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Family photography as a construction of family memory
Zanita Halimi
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Europäische Ethnologie)
Betreuer*in
Konrad Koestlin
DOI
10.25365/thesis.66064
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20810.66454.126368-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Doktorarbeit geht es um die Familienfotografie als Konstruktion des Familiengedächtnisses von 1950 bis 2015. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Familienfotografien, nicht nur als kulturelles Artefakt selbst, sondern auch auf den historischen, sozialen und kulturellen Kontexten, die sie möglicherweise widerspiegeln. Durch Fotografien werden nicht nur die Beziehungen innerhalb der Familienmitglieder reflektiert, sondern auch die familiären Beziehungen zu anderen sozialen, kulturellen und politischen Ebenen.
Die Arbeit gliedert sich in drei Zeitabschnitte. Der erste Abschnitt enthält Fotos von 1950 bis 1981. In dieser Zeit war das Fotografieren ein besonderes Ereignis für Familienmitglieder, und Familienmitglieder machten Fotos, um sie an ihre im Ausland lebenden Verwandten weiterzugeben, zur Aufrechterhaltung der familiären Bindungen. Der zweite Abschnitt enthält Fotografien von 1982-1999. Die Fotografie wurde von Familienmitgliedern (als Amateure) vermehrt verwendet, um verschiedene Momente des Lebens festzuhalten. In diesem Abschnitt werden verschiedene Familiengeschichten diskutiert, wie sie versucht haben, Familienfotos während des Krieges zu verstecken und zu bewahren. Durch diese Geschichten wird die Relevanz und die Rolle der Fotografie nicht nur als Träger von Erinnerungen, sondern auch als Verbindung zur Vergangenheit und zwischen den Generationen dargestellt. Der dritte Abschnitt enthält Fotos von 1999 bis 2015. Fotokameras sind jetzt in jeder Familie zu finden, so dass das tägliche Leben damit festgehalten werden kann. Jetzt spiegelt sich nicht nur die Entwicklung in der Familie, sondern auch ein breiterer Kontext globaler Entwicklungen wider, wie z. B. eine erhöhte Mobilität und damit die Notwendigkeit der Verbindung der Menschen durch Fotos. Die Migration wurde fast in jeder Familie erwähnt, obwohl dies nicht die zentrale Frage meiner Forschung war. Es geschah, weil die Geschichten hinter den Fotos die sie zeigten und über die sie sprachen, mit den Migrationsproblemen verbunden waren. Die Familienfotografie hat einen besonderen Wert für die heutige Familie im Kosovo, da eine Familie ein Foto aus der Vergangenheit besitzt, auf dem Bilder, Ereignisse und Menschen zu sehen sind, die möglicherweise nicht mehr existieren. Es gibt materialisierte Kindheiten und andere Phasen der Entwicklung von Familienmitgliedern, eine ganze Lebensspanne. Dies ist von unschätzbarem Wert, daher gelten Fotografien als Schatz. Ein Schatz, der Kontinuität und Zugehörigkeitsgefühl vermittelt und Erinnerungen bewahrt.
Die Doktorarbeit enthält eine beträchtliche Anzahl von Fotografien, die den Text und die Feldarbeit besser veranschaulichen.
Abstract
(Englisch)
This thesis is about family photography as a construction of family memory 1950- 2015, with the focus on family photographs, not only as a cultural artifact itself, but with a focus on the historical, social and cultural contexts they may reflect. Through photographs not only relations within family members are reflected, but also family relation with other social, cultural, political levels are reflected.
The thesis is divided in three phases; the first phase contains photographs from 1950 till 1981. In this phase photographing act was a special event for family members, and family members took photographs for passing them to their relatives, living abroad to keep their family ties. The second phase contains photographs from 1982-1999, photography was used more often by family members (as amateurs) to capture different moments of life. In this phase different family stories about what have they did with their photos in such a crisis, how they tried to hide family photographs during the war, about the ways family photographs survived during the war, are discussed. Through these stories the relevance and the role of photography not only as simply a bearer of memories, but also as a connection to the past and intergenerational connection is shown. The third phase contains photographs from 1999- till 2015. Photo cameras are now to be found in every family, so that daily life can be capture by it. It is very evident, that photographs were passed on from joint families to nuclear families. Now not only family development but broader context of global developments is reflected, like increased mobility and thus the need for people to connect through photos. The migration was mentioned almost in every family, even though it was not the central question of my research. It happened because the stories behind the photographs they were showing and talking about were connected to migration issues. Family photography has a special value for today's family in Kosovo because the very fact that a family possesses a photo of their past which shows images, events and people who might not exist anymore. There are materialized childhoods and other phases of family members’ development, a collective life span. This is priceless thus photographs are considered a treasure; a treasure that secures continuity, feeling of belonging, and preserved memories.
This doctoral thesis contains a considerable number of photographs that illustrate better the written content and the fieldwork.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Family Photography family memory history social culture
Schlagwörter
(Deutsch)
Familienfotografie Familiengedächtnisses Historischen Sozialen Kulturellen
Autor*innen
Zanita Halimi
Haupttitel (Englisch)
Family photography as a construction of family memory
Paralleltitel (Deutsch)
Familienfotografie als Konstruktion des Familiengedächtnisses
Publikationsjahr
2020
Umfangsangabe
176 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Klassifikation
73 Ethnologie > 73.43 Familie, Verwandtschaft, Ehe
AC Nummer
AC16262532
Utheses ID
58517
Studienkennzahl
UA | 792 | 308 | |
