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Die Darstellung von Männer- und Frauenfiguren in Arno Schmidts "Schwarze Spiegel", "Die Gelehrtenrepublik" und "Kaff auch Mare Crisium"
Andreas Schmid
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Roland Innerhofer
DOI
10.25365/thesis.65509
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20500.25079.442259-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit sind Arno Schmidts Werke Schwarze Spiegel, Die Gelehrtenrepublik und Kaff auch Mare Crisium hinsichtlich der Darstellung von Männer- und Frauenfiguren untersucht worden, wobei mit der narratologischen Textanalyse und der Heuristik gearbeitet worden ist. Es hat sich gezeigt, dass der Autor vielschichtige Figuren entworfen hat, die zugleich statisch sind. Bezüglich der Eigenschaften der Figuren hat der Schriftsteller keine Geschlechterstereotypen reproduziert. Die hohe Aktivität und die Auskunftsfreudigkeit der Figuren – dadurch ergeben sich viele interessante, informationsreiche Dialoge – sowie der Umstand, dass es sich bei den vier Protagonisten um autodiegetische Ich-Erzähler handelt, tragen zu einer hohen Glaubwürdigkeit der Geschichten und zu einer lebhaften Erzählweise bei. Schmidts eigenwilliger, ironischer Umgang mit der Gattung Utopie spiegelt sich auch in seiner Figurenkonzeption wider, mittels derer er mit der Tradition der literarischen Utopie bricht. Der Autor hat sich beim Entwerfen der ausschließlich patriarchal geprägten Gesellschaften offensichtlich an den zur Entstehungszeit der Texte vorherrschenden Gegebenheiten orientiert, weshalb in seinen Geschichten Männer und Frauen bestimmte Berufe ausüben, ersteren durchschnittlich ein höherer sozialer Status zukommt und Männer die Vorherrschaft in der Politik, dem Militär und der Wissenschaft innehaben. Obwohl er viele andere Zustände, wie die atomare Bedrohung und den Militarismus, anprangert, kritisiert er die Unterdrückung der Frauen nicht. Trotz der Tatsache, dass die Protagonisten männlich sind – dies liegt daran, dass es sich bei ihnen um autobiographische Figuren handelt – und in den Werken fast vier Mal so viele Männer wie Frauen erwähnt werden, ist es dem Schriftsteller ein Anliegen gewesen, auch wichtige weibliche Figuren in seine Geschichten einzubauen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Arno Schmidt Utopie Schwarze Spiegel Die Gelehrtenrepublik Kaff auch Mare Crisium Figurenanalyse Frauenfigur Männerfigur patriarchale Gesellschaft
Autor*innen
Andreas Schmid
Haupttitel (Deutsch)
Die Darstellung von Männer- und Frauenfiguren in Arno Schmidts "Schwarze Spiegel", "Die Gelehrtenrepublik" und "Kaff auch Mare Crisium"
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
107 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC16141990
Utheses ID
58024
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
