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Musicality and second language acquisition
singing and phonetic language aptitude
Markus Christiner
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Sprachwissenschaft)
Betreuer*innen
Wolfgang Dressler ,
Susanne Reiterer
DOI
10.25365/thesis.65596
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15215.15105.753170-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Dissertation wird der Zusammenhang zwischen phonetischer Begabung in Fremdsprachen und Singen, Musikperzeption, Kurzzeitgedächtnis, Leistungsnervosität, Gesangsverhalten in der Kindheit, Bildungsstand und weiteren Selbsteinschätzungsfragen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sprachproduktion von neuem Sprachmaterial, das für die Teilnehmer nicht zu verstehen ist, sowie deren Perzeption offensichtlich trennbar ist, da diese kaum zusammenhängen. Die Begabung zur Tondiskriminierung scheint dabei eine besondere Fähigkeit zu sein, die Abweichungen in der Fähigkeit, bestimmte Sprachen nachahmen zu können, erklären kann.
Die phonetische Begabung, die durch das Nachahmen von neuen, für die Teilnehmer, nicht verständlichen Sprachen gemessen worden ist, hat gezeigt, dass zehn Prädiktoren, die die Unterschiede in der Imitationsfähigkeit von acht Sprachen teilweise erklären können, gefunden worden sind. Die wichtigsten sind das phonologische Kurzzeitgedächtnis, Singen (Melodie und Rhythmus) und Tonperzeptionsfähigkeit. Andere Prädiktoren, die die Einprägsamkeit sowie den Schwierigkeitsgrad der Nachahmbarkeit einer Sprache festgestellt haben, und überdies den Bekanntheitsgrad der Sprachen und Leistungsangst, sind ebenfalls ermittelt worden.
Das Testverfahren ist so gewählt worden, dass acht Sprachen als gesamtes Testdesign verwendet worden sind, mit dem Ziel, zu verstehen, welche Fähigkeiten für das Imitieren von vielen Sprachen benötigt werden, wie es der Fall ist bei polyglotten Personen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Prädiktoren in den einzelnen Sprachen abweichen. Dabei können 60 Prozent der Abweichungen der Sprachimitation mit vier Prädiktoren erklärt werden: der Anzahl der Fremdsprachen, das phonologische Kurzzeitgedächtnis, wie leicht die Teilnehmer ein neues Lied erlernen und wie einprägsam ihnen die Sprachen vorgekommen sind.
Imitationsaufgaben scheinen relativ sprachunabhängig zu sein und eignen sich daher weniger für eine Untersuchung typologischer Sprachunterschiede. Die einzigen Ausnahmen könnten bei Tonsprachen gefunden werden, welche immer Gesangsprädiktoren aufweisen. Generell ist aber davon auszugehen, dass wiederkehrende Prädiktoren Sprachimitation generell fördern.
Resultierend aus der Untersuchung kann davon ausgegangen werden, dass Singen und musikalisches Training generell unterstützende Funktionen aufweisen, die die Aussprachefähigkeit in Fremdsprachen positiv fördert. Diese scheinen vor allem im Zusammenhang mit phonetischer Begabung zu stehen. Die Ergebnisse können auch auf Begabungstests übertragen werden, denn Sprachimitationsaufgaben scheinen sehr einfach durchführbare Messwerkezeuge zu sein. Im selben Zuge sollten musikalische Aspekte wie Singen und Musikperzeptionstests auch den Einzug in Sprachbegabungstests halten, da diese aussagekräftige Informationen zu individuellen Sprachfähigkeiten liefern.
Abstract
(Englisch)
The main aim of this thesis is to investigate the relationship between foreign language aptitude and musical abilities, in particular with regard to singing ability. In addition, the influence of singing behaviour during childhood, performance anxiety, phonological short-term memory capacity and educational background on unfamiliar speech perception and speech imitation ability was examined. To this end, new testing methods for language perception and production were developed.
The analysis is divided into three main parts. First, speech imitation ability was measured by means of eight different languages which were unintelligible to the participants. Results have revealed that 10 different predictors are involved in explaining the variances of the speech imitation performances. The most important of these are phonological short-term memory, singing ability (rhythm and melody) and tonal perception ability.
Second, all eight languages were used together as an entire speech imitation aptitude test to simulate a polyglot condition. A regression model revealed that the number of foreign languages spoken, the phonological short-term memory, how well songs can be learnt and how memorable the languages occurred to the participants account for 60 percent of the variances of the entire speech imitation measurements. Surprisingly, individual differences in abilities which could predict specific languages have not been detected, except for tone languages. Thus, it can be suggested that imitation tasks as used in this investigation are less dependent on typology, and represent a more general phonetic imitation aptitude.
Third, comparisons between the unfamiliar speech perception and production tasks have shown that both can be dissociated, which also resembles findings of singing versus pitch perception. Results have furthermore demonstrated that the internal relationship of the different unintelligible speech perception and speech imitation tasks is remarkably different. While the imitation tasks are highly interrelated, the individual speech perception tasks are not. This also suggests that individual differences may be more easily observed in speech perception ability.
The analyses also suggest that language aptitude batteries would benefit from the inclusion of language imitation tasks that measure phonetic imitation ability. Furthermore, music perception ability and singing are also important aspect of measuring language aptitude as both can predict oral foreign language capacity. This thesis also provides evidence that singing and musical abilities facilitate oral foreign language acquisition processes in multiple domains. In addition, this thesis contributes to linking together areas of knowledge in the field of linguistics and musicology.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Singing Language aptitude Musicality Short-term memory
Schlagwörter
(Deutsch)
Singen Sprachbegabung Musikalität Arbeitsgedächtnis
Autor*innen
Markus Christiner
Haupttitel (Englisch)
Musicality and second language acquisition
Hauptuntertitel (Englisch)
singing and phonetic language aptitude
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
291 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Peter Schneider ,
Annemarie Seither-Preisler
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC16268307
Utheses ID
58099
Studienkennzahl
UA | 792 | 327 | |
