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Der Tatsachenmensch
eine Analyse zur Beschreibung der menschlichen Entwicklung im Spätwerk Edmund Husserls in Hinblick auf die Bedeutung des Selbstbildes der Philosophie
Alexander Graber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Georg Stenger
DOI
10.25365/thesis.66486
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17612.60638.427452-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Untersuchungen dieser Masterarbeit widmen sich dem Spätwerk Edmund Husserls „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und der transzendentalen Phänomenologie“. Husserl schrieb dieses Werk in einer Zeit der Extreme, die den Aufschwung Europas um 1900 und die Katastrophe des Ersten Weltkrieges sowie den Europäischen Nihilismus, Klassenkämpfe und bahnbrechende technologische Errungenschaften hervorbrachte. Zu eben jener Zeit, in der der Mensch die ersten Flugzeuge baute und große Errungenschaften in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen hervorbrachte, schrieb Husserl ein Werk, das die Wissenschaft anscheinend in ihren Grundfesten kritisierte. Bereits im zweiten Paragraphen fand Husserl harte Worte und verlautbarte, dass die Wissenschaften den Menschen in ihrer allgemeinen Lebensnot nichts zu sagen hätten, da sie die wichtigsten Fragen für ein echtes Menschentum prinzipiell ausschließen würden. Sie stellten nämlich keine Fragen nach dem Sinn des menschlichen Daseins, da sie sich nur mehr mit bloßen Tatsachen beschäftigen.(Vgl. Husserl Hua VI, S. 4) Doch damit nicht genug. Husserl schreibt, dass diese bloßen Tatsachenwissenschaften dazu führen, dass die Menschen zu bloßen Tatsachenmenschen werden, die sich von den höchsten und letzten Fragen einer echten Menschheit abwenden. (Vgl. Husserl Hua VI, S. 4) Der erste Blick auf den Einband von Husserls Spätwerk trügt, denn die Krisis-Schrift ist keine oberflächliche Wissenschaftskritik, sondern arbeitet die Hintergründe der Methode der Wissenschaften und ihre Bedeutung für den Menschen auf. So schreibt Husserl keine einfache Lebensphilosophie, Wissenschafts- oder Zeitkritik. Stattdessen ist die Krisis-Schrift eine phänomenologisch motivierte Aufarbeitung zu den für Husserl wichtigsten Fragen seiner Zeit.
Die folgenden Analysen beleuchten die Frage nach der Bedeutung von Wissenschaft und Philosophie für den Menschen und welche Auswirkungen diese Bedeutung auf das menschliche Selbstbild laut Husserls hat. Dabei zeichnet Husserl auf Umwegen einen kritischen Weg, der sich in Schichten aufbaut, an mehreren Punkten ansetzt und schließlich zu einem Gesamtbild wird. Grundthematiken wie Lebenswelt, Sedimentierung, Epoché und Husserls Kritik am Positivismus werden dabei von historischen Gegebenheiten gestreift. Zudem wird auch das Selbstbild der Philosophie und der Wissenschaft sowie ihr Einfluss thematisiert.
In meinen Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass all diese Themen einen roten Faden haben, der sich unmerklich durch Husserls Spätwerk zieht. So entstand der Titel dieser Arbeit „Der Tatsachenmensch“ und die damit einhergehende Forschungsfrage: Wie beschreibt Husserl die historisch-geistige Entwicklung des Menschen in der Krisis-Schrift?
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Tatsachenmensch Edmund Husserl Wissenschaftskritik
Autor*innen
Alexander Graber
Haupttitel (Deutsch)
Der Tatsachenmensch
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse zur Beschreibung der menschlichen Entwicklung im Spätwerk Edmund Husserls in Hinblick auf die Bedeutung des Selbstbildes der Philosophie
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
120 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Stenger
Klassifikation
08 Philosophie > 08.00 Philosophie: Allgemeines
AC Nummer
AC16333536
Utheses ID
58898
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
