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Die "alevitische Öffnung" der AKP
Was ist das Bild der AKP von der türkischen Nation? Wie fügt sich die religiöse Gemeinschaft der Aleviten hier ein?
Özlem Cansu Culhaci
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Cengiz Günay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.66392
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14067.52394.508465-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Republik Türkei wird seit 2002 von Recep Tayyip Erdoğan und seiner „Gerechtigkeit und Entwicklungspartei“ (kurz: AKP) regiert. Im Laufe der AKP Regierung wurde immer wieder das Versprechen einer „neuen Türkei“ laut. Tayyip Erdoğan lüftete im Laufe seiner Karriere, das Geheimnis und offenbarte was genau er sich darunter vorstellt. In dieser Arbeit wird beschrieben, dass mit einer neuen Türkei, das Konstrukt eines neuen Nationverständnisses gemeint war. Der damalige Premierminister unterstrich mit diesem neuen Modell seinen Wunsch einer frommen Generation und einer frommen Jugend, die nach islamischen Werten lebt. In diesem Sinne stellt diese Arbeit neben den diversen theoretischen Gesichtspunkten der Konzeption einer Nation auch das islamische Verständnis einer Nation, also die Umma vor. Diese Theorien dienen der Arbeit als Stützte um zu untersuchen, wie eine Nation, in diesem Fall die türkische Nation, neu konzipiert werden kann. In welchem Zusammenhang die Religion mit dem Konzept der türkischen Nation steht, wird ebenfalls in diesem Kontext behandelt. In einem Land in dem sich 99 Prozent der Bevölkerung offiziell zum Islam bekennt, bilden die Aleviten die zweitgrößte muslimische Gruppe. Diese Religionsgruppe zählt zum Großteil auch zu den Befürwortern des türkischen Laizismus und damit zusammenhängend auch den Prinzipien des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürks. Somit gehört die Religionsgruppe der Aleviten zu einem der größten Herausforderer der Regierungspartei in der Verwirklichung ihres Wunsches eine neue Türkei zu konzipieren. Diesbezüglich wurde im Rahmen der sogenannten „alevitischen Öffnung“ auch versucht die Aleviten, zumindest zum Teil mit an Bord zu holen. Die Arbeit setzt sich dementsprechend mit dem Alevitentum und der „alevitischen Öffnung“ auseinander, um zu unterstreichen, warum sie sich trotz der Tatsache, dass sie sich zum Islam bekennen, zugleich auch eine Herausforderung für die AKP sind und sich nicht den Vorstellungen, die im Rahmen der „neuen Türkei“ beschrieben wurden, fügen. Neben den jüngsten Gegebenheiten in der AKP-Ära beschreibt die Arbeit auch die historischen Tatbestände, die letztendlich zu diesen Ereignissen geführt haben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aleviten AKP Minderheiten Konzept einer Nation Konstruktivismus Säkularismus Laizismus Militärputsch Islam Alevitentum Sunnitentum Umma
Autor*innen
Özlem Cansu Culhaci
Haupttitel (Deutsch)
Die "alevitische Öffnung" der AKP
Hauptuntertitel (Deutsch)
Was ist das Bild der AKP von der türkischen Nation? Wie fügt sich die religiöse Gemeinschaft der Aleviten hier ein?
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
117 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Cengiz Günay
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.84 Islam: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.63 Minderheitenproblem ,
88 Verwaltungslehre, Verwaltungswissenschaft > 88.60 Politische Maßnahmen ,
89 Politologie > 89.03 Theorie und Methoden der Politologie ,
89 Politologie > 89.11 Konservativismus ,
89 Politologie > 89.34 Republik ,
89 Politologie > 89.40 Innere Beziehungen des Staates: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union ,
89 Politologie > 89.76 Friedensforschung, Konfliktforschung
AC Nummer
AC16189645
Utheses ID
58815
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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