Detailansicht
Adriana Cavarero und die italienischen Denkerinnen der Differenz
Stefanie Eva Wittmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Johanna Borek
DOI
10.25365/thesis.6547
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29186.49062.901659-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Diplomarbeit „Adriana Cavarero und die italienischen Denkerinnen der Differenz“ stellt die zeitgenössische feministische Strömung des pensiero della differenza, der philosophischen Auseinandersetzung der italienischen Theoretikerinnen der sexuellen Differenz, dar.
Sie zeichnet die Grundlinien der italienischen Frauenbewegung seit ihren Anfängen nach und stellt die philosophische Praxis der 1984 gegründeten DIOTIMA-Gemeinschaft dar, deren radikale praktische und theoretische Umsetzung von Luce Irigarays Forderung nach einer Symbolik der weiblichen Differenz auch im internationalen feministischen Diskurs als bemerkenswerte Alternative zum akademischen Diskurs angesehen wird. Die theoretische Auseinandersetzung DIOTIMAs basiert fundamental auf der Praxis der weiblichen Beziehungen und auf den Lebenserfahrungen der Denkerinnen.
Der Fokus dieser Arbeit liegt jedoch auf der autonomen Denkerin Adriana Cavarero, die als Mitbegründerin der Gruppe einen sehr ähnlichen Zugang zur Theorie der sexuellen Differenz verfolgt, wie DIOTIMA. Einer meiner Untersuchungsschwerpunkte beleuchtet Cavareros Trennung von DIOTIMA. Meine diesbezügliche Darstellung basiert auf einem Interview, das ich mit Cavarero führte.
Anders als DIOTIMA, denkt Cavarero die Differenz hauptsächlich im Zusammenhang mit der Philosophie Hannah Arendts. Sie erweitert Arendts Gedanken der Erscheinung und der menschlichen Einzigartigkeit um den Aspekt der körperlichen Sexuiertheit und übernimmt Arendts Kritik an der Ausrichtung der abendländischen Philosophie auf das Paradigma des Todes. Im Zentrum von Cavareros Theorien steht die Auseinandersetzung mit weiblichen Stereotypen. Cavarero arbeitet bevorzugt mit den Mitteln der Narration. Meine Diplomarbeit unternimmt den Versuch, die Linie des „literarischen Theoretisierens“ in ihrem Werk nachzuzeichnen. Neben ihren wichtigsten theoretischen Texten stehen "Nonostante Platone" und "Tu che mi guardi, tu che mi racconti" im Zentrum meiner Untersuchungen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Feminismus Italien Philosophie sexuelle Differenz Adriana Cavarero Diotima
Autor*innen
Stefanie Eva Wittmann
Haupttitel (Deutsch)
Adriana Cavarero und die italienischen Denkerinnen der Differenz
Paralleltitel (Englisch)
Adriana Cavarero and the italian thinkers of sexual difference
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
125 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johanna Borek
AC Nummer
AC08127630
Utheses ID
5898
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 299 |
