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Post-Soviet Latvia and its Russian-speaking minority: competing narratives of the past and their public representation
Kristina Pugo
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Tatiana Zhurzhenko
DOI
10.25365/thesis.69603
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11098.65484.206279-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den „Erinnerungskriegen“ im heutigen Lettland, die den widersprüchlichen Narrativen über die sowjetische Vergangenheit entspringen, wie sie von den Letten und der russischsprachigen Minderheit vertreten werden. Das komplexe Erbe des Kommunismus und die post-sowjetische Politik der Nationsbildung haben dazu geführt, dass die für Lettland entscheidenden Ereignisse des Zwanzigsten Jahrhunderts von den beiden oben genannten Gruppen unterschiedlich interpretiert werden. Die Arbeit versucht, die folgende Forschungsfrage zu beantworten: Wie werden das lettische Besatzungsnarrativ und das russische Befreiungsnarrativ im öffentlichen Raum repräsentiert? Für den theoretischen Rahmen wurden vor allem Rogers Brubakers Konzept des „triadic nexus“, Michael Bernhards & Jan Kubiks Studie über Erinnerungsregime im postsowjetischen Raum sowie Duncan S.A. Bells Konzept der nationalen Mythenlandschaft benutzt. Die Forschungsfrage wird anhand von zwei Fallstudien beantwortet, die das Lettische Okkupationsmuseum in Riga sowie die Gedenkfeier zum Tag des Sieges am 9. Mai zum Gegenstand haben. Die Wahl dieser Gedächtnisinstitutionen erklärt sich aus ihrer entscheidenden Rolle für die Propagierung der beiden genannten Narrative. Methodologisch beruht die Untersuchung auf empirischer Beobachtung und auf der Sammlung und Interpretation primärer und sekundärer Quellen. Die Ergebnisse zeigen, dass die beiden Narrative im sozio-politischen Raum unterschiedlich erfolgreich sind, was auf die ungleiche Verankerung der oben genannten Institutionen zurückzuführen ist. Das Museum hat ein breites Spektrum an Kommunikationskanälen entwickelt, die in viele Lebensbereiche reichen, einschließlich des Bildungsbereichs. Im Gegensatz zu den Gedenkfeiern am Tag des Sieges trägt das Museum das lettische Narrativ in alle Bevölkerungsschichten und wird außerdem vom Staat unterstützt. Das Narrativ der Russophonen, das den Beistand des heutigen Russland hat, richtet sich ausschließlich an die russischsprachige Bevölkerung und hat es bisher nicht vermocht, sich von dem aus der Sowjetzeit ererbten triumphalistischen Diskurs zu verabschieden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
memory politics Latvia Russia minorities Post-Soviet space narratives
Schlagwörter
(Deutsch)
Erinnerungspolitik Lettland Russland Minderheiten post-sowjetischer Raum Narrative
Autor*innen
Kristina Pugo
Haupttitel (Englisch)
Post-Soviet Latvia and its Russian-speaking minority: competing narratives of the past and their public representation
Paralleltitel (Deutsch)
Das postsowjetische Lettland und seine russischsprachige Minderheit: konkurrierende Narrative der Vergangenheit und ihre öffentliche Repräsentation
Publikationsjahr
2021
Umfangsangabe
107 Blätter : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Tatiana Zhurzhenko
Klassifikation
89 Politologie > 89.00 Politologie: Allgemeines
AC Nummer
AC16207292
Utheses ID
59084
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
