and the later GDR after the end of World War II will be traced and the developments in labor- and women's policy in the GDR will be explained. Furthermore, the significance of the DEFA film studio and its control by the SED is described.
Subsequently, the three feature films Die Mörder sind unter uns (1946), Unser täglich Brot (1949) and Steinzeitballade (1960) as well as the documentary Martha (1978) are examined with the help of Sascha Trültzsch’ contextualized media content analysis. The respective political backgrounds of the time of production are also taken into consideration. After the analysis and comparison of the research results, it becomes clear that the character Trümmerfrau was staged differently in the DEFA films and is placed in close connection with the narratives of the founding myth. The Trümmerfrau is presented - especially in the later productions - as a pioneer of socialism and a self-sacrificing role model for other women.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
myth of the rubble women DEFA films GDR founding myth contextualised media content analysis
Schlagwörter
(Deutsch)
Mythos Trümmerfrau DEFA-Film DDR-Gründungsmythos kontextualisierte Medieninhaltsanalyse
Autor*innen
Melanie Gerges
Haupttitel (Deutsch)
Ehrlos oder heldenhaft?
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie DEFA-Produktionen die Figur der Trümmerfrau inszenierten : Anhand filmischer Beispiele von 1946-1978
Paralleltitel (Englisch)
Infamous or heroic? - how DEFA productions staged the figure of the woman in ruins : using cinematic examples from 1946-1978
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Zahlmann
Klassifikation
15 Geschichte > 15.43 Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
AC Nummer
AC16124757
Utheses ID
57769
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
