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Der Flynn-Effekt
Domänenspezifität und Einflüsse von Itemobsoleszenz in einer präregistrierten querschnittlichen Untersuchung von HAWIE-R und WIE
Lea Haase
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Jakob Pietschnig
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.65244
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21638.89028.445659-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit den 1930er Jahren werden IQ-Testnormverschiebungen bei der Intelligenzer-fassung festgestellt. Dieses Phänomen ist als Flynn-Effekt bekannt und umfasst global unterschiedlich starke nicht lineare IQ-Anstiege (zuletzt auch Stagnationen und Abnahmen) über Generationen und Zeit hinweg. Auch für verschiedene Intel-ligenzdomänen wurden unterschiedlich starke IQ-Entwicklungen erfasst. Der fluide IQ-Zuwachs fiel meist stärker aus als der kristalline. Die Ursache für den Flynn-Effekt ist noch nicht abschließend geklärt. Das Zusammenwirken hauptsächlich umweltbasierter Einflussfaktoren wird der Studienlage nach als am plausibelsten bewertet. Gründe für die domänenspezifischen Unterschiede sind ebenso noch wenig belegt. Daher hatte die vorliegende Studie zum Ziel, eine kürzlich aufgestell-te Erklärungshypothese zum maskierenden Einfluss von Itemobsoleszenz auf den kristallinen Flynn-Effekt konzeptuell zu replizieren, sowie die IQ-Entwicklung im deutschsprachigen Raum querschnittlich auf einen domänenspezifischen Flynn-Effekt zu untersuchen. Dazu wurden der Stichprobe (N = 85) drei Untertests aus den Wechsler Intelligenztestversionen HAWIE-R (1988) und WIE (2002) vorgege-ben (Normierungsabstand 14 Jahre). Die Ergebnisse auf Ebene relativer Häufig-keiten lieferten indirekte Hinweise auf einen positiven domänenspezifischen Flynn-Effekt. Im Untertest Allgemeines Wissen (AW) mit 2.7, bei Rechnerisches Denken (RD) mit 2.8 und Gemeinsamkeiten Finden (GF) mit 11.6 IQ-Punkten pro Dekade. Damit lieferte die Studie Evidenz für ähnlich starke IQ-Anstiege in der fluiden (RD) und kristallinen (AW) Aufgabe und widerspricht damit den viel belegten Unter-schieden, ähnelt aber den Ergebnissen einer anderen deutschsprachigen Unter-suchung. Im Vergleich zur Literatur fiel der fluide Flynn-Effekt moderat aus, der starke Flynn-Effekt der Mischform GF erwies sich auf Untertestebene als konsis-tent. Die erläuterte Erklärungshypothese konnte nicht konzeptuell repliziert wer-den.
Abstract
(Englisch)
IQ-test norm changes in intelligence measures have been observed since the 1930s. This phenomenon is known as the Flynn-effect and includes globally vary-ing degrees of non-linear IQ-increases (recently also stagnations and decreases) over generations and time. Different magnitudes of IQ-increases were also record-ed for different intelligence-domains. The fluid IQ-increase was mostly stronger than the crystallized. The cause of the Flynn-effect is still not conclusively under-stood. The interaction of mainly environmental factors is considered to be the most plausible. Possible reasons for the domain-specific differences are also not yet proven. Therefore, the present study aimed to replicate conceptually a recently established hypothesis on the masking influence of Itemobsolescence on the crys-tallized Flynn-effect. As well as to examine the IQ-development in German-speaking countries cross-sectionally for a domain-specific Flynn-effect. For this purpose, the sample (N = 85) was given three subtests from the Wechsler Adult Intelligence Scales HAWIE-R (1988) and WIE (2002) (standardization interval: 14 years). The results on the level of relative frequencies provided indirect evidence for a positive domain-specific Flynn-effect. In the subtest Information (AW) with 2.7, in Arithmetic (RD) with 2.8 and Similarities (GF) with 11.6 IQ-points per dec-ade. Thus, the study provided evidence for similarly strong IQ-increases in the fluid (RD) and crystallized (AW) domain, contradicting the much documented differ-ences, but resembling the results of another German-language study. Relative to the literature, the fluid Flynn-effect was moderate, and the strong Flynn-effect of the mixed form GF proved consistent at the subtest level. The mentioned hypothe-sis could not be replicated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Flynn effect domain specific Flynn effect generation specific test norm changes item obsolescence
Schlagwörter
(Deutsch)
Flynn-Effekt domänenspezifischer Flynn-Effekt generationsspezifische Testnormverschiebungen Itemobsoleszenz
Autor*innen
Lea Haase
Haupttitel (Deutsch)
Der Flynn-Effekt
Hauptuntertitel (Deutsch)
Domänenspezifität und Einflüsse von Itemobsoleszenz in einer präregistrierten querschnittlichen Untersuchung von HAWIE-R und WIE
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
69 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jakob Pietschnig
Klassifikation
77 Psychologie > 77.52 Differentielle Psychologie
AC Nummer
AC16164925
Utheses ID
57799
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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