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Mediale Körperinszenierungen paralympischer Sportler*innen
der Fall Oscar Pistorius - von "disabled" zu "superabled"
Caroline Weber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
DOI
10.25365/thesis.65511
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20502.78721.936960-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den Körpern von paralympischen Leistungssportler*innen und deren mediale Inszenierung durch Medien, Politik und Gesellschaft. Die Bedeutung, die dem menschlichen Körper heute in unserer Leistungsgesellschaft zuteilwird, nimmt stetig zu. Der perfekte, schöne und vor allem leistungsfähige Körper bestimmt unser Leben und forciert den gesellschaftlichen Druck zur Selbstoptimierung und Inszenierung. Die zunehmende Technologisierung unseres Alltags scheint dem menschlichen Körper buchstäblich auf und in den Leib zu rücken. Mensch und Maschine rücken immer näher zueinander und verändern unser Körperverständnis. Gerade der moderne Leistungssport nimmt hier eine besondere Position durch seine massenmediale Inszenierung von Athlet*innen-Körpern ein. Technik und Körper gehen gleich auf mehreren Ebenen Synergien ein, die zu einer Verschiebung der Grenze zwischen Mensch und Maschine führten. Durch seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 löste Oscar Pistorius bereits im Vorfeld eine weitreichende Debatte um die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers aus. Als erster paralympischer Sportler, also als Sportler mit körperlicher Behinderung, trat er bei den Olympischen Spielen mit einem technischen Hilfsmittel – seinen Karbonprothesen gegen Sportler ohne körperliche Behinderung an. Was dadurch in Gang gesetzt wurde, war ein neues Verständnis von körperlicher Leistungsfähigkeit, das nun zur öffentlichen Diskussion in Medien und Gesellschaft stand. Die Frage, ob Pistorius durch seine Prothesen leistungsfähiger ist als Sportler*innen ohne, führte zu einer breiten medialen Aufmerksamkeit und stellt die Grenze von „disabled“ zu „superabled“ in einem neuen Licht dar. Nach einem ersten theoretischen Teil, in dem die wichtigsten sportsoziologischen und kulturphilosophischen Körperansätze, wie etwa Gugutzers These des „body turn“ oder aber auch Haraways „Manifest für Cyborgs“ diskutiert werden, folgt ein geschichtlicher Überblick des Körpers im Sport. Der zweite praktische Teil setzt sich mit der Analyse von Medieninhalten des Sportlers Oscar Pistorius auseinander, um Aufschluss über das aktuelle Körperverständnis im Behindertensport und darüber hinaus zu erlangen. Der Zeitraum der Untersuchung erstreckt sich über die im Vorfeld der Olympischen Spiele 2012 stattgefundene Medienberichterstattung bis hin zu Pistorius Teilnahme und die im Nachfeld der Spiele ereigneten Berichte und Veröffentlichungen zu seiner Person.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Medienanalyse Körperinszenierung Paralympische Spiele Oscar Pistorius Prothese Cyborg
Autor*innen
Caroline Weber
Haupttitel (Deutsch)
Mediale Körperinszenierungen paralympischer Sportler*innen
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Fall Oscar Pistorius - von "disabled" zu "superabled"
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
146 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.00 Philosophie: Allgemeines ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.02 Philosophie und Theorie der Geisteswissenschaften ,
24 Theater > 24.02 Theater: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.70 Behinderte ,
76 Sport > 76.25 Wettkämpfe
AC Nummer
AC16138672
Utheses ID
58026
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
