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Anforderungen an ein GIS-Tool zur Berechnung einer netzwerkbasierten Verkehrsemissionssteuer
Michael Gerdenitsch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kartographie und Geoinformation
Betreuer*in
Andreas Riedl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.65777
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21282.81354.674864-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Problematik, dass der gesellschaftliche Umstieg vom motorisierten Individualverkehr zum öffentlichen Verkehr politische Maßnahmen erfordert, ohne dabei jedoch autoabhängige Bevölkerungsgruppen zu benachteiligen. Zu diesem Zweck wurde eine monatliche Verkehrsemissionssteuer entwickelt, welche die fußläufigen Distanzen zu Haltestellen der Umweltverbünde sowie zu Einrichtungen der Daseinsvorsorge berücksichtigt. Dadurch sind die BewohnerInnen gut erschlossener Städte, die mit einer dichten Struktur an Angeboten des täglichen Bedarfs ausgestattet sind, für die Privatnutzung ihres Autos tendenziell zu einer höheren Abgabe angehalten. Auf der anderen Seite sind die KFZ-BesitzerInnen in peripheren Regionen, in denen es sowohl an öffentlichen Verkehrsanbindungen als auch an Einrichtungen der Daseinsvorsorge mangelt, dank geringer Abgaben oder Steuerbefreiung entlastet. Zudem werden die integrierten nahräumlichen Erreichbarkeitsverhältnisse eines zu untersuchenden Haushalts durch soziale Faktoren, die ebenso einen signifikanten Einfluss auf die örtliche Autoabhängigkeit ausüben, ergänzt. Die Umsetzung ging anhand mehrerer GIS-Netzwerkanalysen vonstatten, im Zuge derer pro Haltestelle des öffentlichen Verkehrs sowie pro Supermarkt, Allgemeinmediziner, Volksschule und Apotheke ein Einzugsgebiet in zweistufiger Entfernung berechnet wurde. Die daraus ermittelten Polygone wurden anschließend mit Gewichtungswerten hinterlegt, deren Höhe den jeweiligen Haltestellenqualitäten, Einrichtungstypen und Distanzen entsprach. Mittels gezielter Zusammensetzung dieser Polygone konnten jene Flächenanteile, die sich räumlich überlagerten, samt ihrer Gewichtungen aufsummiert werden. Zum Schluss wurden diese kumulierten und alle übrigen Werte mit den sozialen Faktoren sowie einem Basissteuersatz multipliziert, woraus die angepasste Verkehrsemissionssteuer pro Gebietseinheit resultierte. Um die herangezogenen Daten und Parameter nachträglich jederzeit ändern zu können, fand der gesamte Ablauf in einer speziellen Softwareumgebung statt, welche die graphische Strukturierung und Automatisierung der Prozesse ermöglichte.
Abstract
(Englisch)
The present master's thesis focuses on the problem of social switching from private means of transport to public transport that presupposes political measures that are not treating the car-dependent social groups less favourably. For this purpose a monthly transport-related emission tax was developed taking into account the walking distance to public transport stops as well as to public service facilities. Thus the city dwellers, who are well-served in terms of public transport and have a tremendous range of facilities offering the articles of daily use at hand, are obliged to higher tax charges if they continue to use their vehicles for private purposes. On the other hand, the vehicle owners, who are living in remote regions with a dramatic shortage of transport accessibility and the absence of an adequate number of public service facilities, are either exempt from paying the transport-related emission tax or have to pay a minimal fee. In addition to the spatial accessibility of the examined households, the implemented social factores, that are also having a significant impact on the conspicuos regional car dependency, became an integral extension to the calculation process carried out. Within the implementation process that proceeded thanks to numerous GIS-based network analyses, a service area has been calculated in a two-stage distance-regulating process per each public transport stop, supermarket, general practitioner, primary school as well as pharmacy. The derived polygons were subsequently combined with the weight values that have been determined by the distances as well as by the quality of public transport stops and the type of public service facilities. With the help of the specific composition of the above mentioned polygons it was possible to sum up the weight values of the areas that were spatially overlapping. In the end, the accumulated values and all other values were multiplied by the social factores and the basic rate of taxation: as a result, a customized transport-related emission tax was calculated using this data. In order to be able to make any subsequent alterations to the data and parameters at any time, the entire process was executed in a special software environment that made it possible to structure the graphics and automate the processes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
GIS Geoinformation network analysis traffic emissions emission tax
Schlagwörter
(Deutsch)
GIS Geoinformation Netzwerkanalyse Verkehrsemissionen Emissionssteuer
Autor*innen
Michael Gerdenitsch
Haupttitel (Deutsch)
Anforderungen an ein GIS-Tool zur Berechnung einer netzwerkbasierten Verkehrsemissionssteuer
Paralleltitel (Englisch)
Requirements for a GIS tool for calculating a network-based transport-related emission tax
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
xii, 110 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Riedl
Klassifikationen
74 Geographie > 74.48 Geoinformationssysteme ,
74 Geographie > 74.75 Verkehrsplanung, Verkehrspolitik
AC Nummer
AC16271053
Utheses ID
58259
Studienkennzahl
UA | 066 | 856 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1