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Automatische Gewinnung österreichischer Terminologie aus offiziellen Antragsformularen der Einwanderungs- und Niederlassungsbehörden in Österreich
Anchalin Ruckwatin
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Englisch Deutsch
Betreuer*in
Dagmar Gromann
DOI
10.25365/thesis.69478
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11079.94441.704427-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Verwaltungssprache wird im Gegensatz zur Fachsprache in anderen Sachgebieten nicht nur in der internen Kommunikation zwischen bestimmten Berufsgruppen oder ExpertInnen verwendet, sondern erstreckt sich auch darüber hinaus auf die BürgerInnen. Im Hinblick auf Österreich stellt die Sprachbarriere, die durch die komplexen sprachlichen Merkmale der österreichischen Verwaltungsterminologie verursacht wird, eine Herausforderung in Verwaltungsverfahren dar, in denen mündliche und schriftliche Interaktionen zwischen Parteien innerhalb und außerhalb des Fachgebiets stattfinden. Vor allem im Verwaltungsbereich Einwanderung und Aufenthalt stammen die Betroffenen, die mit dieser Fachsprache in Berührung kommen, aus anderen Herkunftsländern: Dementsprechend sind diese nicht nur Laien, sondern verfügen möglicherweise auch nicht über ausreichende Sprachkenntnisse in (Österreich-)Deutsch.
Die vorliegende Masterarbeit will diese Herausforderung in Verbindung mit den Prinzipien praktischer Terminologiearbeit angehen, wobei der Schwerpunkt auf der quantitativen Leistungsevaluierung von drei unterschiedlichen automatischen Terminologieextraktionswerkzeugen bei der Verarbeitung der österreichischen Verwaltungsterminologie liegt. Das Ziel besteht darin, einen (oder mehrere) geeignete Ansätze für die Extraktion dieser fachsprachlichen Terminologie zu ermitteln, wobei insbesondere deren Sprachbesonderheiten berücksichtigt werden. Eine Sammlung von domänenspezifischen Begriffen, die manuell aus dem Korpus gewonnen wurden – Reference Term List (RTL) – dient als Goldstandard für den Annotationsprozess durch eine sachkundige Person. Zur Darstellung der vergleichenden Leistung aller drei Tools werden Recall- und Precision-Werte sowie ein durchschnittliches F1-Maß ermittelt.
Anhand der durch die Praxisanalyse untermauerten Erkenntnisse im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll ein Beitrag zu den laufenden Bemühungen geleistet werden, Verwaltungstexte zu optimieren, um eine höhere Verständlichkeit zu erreichen und den Informationszugang für die Öffentlichkeit zu verbessern, nämlich dass sie Terminologen bei der Erarbeitung potenzieller mehrsprachiger Terminologieressourcen unterstützen könnte. Letztendlich würde damit eine Grundlage geschaffen, die sowohl menschliche als auch maschinengestützte Übersetzungen der bestehenden Antragsformulare sowie anderer relevanter Dokumente in weitere Sprachen ermöglicht.
Abstract
(Englisch)
Administrative language, contrary to specialized language in other subject fields, is not only used in internal communication among particular professional groups or experts, but also extends beyond those to citizens. In terms of Austria, a language barrier caused by the complex linguistic characteristics of the Austrian administrative terminology has been a challenge in administrative procedures where verbal and written interactions between parties in and outside of the domain occur. Especially in the area of immigration and residence, individuals encountering this specialized language are from other countries; therefore, apart from being laypeople, they might also not possess sufficient language proficiency in (Austrian-)German.
The present master’s thesis aims to address this challenge in connection with the principles of practical terminology work, focusing on the performance assessment of three distinct automatic terminology extraction tools on a domain-specific corpus comprised of official forms for residence permit applications. The goal is to determine one (or more) suitable approaches for extracting Austrian administrative terminology, taking into particular account its unique linguistic properties. A set of domain-specific terms manually collected from the corpus, a Reference Term List (RTL), will serve as a gold standard for the annotation process by a human judge. The annotation outputs are then calculated in relation to the RTL to determine recall and precision measures which will reflect the comparative performance of all three tools. A subsequent calculation of F1-scores will conclude their overall performance and determine the tool achieving the highest efficiency score.
With the knowledge substantiated by the practical analysis, the present thesis hopes to contribute to the ongoing efforts to optimize administrative texts to achieve higher comprehensibility and improve informational access for the public, namely that it could facilitate terminologists in the elaboration of potential multilingual terminology resources. Eventually, this would provide a basis that enables both human and machine-assisted translations of the existing application forms as well as other relevant documents in further languages.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
administrative terminology terminology extraction
Schlagwörter
(Deutsch)
Verwaltungsterminologie Terminologiegewinnung
Autor*innen
Anchalin Ruckwatin
Haupttitel (Deutsch)
Automatische Gewinnung österreichischer Terminologie aus offiziellen Antragsformularen der Einwanderungs- und Niederlassungsbehörden in Österreich
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
iv, 156 Seiten : Diagramme, Illustrationen
Sprache
Deutsch
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC16421471
Utheses ID
58850
Studienkennzahl
UA | 070 | 342 | 331 |
