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Das Doppelstaatsbürgerschaftskonzept für Südtiroler im internationalen Vergleich
Mittel der Inklusion und des Minderheitenschutzes oder Vehikel der Desintegration?
Matthias Boaglio
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Paul Luif
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.65784
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15214.81896.722970-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Analyse der vorliegenden Arbeit widmet sich der Klärung der Forschungsfrage, ob und wie ein Doppelstaatsbürgerschaftskonzept für Südtiroler durchgesetzt werden könnte, welche rechtlichen und bilateralen Hürden damit verbunden sind und ob sich ein solches Konzept als inklusives Mittel des Minderheitenschutzes erweisen könnte, oder Gefahr läuft, das Gegenteil zu bewirken. Diesbezüglich werden auch bisher diskutierte Konzepte auf ihre Validität über-prüft und mit alternativen Lösungsansätzen verglichen. Dabei ist nicht nur die Beleuchtung der wesentlichen Bestimmungen des österreichischen Staatsbürgerschaftsrechts von Relevanz, sondern ebenso unionsrechtliche Konstellationen, in welche die jeweiligen Staaten und die autonome Provinz Südtirol gleichermaßen eingebettet sind. In einigen Staaten der Europäischen Union existieren bereits minderheitsspezifische Bestim-mungen hinsichtlich der doppelten Staatsbürgerschaft – so in Italien selbst, wie auch in Un-garn und in Polen. Diese heute bestehenden Reglementierungen entsprangen einer wechselvol-len historischen Entwicklung und werden, auch aufgrund ihrer jeweiligen Parallelen und Ge-gensätzlichkeiten, mit der jüngeren Südtiroler Geschichte in Bezug gesetzt, deren historische Kontinuitäten bis heute die minderheitsspezifische Komplexität prägen. Zusätzlich wird der vielschichtige Kontext der Südtiroler Autonomie einerseits durch zunehmende Europäisie-rungstendenzen, die zu einem autonomen Kompetenzverlust führen, und andererseits durch Rezentralisierungsmaßnahmen Italiens als Folge der Wirtschaftskrise beeinflusst – was wiede-rum separatistischen Tendenzen Auftrieb verleiht. Die Analyse zeigt, dass sich ein Doppelstaatsbürgerschaftskonzept diesbezüglich als inklusives Korrektiv erweisen könnte, vorausgesetzt, es werden ethnozentrische Intentionen und Vorge-hensweisen vermieden – denn die Hürden sind nicht rechtlicher, sondern konsensual-bilateraler Natur.
Abstract
(Englisch)
The analysis of this paper is dedicated to clarifying the research question of whether and how a dual citizenship concept for South Tyroleans could be implemented, what legal and bilateral hurdles are associated with it, and whether such a concept could prove to be an inclusive me-ans of minority protection or runs the risk of having the opposite effect. In this regard, previ-ously discussed concepts will also be examined for their validity and compared with alternati-ve approaches. In this context, not only the essential provisions of Austrian citizenship law are of relevance, but also constellations under European Union law in which the respective states and the autonomous province of South Tyrol are equally embedded. In some states of the European Union, minority-specific regulations regarding dual citizenship already exist - in Italy itself, as well as in Hungary and Poland. These regulations, which exist today, are the result of a varied historical development and, also due to their parallels and con-trasts, are related to the recent history of South Tyrol, whose historical continuities continue to shape the minority-specific complexity today. In addition, the complex context of South Tyro-lean autonomy is influenced on the one hand by increasing Europeanisation tendencies, which lead to a loss of autonomous competence, and on the other hand by recentralisation measures in Italy as a result of the economic crisis - which in turn boosts separatist tendencies. The analysis shows that a dual citizenship concept could prove to be an inclusive corrective in this respect, provided that ethnocentric intentions and approaches are avoided - because the hurdles are not legal but consensual-bilateral in nature.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Dual citizenship Minorities Protection of minorities Europeanisation South Tyrol Autonomy Regionalisation Separatism
Schlagwörter
(Deutsch)
Doppelte Staatsbürgerschaft Minderheiten Minderheitenschutz Europäisierung Südtirol Autonomie Regionalisierung Separatismus
Autor*innen
Matthias Boaglio
Haupttitel (Deutsch)
Das Doppelstaatsbürgerschaftskonzept für Südtiroler im internationalen Vergleich
Hauptuntertitel (Deutsch)
Mittel der Inklusion und des Minderheitenschutzes oder Vehikel der Desintegration?
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Paul Luif
Klassifikationen
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC16161496
Utheses ID
58266
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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