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Elementares Musizieren mit Menschen mit Fluchterfahrung
ein Ansatz zur angewandten Ethnomusikologie durch eine Ethnographie des Musikworkshops "Join in"
Setare Sahar Davarpanah
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Julio Mendivil
DOI
10.25365/thesis.69558
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11093.08031.655526-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Sommer 2015 flüchteten Tausende von Menschen aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens über die Grenzen nach Europa; Viele darunter Minderjährige oder junge Erwachsene. Gleichzeitig entstanden europaweit, in deutschsprachigen Raum und in Österreich, viele Musikprojekte mit „Geflüchteten“, über sie eine genaue Dokumentation, welche die Situation möglichst ersichtlich darstellt, kritische Reflexionen über gesammelte Erfahrungen präsentiert und Perspektiven der Akteur*innen („Geflüchteten“) miteinbezieht, fehlt. Im Rahmen dieser Arbeit wird versucht, durch die Untersuchung verschiedener Aspekte des Workshops „ Join in“ an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, der ein regelmäßiger offener Musik-Workshop für Jugendliche und Erwachsene inklusive Menschen mit Fluchterfahrung mit dem Hauptkonzept „Elementares Musizieren“ ist, mit besonderem Fokus auf die Perspektive der Farsi-sprechenden Teilnehmenden, jugendliche Afghanen und Iraner*innen, dieses Phänomen möglichst genau durchschaubar zu machen, um im weiteren Schritt anhand der Ergebnisse herauszufinden, inwieweit - und ob überhaupt - so ein Musizierprojekt zum Empowerment und/oder zur Lösung eines sozialen Problems, etwa bei kulturellen Konflikten, beitragen kann, welches das Anliegen der angewandten Ethnomusikologie ist. Die Datenerhebung erfolgte nach Methoden der Ehnomusikologie, eine Feldforschung im Laufe der 19 Musiziereinheiten in Wintersemester 2018 und Sommersemester 2019, die aktiven und passiven teilnehmenden Beobachtungen, mehrere informelle Gespräche mit den Farsi-sprechenden Teilnehmenden, den zwei Betreuern der jugendlichen Afghanen und den zwei Leiterinnen des Workshops sowie semistrukturierte Interviews mit ihnen, umfasst. Neben den Wirkungen des Workshops, wie dem Abbau von Berührungsängsten, Kontakthemmungen und Depressionen, zeigen die analysierten Daten eher ungleiche Machtverhältnisse, die das Entstehen der Möglichkeit zum Empowerment behinderten, sowie unveränderte kulturelle Konflikte zwischen zwei Farsi-sprechenden Gruppen nach der zweisemestrigen Teilnahme am Workshop. Darüber hinaus scheint es, die Nutzung von ethnomusikologischem Wissen durch die aktive Teilnahme von Ethnomusikolog*innen neben Pädagog*innen für ein effektiveres Musizierprojekt notwendig zu sein.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ethnomusikologie angewandte Ethnomusikologie Ethnomusikologie und Musikpädagogik elementare Musikpädagogik elementares Musizieren Musizierprojekt Musikworkshop Menschen mit Fluchterfahrung Geflüchtete Flüchtlinge Join in
Autor*innen
Setare Sahar Davarpanah
Haupttitel (Deutsch)
Elementares Musizieren mit Menschen mit Fluchterfahrung
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Ansatz zur angewandten Ethnomusikologie durch eine Ethnographie des Musikworkshops "Join in"
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
129 Seiten : Diagramme, Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julio Mendivil
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.99 Wissenschaft und Kultur allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC16208068
Utheses ID
59011
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
