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Der Einfluss von emotionsregulierendem und sozialem Musikhören auf das chronisch subjektive Stresserleben
ein interkultureller Vergleich zwischen Japan und Deutschland
Manh Nhan Stephan Ho
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Urs Nater
Mitbetreuer*in
Nadine Skoluda
DOI
10.25365/thesis.71040
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11087.85229.100650-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Musikpsychologische Untersuchungen zu potentiellen stressreduzierenden Effekten des Musikhörens lassen sich in der heutigen Forschungsliteratur bereits zahlreich finden. Verschiedene Motive des Musikhörens spielen in einer komplexen Interaktion emotionaler, sozialer und kultureller Faktoren zusammen und haben unterschiedliche Implikationen für die Wirkweisen der Musik. Ein Konsens in der Musikforschung scheint zu sein, dass Musiknutzung zur Emotionsregulation oder das Musikhören mit Freund*innen mit gesundheitsfördernden Effekten verbunden wird. Der Tatsache verschuldet, dass der Großteil dieser Studien in „westlichen“ Ländern stattfand, bleibt eine übergreifende Generalisierbarkeit bisher angestellter Forschungsbemühen jedoch erschwert.
Für diese Untersuchung wurden deshalb die Daten von Personen aus unterschiedlichen Kulturmodellen erhoben und analysiert. 312 japanische (kollektivistische Kultur) und 414 deutsche (individualistische Kultur) Teilnehmer*innen wurden hierfür über eine Online- Umfrage zu den Themen Musik, Stress und Kultur befragt. Überraschenderweise ging die Häufigkeit des Musikhörens zur Emotionsregulation kulturübergreifend mit einem erhöhten selbstberichteten (chronischen) Stresserlebens einher. Dabei konnte allerdings nachgewiesen werden, dass die Kulturzugehörigkeit tatsächlich eine signifikante Moderatorwirkung für ebengenannten Zusammenhang hat. Die moderierende Rolle durch die Kultur konnte allerdings nicht für den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Musikhörens mit Freund*innen und dem selbstberichteten (chronischen) Stresserleben nachgewiesen werden.
Trotz teils widersprüchlich wirkender Ergebnisse wurde gezeigt, dass Kulturzugehörigkeit durchaus eine relevante Schlüsselrolle im Zusammenhang von Musiknutzung und Stresserleben spielen kann. Durch die Einbettung und Diskussion vorliegender Befunde im Kontext des aktuellen Forschungsstandes in der kulturvergleichenden Psychologie soll weiter die Dringlichkeit zukünftiger interkultureller Studien unterstrichen werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
chronischer Stress Musik Musikhören Emotionsregulation Kultur Individualismus Kollektivismus interkulturell soziales Musikhören MPQ-R SSCS
Autor*innen
Manh Nhan Stephan Ho
Haupttitel (Deutsch)
Der Einfluss von emotionsregulierendem und sozialem Musikhören auf das chronisch subjektive Stresserleben
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein interkultureller Vergleich zwischen Japan und Deutschland
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
63, 3 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Urs Nater
AC Nummer
AC16257777
Utheses ID
58945
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
