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Frauenbewegungen und Geschlechterpolitik im „Ständestaat"
Benedikt Dienstl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Bewegung und Sport
Betreuer*in
Maria Mesner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.66228
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11485.45111.311753-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit untersucht die Debatte um das autoritäre Österreich von 1934 bis 1938 und stellt die Frage, ob es sich um eine faschistische Diktatur gehandelt hat. Diese Arbeit hat außerdem das Ziel, eine kritische Analyse der systematischen Verdrängung von Frauen im „Ständestaat“ aus der Erwerbstätigkeit zu untersuchen. Im 1. Kapitel kommt es zu einer ideologischen, historischen und staatswissenschaftlichen Einordnung des Dollfuß/Schuschnigg Regimes. Ein wissenschaftlicher Konsens ist noch nicht gegeben. Die Bewertung des „Ständestaates“ scheint bis heute auch eine politisch ideologische. Das 2. Kapitel beschreibt die Frauendiskriminierung in der Erwerbstätigkeit. Es wird im Speziellen auf das Lehrerinnenzölibat und der Doppelverdienergesetz eingegangen. Die gezielte Platzzuweisung der Frau in die häusliche Sphäre wird dargelegt. Das Regime bediente sich dieser Gesetze, um in der Wirtschaftskrise Frauen aus der Erwerbstätigkeit zu drängen. Im 3. Kapitel wird die besondere Beziehung von Katholischer Kirche und „Ständestaat“ und die Konstruktion von Geschlecht im christlichen Kontext erläutert. Die Katholische Kirche fungierte als Systemsäule und ideologischer Unterbau des „Ständestaates“. Die Rückkoppelung auf die Ideologie des „Ständestaates“ wird diskutiert. Außerdem werden die Haltungen der Katholischen Frauenorganisationen zum Doppelverdienergesetz beschrieben. Das 4. Kapitel zeichnet die Emanzipationstheorien des Bund Österreichischer Frauenvereine nach und beschreibt die systematische Verdrängung der erwerbstätigen Frauen durch das Doppelverdienergesetz und Lehrerinnenzölibat. Der Kampf der Funktionärinnen des BÖFV um die weibliche Erwerbstätigkeit durch das Prinzip der Mütterlichkeit wird erklärt. Das 5. Kapitel versucht die konkreten Auswirkungen des Doppelverdienergesetzes zu erläutern. Aussagen über die ökonomischen Auswirkungen oder die Frauenbeschäftigung zu machen ist aufgrund der Datenlage schwierig. Es handelte sich auf jeden Fall um eine Maßnahme von erheblicher symbolischer Bedeutung für den „Ständestaat“.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Frauenbewegungen Geschlechterpolitik "Ständestaat"
Autor*innen
Benedikt Dienstl
Haupttitel (Deutsch)
Frauenbewegungen und Geschlechterpolitik im „Ständestaat"
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
129 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maria Mesner
Klassifikation
15 Geschichte > 15.99 Geschichte: Sonstiges
AC Nummer
AC16185610
Utheses ID
58666
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 482 |
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