Detailansicht

Walk the plank
Auswirkung von Bewegung in natürlicher Umgebung auf die Selbsteinschätzung in einem Knobelspiel
Lorenz Tesar
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Bewegung und Sport UF Biologie und Umweltkunde
Betreuer*in
Katrin Schäfer
Mitbetreuer*in
Sonja Windhager
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.65847
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30830.15362.353667-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Heutzutage kann auf eine breit fundierte Basis an Literatur zurückgegriffen werden, welche belegt, dass sich natürliche Umgebung in vielfältigster Weise positiv auf unser physisches sowie psychisches Wohlbefinden auswirkt. Jedoch wurde noch nicht untersucht, ob Kontakt zur Natur auch auf die Selbsteinschätzung Einfluss hat. Anhand der Selbstwirksamkeitstheorie von Badura (1997) sowie einer evolutionären Erklärungsperspektive wird angenommen, dass sich Naturkontakt und eine hohe allgemeine Selbstwirksamkeitsüberzeugung positiv auf die Selbsteinschätzung auswirken. Um diese Annahme zu überprüfen, gingen in der vorliegenden Studie 117 Testpersonen (55 Männer und 62 Frauen, Durchschnittsalter 23±3 Jahre) zehn Minuten entweder in einem Innenraum (Sporthalle, Universitätssportzentrum Schmelz) oder einem Außenraum (urbane Grünfläche) spazieren. Die Selbsteinschätzung wurde in Anlehnung an Bichler (2019) durch das Knobelspiel „Walk-The-Plank“ erhoben. Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wurde dabei mithilfe der Skala von Jerusalem und Schwarzer (1981) gemessen. Es hatten weder die Natur noch die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung einen signifikanten Einfluss auf die Selbsteinschätzung im Knobelspiel. Jene Teilnehmer/innen, die im Außenraum spazieren gingen, glaubten nicht häufiger daran, das Spiel lösen zu können bzw. es schneller zu lösen. Personen mit einer hohen allgemeinen Selbstwirksamkeit waren ebenfalls nicht öfter der Überzeugung das Knobelspiel zu enträtseln, oder weniger Zeit für die Lösung zu benötigen. Außerdem profitierten Studienteilnehmer/innen mit einer geringen allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung nicht eher von dem Spaziergang im Außenraum als jene mit einer hohen Erwartung. Als erste Studie, die sich mit dem Thema Natur und Selbsteinschätzung auseinandersetzte, konnte mit der vorliegenden Arbeit schließlich gezeigt werden, dass natürliche Umgebungen im Freien unabhängig von der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung scheinbar keinen Einfluss auf die Selbsteinschätzung haben. Allerdings sind weitere Forschungen notwendig, um einen Einfluss der Natur auf die Selbsteinschätzung ausschließen zu können. Zu klären wäre insbesondere, ob sich andere natürliche Standorte, wie Wälder, oder Umgebungen mit Gewässern auf die Selbsteinschätzung auswirken und inwiefern die Bewegungsform während des Naturkontaktes sowie die Dauer des Naturaufenthaltes eine Rolle spielen.
Abstract
(Englisch)
Nowadays we can draw on a based literature, which shows that nature has a wide variety of positive effects on our physical and mental well-being. However, it has not yet been investigated whether contact with natural elements also affects self-assessment. Based on Badura's theory of self-efficacy and under an evolutionary perspective, it is assumed that contact with nature and a high general self-efficacy belief have a positive effect on self-assessment. To investigate this theory 117 participants (55 men and 62 women, mean age 23 ± 3 years) walked for ten minutes either indoor (sports hall, University Sports Center Schmelz) or outdoor (urban green space). Following Bichler (2019) the puzzle game "Walk-The-Plank" was used to analyze the self-assessment. General self-efficacy was measured applying the scale of Jerusalem and Schwarzer (1981). Neither nature nor general self-efficacy had a significant influence on the self-assessment in the puzzle game. Participants who walked outdoor did not state that they could solve the game more often, or solve it faster. Also, persons with a high level of general self-efficacy were not overly convinced to solve the puzzle, or to solve it in less time. Furthermore, study participants with a low level of general self-efficacy did not benefit from the walk outside comparing those with a high level. As the first study dealing with the topic of nature and self-assessment, the present work was able to show that natural surroundings do not seem to have an influence on self-assessment regardless of the general self-efficacy. However, further investigations are necessary in order to determine the influence of nature on self-assessment more secifically. In particular, further analysis whether other natural locations, such as forests, or environments including bodies of water can affect the self-assessment, is necessary. Additionally the role of movement form during nature contact and the duration of the time spent in natural surroundings has to be further investigated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Natur Selbsteinschätzung Selbstwirksamkeitsüberzeugung
Autor*innen
Lorenz Tesar
Haupttitel (Deutsch)
Walk the plank
Hauptuntertitel (Deutsch)
Auswirkung von Bewegung in natürlicher Umgebung auf die Selbsteinschätzung in einem Knobelspiel
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
59 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Katrin Schäfer
Klassifikationen
42 Biologie > 42.00 Biologie: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.21 Evolution ,
42 Biologie > 42.99 Biologie: Sonstiges
AC Nummer
AC16172062
Utheses ID
58324
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 502 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1